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Montag, 19. Februar 2018

Zu dick für den Job?


Stark übergewichtige Menschen haben bei Bewerbungen schlechte Karten. Das zeigt eine aktuelle Studie. Bei einem Foto-Experiment unterschätzten Personalentscheider die korpulenten Kandidaten drastisch, Führungsfähigkeiten traute ihnen fast niemand zu - schon gar nicht fülligen Frauen.

Echte Profis in Personalabteilungen meiden Küchenpsychologie bei der Bewerberauswahl. Von Vorurteilen sollten sie sich erst recht frei machen können. Das Körpergewicht etwa verrät ja gar nichts über berufliche Kompetenzen. Dennoch kann die Karriere an den Kilos scheitern. Eine neue Studie eines Tübinger Forscherteams zeigt, wie schnell dicke Bewerber im Abseits landen: Übergewichtige werden von den Verantwortlichen ungern eingestellt und stark unterschätzt.

Die Wissenschaftler hatten 127 erfahrenen Personalentscheidern Bilder von angeblichen potentiellen Bewerbern vorgelegt und ihnen dazu mehrere Fragen gestellt. Besonders ausgeprägt waren die Vorbehalte gegenüber übergewichtigen Frauen, ergab die Auswertung. Ein zu hohes Körpergewicht ist demnach eine bisher vernachlässigte Ursache für eine Diskriminierung oder sogar Stigmatisierung auf dem Arbeitsmarkt, so das Fazit der Wissenschaftler um Katrin Giel von der Universität Tübingen.

Auf den Bildern waren jeweils nur die mit einheitlichen weißen T-Shirts bekleideten Oberkörper von zwölf Personen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren zu sehen, darunter sechs Männer und sechs Frauen. Jeweils zwei der abgebildeten Männer und Frauen waren stark übergewichtig. Von den acht Normalgewichtigen hatten vier einen Migrationshintergrund. Diese Kandidaten habe man dazugenommen, um zu verschleiern, dass es in der Studie ausschließlich um das Körpergewicht ging, erläutern die Wissenschaftler.

Zuerst ordneten die Entscheider den Kandidaten Berufe zu. Zur Auswahl standen Arzt, Architekt, Optiker, Einzelhändler, Pförtner und Reinigungskraft. Im zweiten Schritt sollten sie angeben, wen von den Abgebildeten sie auf keinen Fall einstellen würden. Und schließlich sollten sie aus sechs Kandidaten, im Versuch alle gleich gut qualifiziert, jene drei aussuchen, die sie für eine Abteilungsleiterposition in die engere Wahl ziehen würden.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Übergewichtigen, speziell die Frauen, schnitten in allen Bereichen schlecht ab. Nur zwei Prozent der Personaler ordneten den adipösen Frauen einen prestigeträchtigen Beruf wie Ärztin oder Architektin zu - bei den normalgewichtigen Frauen waren es mehr als 43 Prozent. Zudem trauten gerade mal sechs Prozent ihnen zu, bei einer Bewerbung um eine Abteilungsleiterstelle in die engere Wahl gekommen zu sein. Auch übergewichtige Männer wurden diskriminiert, allerdings nicht ganz so stark wie die Frauen.

Ebenfalls bemerkenswert: Die Personalentscheider schätzten die Karrierechancen von Dicken sogar erheblich geringer ein, als es die Realität des deutschen Arbeitsmarktes hergibt. Der tatsächliche Anteil übergewichtiger Männer in prestigeträchtigen Berufen ist mehr als fünfmal so hoch wie die Schätzungshäufigkeit in unserem Experiment, bei Frauen sogar fast achtmal.

Dieses Ergebnis ist erschreckend, denn Personaler sind in der Regel viel besser als der Normalbürger ausgebildet, unabhängig von Vorurteilen zu entscheiden. Ihnen standen für die Einschätzung der Kandidaten ausschließlich die Fotos zur Verfügung; in realen Bewerbungsverfahren dagegen zählen viele verschiedene Faktoren. Aber gerade die isolierte Betrachtung sehr gut die unbewusst vorhandenen Vorurteile von Personalentscheidern gegenüber Adipösen wieder.

Die Untersuchung ist jetzt in einem Fachjournal erschienen. Die Erfahrung von Benachteiligungen führt den Forschern zufolge zu einer Stigmatisierung. Und die animiere Übergewichtige nicht etwa zum Abnehmen - im Gegenteil: Sie fördere das klassische Frustessen und verhindere die Teilnahme an gewichtsreduzierenden Aktivitäten. Das hätten bereits mehrere Studien gezeigt.

Zu ganz ähnlichen Ergebnissen wie die Tübinger Wissenschaftler waren kürzlich australische Forscher gekommen, die allerdings Studenten statt Personaler befragten. Auf fingierte Lebensläufe klebten sie Fotos von fettleibigen Frauen. Die Bilder entstanden vor und nach Operationen zur Magenverkleinerung; sie zeigten teils stark Über-, teils Normalgewichtige. Bei den Fragen nach den Karrierechancen wie nach dem Führungspotential schnitten dicke Frauen miserabel ab. Und je attraktiver die Studenten sich selbst fanden, desto größer waren ihre Vorurteile.

Wie stark der Faktor Attraktivität Bewerbungen beeinflusst, belegen auch andere Untersuchungen. Für Kandidaten mit ausländischen Namen kann das ebenso gelten - auch sie fliegen schnell aus dem Rennen, wie vor zwei Jahren eine Studie Konstanzer Forscher ergab.

Quelle www.spiegel.de

Freitag, 16. Februar 2018

Suche Mitarbeiter zwischen 25 und 35 Jahren


Sucht eine Firma nur "Mitarbeiter zwischen 25 und 35 Jahren", können gescheiterte Bewerber klagen - sogar, wenn niemand eingestellt wird, entschied das Bundesarbeitsgericht. Auch in anderen Fällen müssen Unternehmen sich bei ihren Annoncen in Acht nehmen.

Mit diskriminierenden Stellenausschreibungen gehen Arbeitgeber ein hohes Klagerisiko ein. Selbst wenn sie am Ende die Stelle gar nicht besetzen, sind sie keineswegs aus dem Schneider - abgelehnte Kandidaten können trotzdem klagen. Das zeigt ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts.

Im Streitfall hatte ein Unternehmen im Juni 2009 per Stellenausschreibung zwei IT-Mitarbeiter "im Alter zwischen 25 und 35 Jahren" gesucht. Ein älterer IT-Spezialist, Jahrgang 1956, hatte sich dennoch beworben und erhielt keine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Die Firma führte Gespräche mit anderen Kandidaten, verzichtete schließlich aber auf die Besetzung der Stellen.

Vor Gericht argumentierte der 53-jährige Bewerber, er sei wegen seines Alters benachteiligt worden. Er forderte eine Entschädigung von rund 26.000 Euro und hatte zunächst keinen Erfolg. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg wies die Klage allein mit der Begründung ab, die Firma könne gar nicht gegen das Benachteiligungsverbot verstoßen haben, weil ja auch kein anderer, jüngerer Bewerber zum Zug kam. Ob der Interessent objektiv für den Job geeignet sei, könne "daher dahinstehen".

Das sah das Bundesarbeitsgericht anders. Eine Diskriminierung könne auch vorliegen, wenn letztlich gar kein Bewerber eingestellt wurde. Daher komme eine Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Betracht, so die Erfurter Richter. Der Fall geht zurück an die Vorinstanz: Nun muss das Landesarbeitsgericht erneut prüfen, ob der Kläger für den Job geeignet war, aber tatsächlich wegen seines Alters nicht genommen wurde (Aktenzeichen 8 AZR 285/11).

"Arbeitsplatz in einem jungen Team"

Zurückgewiesen wurde dagegen kürzlich die Klage eines 59-jährigen Bilanzbuchhalters. Aus der Arbeitslosigkeit hatte er sich bei einem Autohaus beworben, das per Stellenanzeige einen "zukunftssicheren Arbeitsplatz in einem jungen motivierten Team" anbot. Ältere Bewerber seinen damit faktisch ausgeschlossen, so der Buchhalter. Wegen unzulässiger Altersdiskriminierung forderte er eine Entschädigung in Höhe von drei Monatsgehältern, mindestens 7500 Euro.

Aus Sicht des Autohauses handelte es sich bei der "Junges Team"-Formulierung lediglich um eine werbende Selbstdarstellung. Selbstverständlich könnten auch ältere Arbeitnehmer beschäftigt werden; der Altersdurchschnitt in der Buchhaltung liege bei 47 Jahren. Der Bewerber habe die Absage erhalten, weil er offensichtlich nicht an der Stelle interessiert gewesen sei: Er habe einen ungeordneten Lebenslauf übersandt, durch den sich der Personalsachbearbeiter erst einmal habe "wühlen" müssen.

Die Argumente überzeugten das Landesarbeitsgericht Nürnberg. Hier sei das Alter keine Einstellungsvoraussetzung gewesen, und die Absage müsse der Interessent sich selbst zuschreiben: Ein "völlig nichtssagendes" Anschreiben, 38 DIN-A4-Seiten als Anlage - das deute nicht auf strukturiertes Arbeiten hin, wie es für Finanzbuchhalter erforderlich sei (Aktenzeichen 2 Sa 574/11).

"Geschäftsführer gesucht"

Es ging um eine Stellenanzeige mit der Überschrift "Geschäftsführer zum nächstmöglichen Eintrittstermin gesucht für mittelständisches Logistik-, Transport- und Umzugsunternehmen". Nach ihrer abgelehnten Bewerbung forderte eine Frau 25.000 Euro Entschädigung, weil sie wegen ihres Geschlechts benachteiligt worden sei.

Die Richter in zweiter Instanz sprachen ihr 13.000 Euro zu: Dass es sich nicht um Diskriminierung handele, müsse hier das Unternehmen beweisen, habe jedoch die Auswahlkriterien nicht dargelegt.

Einen pauschalen Anspruch, dass Firmen ihre Bewerbungsverfahren offenlegen, gibt es nicht. Das hatte der Europäische Gerichtshof im April entschieden, nach einem fünfjährigen Rechtsstreit zwischen einer Software-Firma und einer Informatikerin russischer Herkunft. Bei konkreten Anhaltspunkten für Diskriminierung müssen Arbeitgeber allerdings schon schlüssig begründen, dass ihre Entscheidung korrekt und keine Benachteiligung ist.

Quelle www.spiegel.de

Donnerstag, 15. Februar 2018

Körpersprache: Den Personaler “wortlos überzeugen”


Besonders bei hart umworbenen Stellen kann die falsche Körpersprache zum K.O.- Kriterium werden. Aber wie wichtig sind die Körpersignale?

Psychologischen Studien zufolge entfallen 55 Prozent des ersten persönlichen Eindrucks auf Körpersprache und Gestikulation. Weitere 38 Prozent werden dem Sprechen, etwa der Stimmlage und Artikulation, beigemessen. Der Inhalt des Gesagten hätte demnach nur einen Anteil von sieben Prozent. Nun soll der Bewerber im Vorstellungsgespräch natürlich zu allererst durch seine Qualifikationen und Inhalte glänzen. Und in der Theorie spielen auch nur diese Kriterien bei der Vergabe des Jobs eine Rolle. Die Realität sieht etwas anders aus: Zum einen kommt auf viele Stellen oft mehr als nur ein Bewerber. Sind die fachlichen Qualifikationen sehr ähnlich, ist der persönliche Eindruck dann der ausschlaggebende Punkt. Zum anderen werden die sogenannten Soft Skills für den Arbeitsuchenden immer wichtiger. Viele Unternehmen sehen diese nicht nur als Zusatz, sondern machen unter Umständen an ihnen die Vergabe des Jobs fest. Behauptet ein Bewerber also, stressresistent und konfliktfähig zu sein, kommt dann aber schon bei der ersten kritischen oder unzulässigen Nachfrage ins Schwitzen oder fängt an, nervös auf seinem Sitz herum zu rutschen, dann erweckt er Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit. Es gilt also, ein paar Grundregeln zu beachten.

Die richtige Haltung

In den meisten Vorstellungsgesprächen sitzen Bewerber dem Personaler direkt gegenüber. Zentral ist hierbei, verkrampftes Sitzen zu vermeiden, da dies das Stressempfinden unnötig befördert. Idealerweise hält man den Körper aufrecht und locker, die Schultern gerade und das Kinn leicht erhoben. Die Hände liegen dabei entspannt auf den Sitzlehnen, die Beine sind im besten Fall locker in Richtung des Personaler übereinandergeschlagen. Beachten sollte man dabei zum einen, dass die Haltung nicht zu steif ausfällt, um nicht den Eindruck permanenter Anspannung zu erzeugen. Zum anderen sollte man es vermeiden, sich zu weit vorn auf den Stuhl zu setzen und die Lehnen mit den Händen zu umklammern. Diese Haltung wird sonst als übermäßige Nervosität oder Mangel an Selbstvertrauen interpretiert. Ein weiteres Tabu sind verschränkte Arme und eine breitbeinige, “lümmelnde” Haltung, da dies schnell als Überheblichkeit oder Ablehnung gedeutet werden kann. Sich im Verlauf des Gespräches hin und wieder vorzulehnen, signalisiert dem Gegenüber hingegen Interesse und Aufmerksamkeit. Allerdings sollte man es dabei unterlassen, den Körperschwerpunkt zu sehr nach vorn zu verlagern oder sich gar auf den Tisch zu stützen und damit eventuell das “Revier” des Personaler zu verletzen.

Die richtige Gestik

Prinzipiell gilt: ist es wichtig, öffnende und harmonische Gesten zu verwenden und hektische oder nervöse Bewegungen zu vermeiden. Mit den Fingern auf der Lehne zu trommeln, einem Gegenstand zu spielen oder die Fäuste zu ballen ist ebenso unvorteilhaft wie sich ständig die Haare zurück zu streichen oder an der Kleidung zu zupfen. Gestiken oberhalb der Taille gelten als positiv. Grundsätzlich vermieden werden sollten Bewegungen in Richtung oder gar Berührung der Gesichtspartien. Wer sich ständig an die Nase fasst oder die Brille hochschiebt, signalisiert Unsicherheit und Nervosität. Sich das Kinn zu streicheln kann als Selbstgefälligkeit ausgelegt werden, ein Griff zum Ohrläppchen bedeutet sogar Ablehnung und Geringschätzung. Natürlich kann jedem Menschen einmal die Nase jucken. Ist dies aber nicht der Fall, sollte man die Hände am besten einfach entspannt auf der Stuhllehne zu lassen.

Die richtige Mimik

Seit jeher senden die Augen die wichtigsten und vielsagendsten Signale. Ein freundlicher, offener Blick zeigt Interesse und Sympathie. Starrt man jedoch auf den Boden oder an seinem Gegenüber vorbei, wird dies im besten Fall als Unsicherheit, im schlimmsten Fall als mangelndes Interesse ausgelegt. Auch der Mund verrät einiges. Weder ein schiefes Lächeln noch heruntergezogene Mundwinkel wirken besonders glaubwürdig. Wird gar nur ein Mundwinkel hochgezogen, kann dies sogar als Zynismus oder Arroganz gedeutet werden. Am besten versucht man also gar nicht erst zu schauspielern, da dies meistens nur die Konzentrationsfähigkeit verringert und sich kleine Ungereimtheiten unter Umständen unbemerkt negativ auswirken können. Stattdessen lieber ehrlich Emotionen zu zeigen und auch mal zu lachen, wenn dies angebracht ist, führt wiederum nur selten zu negativen Konsequenzen.

Die richtige Vorbereitung

Bewerber, die für eine Stelle echtes Interesse hegen, stellen sich meist selbst die Weichen für einen gelungenen Auftritt, da ihre Begeisterung oft ganz von selbst in einer lebendigen Gestik und positiven Mimik zum Ausdruck kommt. Ein Bewerber sollte sich daher unbedingt mental auf sein Vorstellungsgespräch vorbereiten. Eine positive Grundhaltung und Vorfreude auf den Termin sorgen automatisch dafür, dass der Körper die richtigen Signale sendet. Zudem schadet es auch nichts, sich mit der passenden Bekleidung auf einen Stuhl vor den Spiegel zu setzen und sich seine Wirkung ein wenig bewusster zu machen. So vorbereitet steht dem neuen Job dann nichts mehr im Wege!

Quelle www.praktika.de

Mittwoch, 14. Februar 2018

Kleidung zum Vorstellungsgespräch


Der erste Eindruck im Vorstellungsgespräch ist äußerst wichtig. Darum ist es von großer Bedeutung, eine angemessene Kleidung für das Vorstellungsgespräch zu wählen. Die größte Schwierigkeit dabei ist wohl, ein formelles Outfit zu wählen, das ordentlich sitzt, in dem man sich gleichzeitig wohlfühlt, sich aber nicht verkleidet vorkommt und das man trotzdem mit einer individuellen Note versieht. Mit folgenden Faustregeln kann jedoch kleidungstechnisch nichts schief gehen…

Wählen Sie formelle Kleidung, in der Sie sich trotzdem wohlfühlen. Fühlt man sich gänzlich unwohl in einem Anzug, geht inzwischen auch eine dunkle, ordentliche (!) Jeans mit Hemd und Sakko beim Vorstellungsgespräch durch.
Anzug, Kostüm oder Hosenanzug in gedeckten Farben sind gang und gäbe. Mit dieser Kleidung kann man nichts verkehrt machen.
Individuelle Note durch Accessoires wie Krawatte, Schmuck, Tuch – aber nicht zu überladen, man sollte nicht glitzern wie ein Weihnachtsbaum.
Die Kleidung sollte qualitativ etwas hochwertiger sein – keine Panik, eine Designer-Schau ist hierbei jedoch nicht von Nöten. Trotzdem: Qualitativ hochwertige Kleidung unterstützt das Selbstbewusstsein und erweckt einen kompetenten Eindruck.
Vor allem sollte die Kleidung eines sein: sauber und gebügelt.

Welches Outfit für welche Position oder Branche?
Beim Vorstellungsgespräch ist auch die Kleidung wichtig.
Auf korrekte Kleidung sollte man beim Vorstellungsgespräch unbedingt achten.
Natürlich hängt das Outfit für das Vorstellungsgespräch auch von der Branche ab, in der man tätig ist: Kreative haben beispielsweise mehr Freiraum bei der Kleiderwahl als Bewerber für eine Position in der Bank. Generell kann man sagen, je mehr Kundenkontakt, desto dezenter und klassischer sollte die Kleidung ausfallen. Schließlich wird in manchen Branchen auch ein bestimmtes Erscheinungsbild der Mitarbeiter geradezu vorausgesetzt. Es geht beispielsweise wohl kaum jemand davon aus, dass Bankangestellte keinen Anzug bei ihrer Arbeitsstelle tragen müssen.

Im Allgemeinen sollte die Kleidung sich also nach der Branche und der angestrebten Position richten. Bei einer Position mit viel Kundenkontakt, wie bei der Versicherungs- oder Finanzbranche, sollte die Kleidung also dezent, klassisch und formell sein. Gleiches gilt für den Fall, dass man sich für eine Führungsposition bewirbt. Man kann hier sagen, je höher die angestrebte Position, desto eleganter und klassischer sollte der Kleidungsstil sein. Hier gehören dunkle, gedeckte Farben zur Kleiderordnung wie das Amen in der Kirche. Krawatte ist hier unbedingt Pflicht.

In Berufen, in denen wenig Kundenkontakt besteht, kann auch eine etwas legerere Kleidung getragen werden. So hat sich die Stoffhose und das unifarbene Hemd als Kleidung beim Vorstellungsgespräch weitgehend durchgesetzt. Generell ist also festzuhalten, beim Vorstellungsgespräch lieber etwas zu formell angezogen zu sein als zu leger. Sollte man das Glück haben, eingestellt zu werden, sollte man sich in der Kleiderfrage dann am besten an den Arbeitskollegen orientieren, um für den Arbeitsalltag adäquat gekleidet zu sein.

No-Gos

Auch wenn sich die Regeln, was die Kleidung fürs Vorstellungsgespräch betrifft, in den letzten Jahren etwas gelockert haben – z. B. ist eine Stoffhose mit Hemd oder Bluse in einigen Branchen durchaus etabliert – gibt es einige Bekleidungen, die als No-Go noch immer Geltung besitzen:

Bei den Männern:

Krawatten mit Comic-Aufdruck
Tennissocken unter dem Anzug
Kurze Hosen
Gemusterte Socken

Bei den Frauen:

Ohne Strumpfhosen aufzutauchen, nackte Beine gehören nicht zum Vorstellungsgespräch, auch im Hochsommer
Durchsichtige Stoffe, oder dunkle Unterwäsche unter heller Kleidung
Zu tief ausgeschnittene Dekolletés,
zu hohe Schlitze am Rock oder gar Minirock
Spaghetti-Top

Allgemein:

Bunte, grelle, stark gemusterte Kleidung vermeiden
Niemals barfuß bitte
Auffällige Piercings entfernen
Niemals Verstrubbelte, nicht sitzende Haare
Niemals Dreckige Schuhe

Quelle www.jobanzeigen.de