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Montag, 20. November 2017

Networking


Nahezu jeder Karriereführer und all die verschiedenen Social Networks, angefangen über XING, Facebook und Studi VZ bis hin zu den Verbänden und Vereinigungen, wie Rotary Club sagen: ohne Netze und aktivem Networking geht heutzutage nichts. Also keine erfolgreiche Bewerbung und damit Finden des Traumjobs, keine Chance auf Karriere und für Selbständige und Unternehmer keine wirklich guten Aufträge und damit Kunden, aber auch weniger gute Lieferanten und Mitarbeiter.

Ein erfolgreicher Networker Vorteile: Ein oder mehrere Anrufe bei Gleichgesinnten und ein Problem ist bald gelöst, aber was steht an Arbeit dahinter?

Networking heißt immer Geben und Nehmen. Vor dem Nehmen und dem Nutznießen von Kontakten ist viel Arbeit nötig. Die Anderen aus dem Netzwerk müssen den Neuen ersteinmal kennenlernen, Vertrauen fassen und auch erfahren haben, dass der Neue bereit und in der Lage ist, sich, seine Fähigkeiten und seine Kontakte ins Netz einzubringen. Das alles erfordert eine Menge Zeit. Denn dazu werden Fähigkeiten verlangt, wie

- Small Talk
- zugehen auf Andere, Unbekannte
- sich ausdrücken können
- die Aufmerksamkeit anderer zu gewinnen und neugierig zu machen
- positiv in Erinnerung zu bleiben
- den Anderen aus der Reserve zu locken. D.h. ihn so zu fragen, dass es kein
- Ausfragen sondern Interesse am Anderen signalisiert
- aktives Zuhören.

Quelle www.worklife-blog.de

Freitag, 17. November 2017

Die Kraft des Lobens


Kinder und Jugendliche vermissen es seitens ihrer Eltern und Lehrer, Mitarbeiter seitens ihrer Vorgesetzten, Stars seitens ihres Publikums: Anerkennung, Lob, Beifall. Diesem guten Gefühl kann sich niemand entziehen.

Mürrische Menschen tauen durch ein Lob auf, Konfliktsituationen lassen sich durch Sätze wie “mit niemandem lässt sich so vortrefflich streiten, wie mit Ihnen. Sie fordern mich immer aufs Neue heraus” oder durch einfache Feststellungen wie “mit diesem Kleid bringen Sie die Sonne ins Zimmer”. Und trotzdem fällt es so schwer, Lob auszusprechen. 1&1 berichtet in Arbeitnehmer vermissen von ihren Chefs vor allem Lob über eine Studie zu diesem Thema. Obwohl zwei Drittel aller Befragten ihre Tätigkeit als sinnvoll ansehen, sind nur 50 Prozent mit der Unterstützung durch ihren Chef zufrieden. Und – Hand aufs Herz – wer von uns hat sich noch nicht über fehlende Anerkennung beschwert?

Was für Möglichkeiten aus diesem Dilemma gibt es?

Machen Sie sich unabhängig vom Lob Dritter. Setzen Sie sich stattdessen selbst Ziele. Sind diese erreicht, klopfen Sie sich auf die Schulter, sprechen Sie sich vor dem Spiegel selbst ein Lob aus und … belohnen Sie sich.

Loben Sie selbst Andere. Gewöhnen Sie sich an, mindestens einmal pro Tag jemanden zu loben. Das kann Ihr Partner, Ihr Kind, Ihr Vorgesetzter, Ihr Mitarbeiter, Ihr Kollege, Ihr Kunde oder auch die Verkäuferin in der Bäckerei sein. Sie werden erstaunt sein, wie schnell man sich an Sie erinnert, wie Sie Freude schenken können und für gute Stimmung sorgen. Und das Beste daran ist: Sie werden über kurz oder lang selbst gelobt werden. Aber übertreiben Sie es nicht, indem Sie ständig eine Person loben oder aus dem Loben nicht mehr heraus kommen.

Weisen Sie diskret darauf hin, dass Sie eine Anerkennung erwarten. Fragen Sie nach “wie hat Ihnen die Präsentation gefallen?” oder “die Verhandlung ist doch gut gelaufen, oder was meinen Sie?”

Auch wenn es anfangs schwer fällt, probieren Sie diese Tricks aus. Nehmen Sie das tägliche Lob wie das Zähneputzen in Ihren Alltag – beruflich und privat – auf. Lernen Sie, Anerkennung als Kommunikations- und Motivationsmittel gezielt einzusetzen.

Quelle www.worklife-blog.de


Donnerstag, 16. November 2017

Die richtige Krankmeldung


Durch die Krankmeldung teilen Sie Ihrem Arbeitgeber mit, dass Sie aufgrund von Krankheit nicht arbeitsfähig sind und deshalb nicht am Arbeitsplatz erscheinen können. Wenn Sie Arbeitslosengeld beziehen, müssen Sie dies der Bundesagentur für Arbeit mitteilen. Als Arbeitnehmer erhalten Sie während Ihrer Krankheit für maximal 6 Wochen eine Entgeltfortzahlung, danach Krankengeld. Als Arbeitsloser bekommen Sie für maximal 6 Wochen weiterhin Arbeitslosengeld, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengelds.

Tipps, Checkliste


Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit am ersten Tag der Erkrankung bis 11.00 Uhr bzw. in den ersten Arbeitsstunden telefonisch, per Fax oder per email mit. Nennen Sie auch die mögliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Der Arbeitgeber erhält so die Möglichkeit, den Ausfall abzufangen. Bei mehrmaligem Verletzen dieser Anzeigepflicht oder einer verspäteten Abgabe der Krankmeldung riskieren Sie eine Abmahnung bzw. danach eine Kündigung.


Sofort am ersten Tag  ist eine Arbeitsunfähigkeits-bescheinigung (AUB) in Form eines ärztlichen Attests vorzulegen. Manche Arbeitgeber gewähren eine Frist von  
3 Kalendertagen. Achten Sie darauf, ob in Ihrem Arbeitsvertrag, in der Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag eine  Frist aufgeführt ist. Ansonsten ist der Arbeitgeber berechtigt, die Lohnzahlung einzustellen.

Dauert die Krankheit länger als im Attest genannt, ist eine neue Bescheinigung vorzulegen.


Den ärztlichen Anweisungen ist Folge zu leisten. Sie verzögern sonst den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit und verlieren für den verlängerten Zeitraum den Entgeltfortzahlungsanspruch.


Hat der Arbeitgeber Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit, ist er berechtigt, über die Krankenkasse eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes einzuholen. Zweifel sind gerade dann angebracht, wenn der Arbeitnehmer besonders häufig am Wochenende erkrankt oder an bestimmten Wochentagen, wie Montag, Donnerstag oder Freitag. Die Zweifel müssen begründet sein.


Der Aufforderung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, sich einem beauftragten Arzt vorzustellen, müssen Sie nachkommen. Sie können sonst abgemahnt werden.


Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht sobald mehr als 4 Wochen ununterbrochen gearbeitet wurde.


Wenn Sie eine Krankheit vortäuschen, ist das als Betrug oder Betrugsversuch zu werten und kann eine fristlose Kündigung bewirken. Das wirkt sich besonders gravierend aus, wenn Sie einem Nebenjob weiterhin nachgehen.


Während Ihrer Krankheit können Sie außer Haus gehen und Sie müssen nicht ständig erreichbar sein.


Häufiges kurzzeitiges Fehlen kann genauso wie langwierige Krankheit als Grund für eine personenbedingte Kündigung herangezogen werden. Ein Arzt muss in diesem Fall aber eine deutlich negative Prognose bezüglich Ihres zukünftigen Gesundheitszustands aussprechen. Werden die betrieblichen Abläufe durch Ihr Fehlen deutlich beeinträchtigt, kann eine betriebsbedingte Kündigung erfolgen.


Generell ist es Ihre Pflicht, alles daran zu setzen, Ihre Genesung zu fördern. Daher ist es nicht anzuraten, trotz Krankheit in die Arbeit zu gehen. Dauert aufgrund dieses Verhaltens Ihre Erkrankung länger, kann die Lohnfortzahlung für die zusätzlichen Krankentage eingestellt werden.


Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht kann der Arbeitgeber Sie nach Hause schicken.


Betriebliche Regelungen über die Anzeigepflichten der Arbeitnehmer und eine Verkürzung des Vorlagezeitraums für ärztliche Bescheinigungen unterliegen dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats.


Sie sind nicht verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber die Diagnose bei der Krankheitsmeldung anzugeben. Ausnahmen bestehen bei ansteckenden Krankheiten und Krankheiten, die durch Verschulden eines Dritten Ansprüche rechtfertigen.


Unterrichten Sie Ihren Arbeitgeber auch von Ihrer Krankheit, wenn Sie im Urlaub erkranken. Teilen Sie ihm eine Adresse mit Telefonnummer mit, unter der Sie erreichbar sind. Wenn Sie bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, ist diese mit diesen Daten ebenfalls zu informieren. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Krankheitstage vom Urlaub abzuziehen.


Wird Ihre Krankheit durch Verschulden eines Dritten hervorgerufen, teilen Sie dessen Adresse Ihrem Arbeitgeber mit. Ihr Arbeitgeber kann dann die Lohnfortzahlungen an Sie bei ihm geltend machen. Ansonsten ist er wiederum berechtigt, Ihnen die Entgeltfortzahlung zu streichen.


Quelle www.worklife-blog.de

Mittwoch, 15. November 2017

Umrechnung der Wochenarbeitszeit auf eine Monatsarbeitszeit:

Grundlagen der Lohn- und Gehaltsabrechnung - Zeitberechnungen

Lohnzahlungszeitraum

Als Lohnzahlungszeitraum wird der Zeitraum bezeichnet, für den der Arbeitslohn gezahlt wird. Der übliche Lohnzahlungszeitraum ist der Kalendermonat. Woche oder Tag sind kaum noch anzutreffen.
Für die Lohnabrechnung müssen die Arbeitstage im Kalendermonat und die auf Arbeitstage entfallenden Feiertage ermittelt werden.

Besonderheiten gibt es bei der Behandlung von Abschlagszahlungen.

Arbeitszeit
Die Arbeitszeit ist die meist in einem Manteltarifvertrag festgelegte Arbeitsdauer, die ein Arbeitnehmer im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses ableisten muss. Die regelmäßige tarifliche Arbeitszeit ist häufig als Wochenarbeitszeit festgelegt.

Die Arbeitszeit pro Tag muss nicht an allen Wochentagen gleich sein. Bei einer Wochenarbeitszeit von 38 Stunden könnte z. B. von Montag bis Donnerstag 8 Stunden und am Freitag nur 6 Stunden gearbeitet werden.


Umrechnung der Wochenarbeitszeit auf eine Monatsarbeitszeit:


Wochenarbeitszeit lt. Tarifvertrag Jahresarbeitszeit
(Wochenarbeitszeit x 52)
Monatsarbeitszeit
(Jahresarbeitszeit /12)
40 2.080 173,33
39 2.028 169,00
38 1.976 164,67
37 1.924 160,33
36 1.872 156,00
35 1.820 151,67
34 1.768 147,33
33 1.716 143,00
32 1.664 138,67
31 1.612 134,33
30 1.560 130,00 

An verschiedenen Stellen finden sie als allein gültige Vorschrift zur Berechnung die Multiplikation mit 13 (anstelle von 52) und die anschließende Division durch 3 (anstelle von 12). Hier wurden beide Werte nur gekürzt (Division durch 4). Es kommt in jedem Fall das gleich raus.

Die Arbeitszeit des einzelnen Arbeitnehmers kann der tariflichen Arbeitszeit entsprechen, geringer (bei Teilzeitarbeit) oder höher (leitende Angestellte) sein. Diese Arbeitszeit nennt man individuelle regelmäßige Wochenarbeitszeit (IRWAZ).

Die Umrechnung der Wochenarbeitszeit in eine Monatsarbeitszeit kann auch mit einem festen Wochenfaktor erfolgen. Je nach Tarifvertrag unterscheidet sich der Wochenfaktor für die Berechnung. Beispiele:

Branche / Geltungsbereich          Wochenfaktor          Tagesfaktor
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
in der ab 1. Januar 2009 gültigen Fassung      4,348
(§ 24 Abs. 3 TVöD)  21,74
(5 Tage x 4,348)
Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie   4,35    21,75 (5 Tage x 4,35)
Lohnsteuer-Richtlinie        4,35    21,75 (5 Tage x 4,35)
Berechnung des Wochenfaktors:

Grobe Berechnung: 52 Wochen / 12 Monate = 4,333333

Unter Einbeziehung von 400 Jahren (wegen der Schaltjahre) ergibt sich:
400 Jahre * 365 Tage/Jahr = 146.000 Tage
+ 100 Schalttage (Die durch 4 teilbaren Jahre erhalten zusätzlich einen Schalttag)
- 4 Schalttage (Die durch 100 teilbaren Jahre bekommen diesen Schalttag wieder weggenommen)
+ 1 Schalttag (Bei den durch 400 teilbaren Jahren wird der Schalttag wieder zugefügt)
= 146.097 (Tage in 400 Jahren)
/ 400 Jahre
/ 12 Monate
/ 7 Tage
= 4,348125 (exakter Wochenfaktor)

gerundet: 4,348 oder 4,35

Zur Berechnung des laufenden Arbeitsentgelts müssen wir die Arbeitszeit folgendermaßen gliedern:

Arbeitsstunde (Normalarbeitszeit)
Überstunden/ Mehrarbeitsstunden
Sonntagsstunden bei Arbeit an Sonntagen
Feiertagsstunden bei Arbeit an Feiertagen
Nachtarbeitsstunden
Gesetzliche Regelungen zur Arbeitszeit
Nach § 3 Arbeitszeitgesetz darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Werktage sind die Tage von Montag bis Samstag. Das Arbeitszeitgesetz geht damit von einer regulären Wochenarbeitszeit von maximal 48 Stunden aus.

Bei einer 5-Tage-Woche wäre ebenfalls eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von bis zu 48 Wochenstunden möglich. Es könnten z. B. an 4 Tagen je 10 Stunden und an einem Tag 8 Stunden gearbeitet werden.

Die maximale Wochenarbeitszeit nach dem Arbeitszeitgesetz wären 60 Stunden (6 Tage zu jeweils 10 Stunden). Das ist jedoch nur mit dem oben angesprochenem Ausgleich möglich.

Abwesenheitszeit
Für bestimmte Zeiten hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Lohnfortzahlung:

Feiertage (wenn der Feiertag auf einen Arbeitstag fällt und nicht gearbeitet wird)
Urlaubstage
Kranktage
Arbeitsverhinderung (§ 616 BGB)
Überblick zur Lohnfortzahlung

Fristlose Kündigung bei Arbeitszeitbetrug
Wer falsche Angaben über seine Arbeitszeit macht, kann fristlos gekündigt werden. Dazu gibt es ein Urteil des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 18.03.2009 (7 Sa 735/08). Auszug aus dem Urteil:

Die am 14.07.1956 geborene, verwitwete Klägerin war seit dem 08.08.1975 als Werkstattschreiberin bei der Beklagten, die mit in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmern ausschließlich der Auszubildenden in A-Stadt Bremssättel produziert, gegen Zahlung eines monatlichen Arbeitsentgeltes in Höhe von 2.652,00 € brutto beschäftigt. Zu ihren Arbeitsaufgaben gehörte es, als Zeitbeauftragte die mitarbeiterbezogene Zeitwirtschaft im SAP-System der Beklagten zu bearbeiten. Dabei hatte sie Zugriffsrechte auf Zeitkonten von insgesamt etwa 250 Mitarbeitern - darunter auch auf ihr eigenes Zeitkonto -, deren Zeitdaten bei fehlenden Stempelungen manuell nachgepflegt werden oder bei besonderem Anlass geändert oder ergänzt werden mussten.
....
Die Ermittlungen der Beklagten haben unstreitig ergeben, dass unter dem Benutzernamen der Klägerin ("TRFE 39") deren Arbeitszeitdokumentation während des Zeitraums vom Januar 2007 bis Juli 2008 in 82 Fällen rückwirkend zu ihren Gunsten durch manuelle Eingaben in das Zeiterfassungssystem verändert wurden (vgl. zu den Einzelheiten die Übersicht der manuell erfolgten nachträglichen Veränderungen; Bl. 78 f. A.). Dabei wurden nicht nur Arbeitsbeginn und -ende an Anwesenheitstagen der Klägerin verändert; vielmehr wurde an vier Arbeitstagen (an den sogenannten Gleitzeittagen vom 24.07.2007, 18.04.2008, 23.05.2008 und 05.06.2008) durch Eintragen von Arbeitsbeginn und -ende eine Anwesenheit und damit nicht existente Arbeitszeiten der Klägerin vorgetäuscht.
....
Im Rahmen der durchzuführenden Interessenabwägung überwiegt das Interesse der Beklagten an der sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses das Interesse der Klägerin an dessen Fortsetzung zumindest bis zum Ablauf der siebenmonatigen Kündigungsfrist. Zu Gunsten des Fortsetzungsinteresses der Klägerin war zu berücksichtigen, dass diese als 52jährige Frau es nach Verlust des Arbeitsplatzes schwer haben wird, wieder Arbeit zu finden. Des Weiteren war zu beachten, dass sie bereits seit dem 08.08.1975 mithin über 30 Jahre bei der Beklagten beschäftigt ist und es bis auf den streitgegenständlichen Kündigungsgrund nicht zu Beanstandungen der Beklagten kam.
....
Unabhängig hiervon wurde aber durch die aufgetretenen Unregelmäßigkeiten das Vertrauensverhältnis zwischen den Arbeitsvertragsparteien generell so gestört, dass die Klägerin auch nicht auf einem anderen Arbeitsplatz weiter beschäftigt werden konnte. Dies war der Beklagten, angesichts der hohen Anzahl von Arbeitszeitmanipulationen während eines relativ kurzen Zeitraumes nicht zumutbar.
Die fristlose Kündigung hatte vor Gericht Bestand.

Dienstag, 14. November 2017

Little Technik

Diese Variation des Brainstormings ist besonders gut einsetzbar In Gruppen die Widerstände haben gegen ein Thema oder aber auch an einer Art ,,Kreativitätstechnik-Erschöpfung” leiden.

Die Methode ermöglicht durch Negation und Verfremdung zunächst ein “Dampf ablassen” und Destruktivsein, das im Ablauf zu konstruktiven Ideen führt. Eine Fragestellung, zu dem ein Brainstorming erfolgen soll, wird durch eine Metapher ersetzt und dann negiert. 

Beispiel: Thema “Was muss ein Team tun, um seine Ziele zu erreichen?” Metapher: Fußballmannschaft. Negierung: “Was muss eine Fußballmannschaft tun, um auf keinen Fall Tore zu schießen’” Nun werden die Teilnehmenden gebeten eine vielleicht zunächst ungewöhnliche Frage zu beantworten. Jeder Beitrag zählt und wird nicht bewertet. 1. Was muss eine Fußballmannschaft tun, um auf keinen Fall Tore zu schießen? Sammeln der Ideen auf Flipchart-Papier. 1m Anschluss werden alle gebeten folgende Frage zu beantworten 2. Was muss eine Fußballmannschaft tun, damit sie auf jeden Fall Tore schießt?” Wieder sammeln der Ideen unter Einbezug der Idee der ersten Frage. Dann wird die Brücke zur eigentlichen Frage geschlagen mit der 3. und letzten Frage: 3. “Was muss ein Team tun, um auf jeden Fall seine Ziele zu erreichen. Bei dieser Frage werden die Ideen der ersten zwei Fragen miteinbezogen. Aufgrund dessen können weitergehende Ideen gefunden werden als im klassischen Brainstorming. 

Wichtige beim Einsatz dieser Methode ist die Gewinnung der Teilnehmenden für dieses Vorgehen, das als Experiment eingeführt werden kann, mit der Bitte Ideen beizusteuern. 

Hier nun unsere Aufgabenergebnisse vom 23. August 2012 

Wie kann ich meine Bewerbung versauen!

Falsche Anschrift
Name des Ansprechpartners falsch nennen
Falsche Angaben im Lebenslauf
Unvollständiger Lebenslauf
Vertauschen der Adressen
Unterschrift vergessen
Falsches Format des Papiers
Kein farbiges Papier
Falsche Formatierung der Dokumente
Falsche Rechtschreibung
Keine Sauberkeit in der Bewerbung
Falten im Papier
Gehaltvorstellungen überziehen
Unpassende Arbeitszeiten angeben
Verweigerung von Schichtarbeit
Aussage ich habe keinen Führerschein
Kein Passbild
Falsches Passbild
Keine Unterlagen versenden
Handgeschrieben evtl. noch unleserlich
Falsche Anrede
Falsches Datum
Nicht nach DIN verfasst
Fälschung der Zeugnisse
Keine Zeugnisse mit versenden
Angabe von falschen Tittel
Keine Bewerbungsmappe
Anrede mit „DU“
Große Lücken im Lebenslauf

Wie kann ich das Vorstellungsgespräch versauen?

Ungepflegtes Äußeres
Rauchen
Betrunken sein
Namen falsch nennen
Zu spät kommen
Schmutzige Kleidung
Dazwischen Reden
Sonnenbrille nicht absetzen
Politisch unkorrekt auftreten
Undeutliches Reden
Gar nicht Reden
Nicht Antworten
Nervöses „auf die Uhr schauen“
Frage nach Bewirtung
Direkte Frage nach dem Verdienst am Anfang
Unruhige Bewegungen
Ohne Aufforderung aufstehen und herumlaufen
Krankmeldung mitbringen
Mitbringen von Kindern und Haustieren
Kein Anstand
Handy eingeschaltet haben
Zu laut sprechen
Zu leise reden
Auf eigene Krankheiten hinweisen
Zu hohe Gehaltsansprüche
Zu hohe Urlaubsansprüche
Verweigerung von Überstunden
Anfangen über Politik, Sport und Religion zu reden
Unfreundlich sein
Aufgedonnert erscheinen
Nicht überparfümiert sein
Einkaufstüte von der Konkurrenz mitbringen
Schreibtisch des Chefs ordnen

Wir kann ich innerhalb der ersten Woche rausfliegen?

Zu spät kommen
Betrunken erscheinen
Krankenschein bringen
Einfach fehlen
Arbeitsverweigerung
Pausen überziehen
Rauchen am Arbeitsplatz
Unerlaubtes Entfernen vom Arbeitsplatz
Vorgesetztem Wiedersprechen
Alkohol während der Arbeitszeit
Fehlende oder falsche Sicherheits- bzw. Arbeitskleidung
Private Telefonate
Streiten
Beim Vorgesetzen dazwischenreden
Arbeitsablauf stören
Arbeitsmaterial zerstören
Unqualifiziertes Arbeiten
Spielen am PC
Surfen am PC
Mangelhafte Leistungen am Arbeitsplatz
Handgreiflichkeiten
Sex am Arbeitsplatz
Die Arbeitszeiten nicht einhalten
Stempelkartenbetrug
Kein Anstand
Lästern über Personen und die Firma
Mobben
Sexuelle Belästigung
Duzen
Nicht Grüßen
Einfach Pause machen
Streiten
Fehlen ohne Krankenschein
Unfreundlich sein
Frage nach Vorschuss
Zu langsam Arbeiten
Diebstahl
Rassismus
Lügen

Nun das positive Ergebnis:


Was muss ich bei meiner Bewerbung beachten!

Die Anschrift auf Richtigkeit überprüfen
Name des Ansprechpartners richtig nennen
Richtige Angaben im Lebenslauf machen
Vollständigen Lebenslauf abliefern
Auf keine Fall die Adressen vertauschen
Nie die Unterschrift vergessen
Kein falsches Format des Papiers verwenden
Kein farbiges Papier verwenden
Auf richtige Formatierung der Dokumente achten
Richtige Rechtschreibung
Sauberkeit in der Bewerbung
Keine Falten im Papier
Nie die Gehaltvorstellungen überziehen
Keine Unpassende Arbeitszeiten angeben
Aussage ich habe keinen Führerschein nur auf Anfrage
Ein schönes Passbild abgeben
Ein aktuelles Passbild abgeben
Unterlagen vollständig versenden
Keine handgeschrieben Anschreiben abgeben
Richtige Anrede wählen
Auf richtiges Datum achten
Unterlagen nach DIN verfassen
Nie Zeugnisse Fälschen
Zeugnisse mit versenden
Anrede mit „DU“ unterlassen
keine Lücken im Lebenslauf

Wie kann ich das Vorstellungsgespräch bestehen?

Gepflegtes Äußeres
Nicht Rauchen
Nicht Betrunken sein, kein Alkohol
Sich den Namen merken und richtig aussprechen
Zur rechten Zeit kommen
Saubere Kleidung haben
Nicht dazwischen Reden
Sonnenbrille vorher absetzen
Politisch korrekt auftreten
Deutlich Reden
Beredet sein
gerne Antworten
kein Nervöses „auf die Uhr schauen“
nie die Frage nach der Bewirtung stellen
Die Frage nach dem Verdienst erst auf Anfrage stellen
Ruhige Bewegungen
Nie ohne Aufforderung aufstehen und herumlaufen
Auf keinen Fall Krankmeldung mitbringen
Mitbringen von Kindern und Haustieren geht gar nicht
Haben Sie Anstand
Handy ausgeschaltet haben
Nie zu laut sprechen
Nie zu leise reden
Nur auf Anfrage auf eigene Krankheiten hinweisen
Keine zu hohen Gehaltsansprüche
Keine zu hohe Urlaubsansprüche
Keine Verweigerung von Überstunden
Nicht anfangen über Politik, Sport und Religion zu reden
Freundlich sein
Nicht Aufgedonnert erscheinen
Nicht überparfümiert sein
Nie die Einkaufstüte von der Konkurrenz mitbringen
Nie den Schreibtisch des Chefs ordnen

Wir kann ich innerhalb der ersten Woche bestehen?

Nie zu spät kommen
Nie betrunken erscheinen
Keinen Krankenschein bringen
Nie einfach fehlen
Keine Arbeitsverweigerung
Keine Pausen überziehen
Kein Rauchen am Arbeitsplatz
Nie Unerlaubt  den Arbeitsplatz verlassen
Vorgesetzten nicht Wiedersprechen
Niemals Alkohol während der Arbeitszeit
Die Passende Sicherheits- bzw. Arbeitskleidung anhaben
Niemals private Telefonate
Nicht Streiten
Beim Vorgesetzen nicht dazwischenreden
Arbeitsablauf nicht stören
Arbeitsmaterial nicht zerstören
Qualifiziertes Arbeiten
Nie spielen am PC
Nie surfen am PC
gute Leistungen am Arbeitsplatz erbringen
Nie Handgreiflichkeiten
Nie Sex am Arbeitsplatz
Die Arbeitszeiten einhalten
Keinen Stempelkartenbetrug
Anständig sein
Niemals über Personen und die Firma lästern
Nie Mobben
Nie Sexuelle Belästigen
Nicht Duzen
Grüßen Sie freundlich
Pause machen wenn Pause ist
Nie Streiten
Nie Fehlen ohne Krankenschein
Nie Unfreundlich sein
Fragen Sie nicht nach einem Vorschuss
zügiges Arbeiten
Diebstahl geht gar nicht
Niemals Rassismus üben
Gar nie Lügen


Frei nach Quelle www.lehridee.de






Montag, 13. November 2017

Beispiele für sachliche Beschreibungen

Heute ein paar Formulierungen, mit denen Sie sachlich beschreiben können:
  • Ich verfüge über Computerkenntnisse in den Programmen …,… und …
  • Am Projekt … habe ich mitgearbeitet.
  • In einer meiner Sonderaufgaben war ich mit der Umsetzung von Masnahmen im Bereich … betraut.
  • Ich habe … und … organisiert.
  • Meine besonderen Erfahrungen liegen in den Bereichen …, und …
  • Im Rahmen einer Vertretung habe ich auch die Bereiche …und … kennen gelernt.
  • Ich habe mich schwerpunktmäsig mit … und … beschäftigt.
  • In meiner Tatigkeit als … war ich überwiegend für … und …zuständig.
  • Verantwortlich war ich für … und …
  • Bei meinem vorletzten Arbeitgeber habe ich mich auch intensiv mit … auseinandergesetzt.
  • Zusätzlich bin ich auch mit den Aufgaben eines … betraut worden.
  • In einer Weiterbildung habe ich meine Kenntnisse im Bereich … aufgefrischt.
  • Durch meine Erfolge in den Bereichen … und … konnte ich zum … aufsteigen.

Beispiele aus:
PÜTTJER & SCHNIERDA
Ihre erfolgreiche
Initiativbewerbung

Freitag, 10. November 2017

Mindmapping


Denken ist ein komplexer Prozess. Um Synergieeffekte zwischen beiden Gehirnhälften besser zu nutzen, entwickelte der Engländer Tony Buzan in den Siebzigerjahren die so genannten Mindmaps oder Gedankenlandkarten. Im Gegensatz zu linearen To-Do-Listen werden Gedanken hierbei bildhaft, in einer Art Baumstruktur aus Schlüsselworten zusortiert. Im Grunde ein alter Hut. Schon der griechische Rhetoriker Simonides kannte um 500 v. Chr. die so genannte Mnemotechnik. Dabei werden Redeninhalte mit Orten, Bildern oder Gegenständen im Vortragsraum gedanklich verknüpft. Schreitet man diesen Raum während der Rede vor dem geistigen Auge ab, kommt man komplett ohne Manuskript aus. Der spanische Philosoph Ramon Llull verband im 13. Jahrhundert Wort und Bild zu einer Art Wissensbaum. Mindmapping setzt jedoch noch einen Schritt früher an: Es soll helfen, Gedanken zu erkennen und zu strukturieren.

Beschreiben Sie das unlinierte (!) Papier im Querformat. So wird die Dominanz der linken Hirnhälfte (hierarchische Struktur: oben/unten) aufgebrochen. Entsprechend beginnt die Zeichnung in der Blattmitte – mit einem einprägsamen Symbolbild für das Projekt.

Davon ausgehend zweigen Ihre Assoziationen wie Äste ab. Diese Unterpunkte werden mit dem Zentralmotiv per Linien verbunden. Auch von diesen Schlüsselbegriffen gehen Exkurse oder Unterkapitel ab, bis eine Art Baumkrone entsteht, von der ringförmig Gedanken ausstrahlen. Benutzen Sie nur Schlagworte, keine Sätze! Und schreiben Sie diese in Versalien, so wird die rechte Hirnhälfte stimuliert, weil sie diese als Bild, nicht als Wort erkennt.




Um die Übersicht zu erhöhen, empfehlen Profis Farben zu verwenden. Sie verbinden zusammenhängende Gedanken. Ebenso helfen Symbole oder Pfeile.

Die mehrdimensionale Darstellung hat mehrere Vorteile: Komplexe Aufgaben werden in übersichtlichere Einzelteile zerlegt. Unwichtiges kann von Wichtigem (später durch dicken Pfeil kenntlich machen) sofort unterschieden werden. Die Gedächtniskarte offenbart aber auch Lücken: Wozu gibt es viele Gedanken? Was wurde wenig durchdacht?

Diese Ideenlandkarten lassen sich auf Papier malen – oder inzwischen auch sehr leicht durch webbasierte Programme. Eine dieser Anwendungen ist xMind.

Quelle www.karrierebibel.de

Donnerstag, 9. November 2017

Die Pinguin-Geschichte oder: Wie man sich in seinem Element fühlt

von Dr. Eckart von Hirschhausen

Diese Geschichte ist mir tatsächlich passiert. Ich war als Moderator auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert. Da denkt jeder: „Mensch toll! Luxus!“ Das dachte ich auch. Bis ich auf dem Schiff war. Was das Publikum angeht, war ich auf dem falschen Dampfer. Die Gäste an Bord hatten sicher einen Sinn für Humor, ich hab ihn nur in den zwei Wochen nicht gefunden. Und noch schlimmer: Seekrankheit hat keinen Respekt vor der Approbation. Kurzum: ich war auf der Kreuzfahrt kreuzunglücklich.

Endlich! Nach drei Tagen auf See, fester Boden. „Das ist wahrer Luxus!“ Ich ging in einen norwegischen Zoo. Und dort sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich hatte Mitleid: „Musst du auch Smoking tragen? Wo ist eigentlich deine Taille? Und vor allem: hat Gott bei dir die Knie vergessen?” Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion.

Dann sah ich noch einmal durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang „mein“ Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht. Wer je Pinguine unter Wasser gesehen hat, dem fällt nix mehr ein. Er war in seinem Element! Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit einem Liter Sprit käme der umgerechnet über 2500 km weit! Sie sind hervorragende Schwimmer, Jäger, Wasser-Tänzer! Und ich dachte: „Fehlkonstruktion!“

Diese Begegnung hat mich zwei Dinge gelehrt. Erstens: wie schnell ich oft urteile, und wie ich damit komplett daneben liegen kann. Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, ob das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt.

Wir alle haben unsere Stärken, haben unsere Schwächen. Viele strengen sich ewig an, Macken auszubügeln. Verbessert man seine Schwächen, wird man maximal mittelmäßig. Stärkt man seine Stärken, wird man einzigartig. Und wer nicht so ist, wie die anderen sei getrost: Andere gibt es schon genug!

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich das Krankenhaus gegen die Bühne getauscht habe. Meine Stärke und meine Macke ist die Kreativität. Das heißt, nicht alles nach Plan zu machen, zu improvisieren, Dinge immer wieder unerwartet neu zusammen zu fügen. Das ist im Krankenhaus ungünstig. Und ich liebe es, frei zu formulieren, zu dichten, mit Sprache zu spielen. Das ist bei Arztbriefen und Rezepten auch ungünstig. Auf der Bühne nutze ich viel mehr von dem was ich bin, weiß, kann und zu geben habe. Ich habe mehr Spaß, und andere haben mit mir mehr Spaß. Live bin ich in meinem Element, in Flow!

Menschen ändern sich nur selten komplett und grundsätzlich. Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe. Also nicht lange hadern: Bleib als Pinguin nicht in der Steppe. Mach kleine Schritte und finde dein Wasser. Und dann: Spring! Und Schwimm!

Und du wirst wissen, wie es ist, in Deinem Element zu sein.