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Freitag, 21. April 2017

GUTES ARBEITSKLIMA

5 Dinge, die beliebte Kollegen richtig machen:

Manche Menschen haben die Gabe andere für sich zu begeistern

Sie mag einfach jeder, vom Sicherheitsmann an der Pforte, den Teammitgliedern und der Sekretärin bis zur Führungskraft – aber was ist bloß das Erfolgsgeheimnis beliebter Kollegen? Studien und Experten haben ein paar die Antworten!

1. Sie bitten um Gefallen

Ein Trick, der auch Benjamin-Franklin-Effekt genannt wird. Der Staatsmann bat einen Konkurrenten, ihm ein seltenes Buch auszuleihen. Geschmeichelt von seinem Interesse, willigte der Abgeordnete ein – der Beginn ihrer Freundschaft. Studien bestätigen: Menschen, denen wir einen Gefallen getan haben, sind uns besonders sympathisch.

2. Sie nörgeln nicht

„Wer Kollegen ständig vorjammert, wie sehr er seine Arbeit hasst, wird von anderen negativ wahrgenommen, zieht die Moral der ganzen Gruppe herunter und wird irgendwann gemieden“, erklärt Job-Experte Dr. Travis Bradberry aus San Diego/Kalifornien.

3. Sie tratschen auch mal

Fiese Gerüchte und Mobbing gehen gar nicht, aber eine englische Studie hat gezeigt: In der richtigen Dosierung fördert Klatsch im Büro den Teamgeist der Mitarbeiter. Wer Tratsch mit seinen Kollegen teilt, fühlt sich enger mit ihnen verbunden.

4. Sie zeigen Mitgefühl

Job-Experte Dr. Travis Bradberry ließ seine Firma die Forschungsdaten von über einer Millionen Menschen auswerten. Ergebnis: Die empathischen Mitarbeiter waren besonders beliebt.

5. Sie berühren andere

US-Wissenschaftler entdeckten: Wenn wir jemanden während eines Gesprächs kurz berühren, wird in seinem Gehirn Oxytocin freigesetzt. Der Neurotransmitter sorgt dafür, dass unser Gehirn das Gegenüber mit positiven Begriffen besetzt. Ein kurzes Schulterklopfen oder ein freundliches Händeschütteln genügen.


Donnerstag, 20. April 2017

Warum warme Worte wirken

Viele Mitarbeiter erhalten in Unternehmen zu wenig Lob Was sie tun können, um das zu ändern

„Das hast du gut gemacht“ – in deutschen Unternehmen hört das einer Umfrage zufolge nur jeder Zweite regelmäßig. Was können Mitarbeiter machen, wenn der Chef nicht genug lobt? Und warum kann auch die Firmenführung von warmen Worten profitieren?

Bevor der Chef im Mitarbeitergespräch mit der Kritik loslegt, leitet er das Gespräch mit ein paar anerkennenden Worten ein. Ein Lob für dies und das, um eine gute Stimmung zu schaffen und das Gegenüber für Kritik zu öffnen. Die Taktik ist allerdings leicht zu durchschauen und lässt das Lob zur wirkungslosen Floskel geraten. Damit ein Unternehmen gut funktioniert, brauchen Mitarbeiter aber regelmäßig Anerkennung. Wenn es der Chef nicht hinbekommt, sind die Kollegen selbst gefragt.

Anerkennung hilft Unternehmen

Die zeigten sich in einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Forum von 2014 wenig euphorisch. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten gab an, regelmäßig für gute Arbeit gelobt zu werden (48 Prozent). Welche Branche, wie groß das Unternehmen, ob Ost oder West, machte dabei kaum einen Unterschied. Ist das zu wenig? „Wir haben in Deutschland keine fürchterliche Unlob-Kultur“, sagt Jörg Felfe von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. „Aber sicherlich gibt es viel Spielraum nach oben, qualitativ und quantitativ.“ Aber warum ist ein Lob überhaupt so wichtig? Systematische Belohnung wirke sich positiv aus auf Leistung, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie auf ihre Verbundenheit zum Unternehmen, sagt Felfe. Umgekehrt könne mangelnde Wertschätzung Stress und Gereiztheit zur Folge haben. Diesen Zusammenhang zeigen Felfe zufolge psychologische Studien recht deutlich. „Die Wirkung von Lob lässt sich sogar neurologisch nachweisen.“ Lob und Anerkennung entfalten danach eine ähnliche Wirkung wie Geldprämien. Beim Loben kann allerdings einiges schieflaufen. Das beobachtet die Management-Trainerin Silke Anbuhl vom Deutschen Verband für Coaching und Training. Hebt der Chef einen Mitarbeiter ganz besonders hervor, könne das die anderen demotivieren. Grundsätzlich sei es daher besser, das Vier-Augen-Gespräch zu su chen. Es sei denn, es geht tatsächlich um eine außergewöhnlich gute Leistung. Bei einer Teamarbeit sollte der Chef seine Anerkennung gegenüber allen Beteiligten ausdrücken. Anbuhl warnt zudem davor, zu häufig Charaktereigenschaften zu loben. Anders als an Verhaltensweisen könne man daran wenig ändern. Gelobt werden sollte auch nicht erst nach Wochen, sondern möglichst bald. „Wenn es geht, durchaus noch am selben Tag“, sagt die Psychologin. Nach Ansicht von Felfe komme es vor allem darauf an, dass das Lob konkret sowie authentisch und damit ehrlich ist.

Feedback erwünscht

Wenn der Chef partout nicht loben will, sollten Mitarbeiter das Gespräch mit ihm suchen und das Lob einfordern, rät Anbuhl. Das lasse sich auch diplomatisch formulieren. „Man sollte sagen, dass man seine eigene Leistung nicht einschätzen kann und sich ein Feedback wünscht.“ Und zwar unabhängig von Mitarbeitergesprächen, die viele als abgedroschen empfänden. Manchmal nehmen Chefs auch einfach nicht wahr, dass sie zu selten Anerkennung aussprechen. „Führungskräfte glauben oft, dass sie häufiger loben, als sie das tatsächlich tun“, sagt Felfe. „Aus der Angst heraus, zu viel zu loben und Mitarbeitern dadurch den Ansporn zu nehmen, lassen sie es gleich ganz.“ Probleme mit dem Loben hätten außerdem Chefs, die einen freundschaftlichen Umgang mit ihren Mitarbeitern pflegten. „Loben bedeutet nämlich immer auch ein Stück weit, sich über den anderen zu stellen.“ Deshalb kann Felfe zufolge auch ein Lob unter Kollegen schwierig werden. Wenn ein Lob von jemandem komme, von dem man eh nichts annimmt oder der selbst nichts leistet, dann verpufft es. Trainerin Anbuhl hält Anerkennung auf Teamebene dennoch für wichtig. Über ein solches Lob aus unerwarteter Ecke seien Kollegen häufig sehr erfreut.


Quelle: von dpa-Mitarbeiterin Claudia Kornmeier, Trierischer Volksfreund vom 12.2.2016 

Mittwoch, 19. April 2017

Mein rätselhaftes Kind

Wie geht es meinem Sohn, wie geht es meiner Tochter? Eltern beantworten diese Frage verblüffend ungenau, sagen die Psychologinnen Belén López-Pérez und Ellie Wilson von der Universität von Plymouth in England. Schließlich sollte man eigentlich davon ausgehen, dass gerade Mütter und Väter wissen, wie sich ihre Kinder fühlen.

Die Forscherinnen erhoben bei insgesamt 357 spanischen Kindern und Jugendlichen die Lebenszufriedenheit. Dabei baten sie sowohl den Nachwuchs als auch dessen Eltern um eine Einschätzung. Und siehe da – die Urteile unterschieden sich deutlich.

Je nach Alter der Kinder wichen die Erwachsenen in unterschiedliche Richtungen von der Realität ab. Zehn- und Elfjährigen wurde ein höheres Maß an Zufriedenheit unterstellt, als es die Selbsteinschätzung hergab. Dagegen hielten Eltern Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren für besonders unglücklich. Eine Einschätzung, die die Pubertierenden nicht teilten. Auf einer Skala von eins bis zehn gaben Erwachsene im Schnitt einen Glückswert von 5,5 für Teenager an. Diese jedoch schätzten ihre Lebenszufriedenheit auf einen Wert von 8.

Weitere Analysen ergaben, dass 70 Prozent der Mütter und Väter (wobei für diese Studie im Wesentlichen Mütter befragt wurden) von Zehn- bis Elfjährigen die Zufriedenheit ihrer Söhne und Töchter überbewerten. Dagegen klassifizierten die Wissenschaftler 78 Prozent der Eltern von 15- bis 16-Jährigen als Unterbewerter.

Die eigenen Emotionen als Anker

Wie kommen die Erwachsenen zu ihren Fehlurteilen? Erhellend ist eine weitere Beobachtung von López-Pérez und Wilson. Denn die Daten deuten darauf hin, dass die Eltern sich nicht ganz von ihren eigenen Emotionen lösen konnten. Sie nutzen ihre Stimmung also als Ausgangspunkt, um über die Situation ihrer Kinder nachzudenken. Die Aussagen der Mütter und Väter reflektierten demnach eher, wie es ihnen selbst ging – und nicht, wie sich ihr Nachwuchs fühlte. Dabei erscheint es plausibel, dass Eltern von wilden Pubertierenden sich mehr Sorgen machen (Partys! Alkohol! Sex!) als jene von vergleichsweise friedlichen Zehn- und Elfjährigen. Ein weiterer Grund: Teenager nabeln sich mehr und mehr von ihren Eltern ab. Wie es ihnen geht, teilen sie eher mit Freunden als mit Mama oder Papa. Mit diesen dagegen nehmen Streitigkeiten zu ("Muss ich wirklich schon um elf zu Hause sein?").

Bisher hatten Forscher eine solch verzerrte Einschätzung von Erwachsenen gegenüber ihren Söhnen und Töchtern vor allem bei Eltern mit psychischen Problemen beobachtet. Beispielsweise fällt es Müttern mit Angststörungen oder Depressionen oft nicht leicht, die Emotionen ihres Nachwuchses richtig einzuschätzen. Doch die Befunde von López-Pérez und Wilson zeigen, dass solche Fehlurteile offenbar auch bei anderen Familien vorkommen.

Belén López-Pérez, Ellie L. Wilson: Parent–child discrepancies in the assessment of children’s and adolescents’ happiness. Journal of Experimental Child Psychology, 139, 2015, 249–255. DOI: 10.1016/j.jecp.2015.06.006

Dieser Beitrag ist in der Ausgabe 2/2016 von Psychologie Heute erschienen.

Quelle: Johannes Künzel, http://www.psychologie-heute.de/news/familie-erziehung/detailansicht/news/mein_raetselhaftes_kind/

Dienstag, 18. April 2017

Blau fördert die Kreativität

Blau fördert die Kreativität fanden die beiden Forscher Ravi Mehta und Rui Zhu der British Columbia University, Vancouver, heraus. Für eine Studie liessen sie 600 Freiwillige verschiedene Aufgaben an einem Computerbildschirm lösen. Um den Einfluss der Farben auf die Kreativität der Probanden zu erforschen, wechselte der Bildschirmhintergrund auf die Farben blau, rot und weiss.

Der rote Hintergrund verbesserte die Leistung bei einer Detailaufgabe wie Korrekturlesen. Die blaue Farbe steigerte jedoch die Kreativität. Die Forscher erklären dieses Phänomen damit, dass Menschen mit der roten Farbe Warnsignale wie etwa eine Ampel assoziieren und daher bei der Farbe Rot stärker auf Details achten.

Mit Blau verbinden wir jedoch eher den Himmel oder das Wasser und damit im übertragenen Sinne Freiheit und Offenheit. Solche Gedanken fördern ganz allgemein die Kreativität. Dieses Forschungsergebnis deckt sich mit einer Studie, in der nachgewiesen wurde, dass Rotstifte Lehrer strenger machen.

Wie Sie das nutzen können? Indem Sie wie Walt Disney geeignete Räume mit speziellen Einrichtungen und Farbkonzepten für spezifische Aufgaben wählen. Und indem Sie Techniken einsetzen, welche die Kreativität fördern.


Quelle: http://management-coaching.org/toolbox/merkwuerdiges/blau-foerdert-die-kreativitaet

Donnerstag, 13. April 2017

Ostern

Warum feiern wir Ostern?

Wir feiern Ostern, da Ostern im Christentum das Fest der Auferstehung von Jesu Christi ist.

Die Auferstehung geschah nach dem Neuen Testament am “dritten Tag” nach Jesu Christis Kreuzigung. Daraus entstand die kirchliche Karwoche mit Karfreitag als Todestag, Karsamstag als Tag der Grabesruhe, auf die der Ostersonntag als Tag der Auferstehung von Jesu Christi folgt. Kreuzigung und Auferstehung sind Fundamente christlichen Glaubens. Damit wird der Tod nicht als Ende, sondern als Neubeginn eines neuen Lebens gesehen.

In der Osternacht findet vom Karsamstag auf dem Ostersonntag der Gottesdienst statt. Symbolisch wird die Auferstehung durch ein Licht dargestellt.  Zunächst ist es in der Kirche dunkel, was den Tod von Jesus Christus widerspiegelt. Durch das Anzünden von Kerzen wird die Auferstehung dargestellt. Nach diesen Gottesdienst erklingen wieder die Glocken, die seit Karfreitag, dem Todestag von Jesus Christus, verstummt waren.

Die Osterfeiertage werden am Ostersonntag und Ostermontag in der Familie gefeiert. Dabei gibt es weltweit viele außerchristliche Brauchtümer.  Hier in Deutschland ist es ein alter Brauch, dass die Kinder am Ostersonntag Ostereier suchen, die der Osterhase ganz früh am Morgen, bevor die Sonne aufgegangen ist,  im Garten oder im Haus versteckt hat.


Warum gibt es zu Ostern Ostereier?

Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Erstmalig tauchte die Bezeichnung Osterei 1615 auf. Vermutlich geht die Tradition des Ostereier Verschenken auf einen alten Brauch - der Abgabe von Zins- und Antlaßeiern - im Mittelalter zurück. Hier mussten die Bauern den Grundherren (auch Lehensherren genannt) die Steuern und Abgaben am Gründonnerstag mit Eiern bezahlen.

Die Begriffe “Eierzins” oder “Eierwiese” als Bezeichnung für Grund und Boden erinnern an diese Pflicht. Mit der Reformation im 16./17. Jahrhundert änderte sich diese Tradition des “Eierverschenkens”. Von hier an wurden nicht nur die Grundherren mit Eiern bedacht, sondern auch Kinder und Freunde, denen man die im Ei innewohnende Fruchtbarkeit und Lebenskraft übertragen wollte.

Die Farben der Eier spielten früher eine besondere Rolle.
Zunächst wurden die Eier nur rot gefärbt, um an das Leiden von Jesu Christi zu erinnern, der sein Blut für die Erlösung der Menschheit vergossen hat. Mit der Zeit wurden die Eier immer kunstvoller mit immer neuen Techniken verziert. So werden heute die Ostereier in allen möglichen Arten bemalt, beklebt oder geätzt. 

Bedeutung der Ostereier - Farben:

Rot: Opfertod von Jesu Christi
Weiß: Reinheit
Grün: Unschuld
Gelb: Erleuchtung
Orange: Kraft, Ausdauer und Wärme
Grün: Jugend und Unschuld

Warum bringt der Osterhase die Ostereier?

Im deutschen Raum wurde der Osterhase erstmals im Jahre 1678 genannt. Tatsächlich ist dieser Brauch bei uns nicht älter als 100 Jahre. Noch im vorigem Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands völlig unbekannt.

So kam dieser Aufgabe im westfälischen und hannoverschen Raum lange dem Fuchs zu, in Schleswig-Holstein, Oberbayern und Österreich dem Hahn, in Thüringen dem Storch und in der Schweiz dem Kuckuck.

In neuerer Zeit hat sich der Osterhase als Eierbringer überregional durchgesetzt.
Warum sich der Osterhase durchgesetzt hat, dafür gibt es verschiedene Begründungen.

Der Hase ist das erste Tier, dass im zeitigem Frühjahr seine Jungen bekommt. So wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol.

Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.

Eine weitere Version besagt, dass die Verbindung vom Ei mit dem Hasen durch das Osterbrot gekommen ist. Dem Brot, in dem ein Ei eingebacken wurde, wurde zusätzlich ein Hasenbild aufgeprägt. Dadurch entstand die Vorstellung vom eierlegenden Hasen.

In Byzanz galt der Hase als Tiersymbol für Christus.

Weiterhin steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen Frühlings-und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.

Der Hase kommt im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Durch sein ungewöhnliches
Verhalten, sich in Menschennähe aufzuhalten, wird ihm gleichzeitig das Ablegen der Ostereier angedichtet. Eine Henne kann schließlich keine bunten Eier legen - das wissen längst alle Kinder

Warum gibt es mehrere Osterfeiertage?

Das Osterfest gilt als das erste unter den christlichen Festen und wird hochfeierlich begangen. Es beginnt mit der Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag und endet am Pfingstsonntag, dauert also 50 Tage lang. Die 40-tägige Vorbereitung auf dieses große Fest beginnt am Aschermittwoch.

Aschermittwoch

Der Aschermittwoch beendet die Fastnachtzeit, in der ausgelassen gefeiert wurde. Die Fastnacht oder auch Fasching oder Karneval genannt,
( lat. “carne vale”  = “Fleisch, lebe wohl” ) ist der Vorabend vom Aschermittwoch.

Aschermittwoch ist der erste Tag der 40 tägigen Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Er ist der Beginn der öffentlichen Buße (österliche Bußzeit). Diese Zeit wird auch Fastenzeit oder im kirchlichen Passionszeit genannt. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karsamstag.

Die 40 Tage der Passionszeit gehen auf die 40 tägige Fasten - und Gebetszeit von Jesu Christi nach der Taufe im Jordan zurück. Die Zahl 40 kommt noch in vielen anderen Bibeltexten vor. So verbringt Mosel 40 Tage auf dem Berg Sinai, der Prophet Elia wandert 40 Tage durch die Wüste und das Volk von Israel verbrachte 40 Jahre in der Wüste.
Streng genommen dürfen die Katholiken in dieser Fastenzeit weder Fleisch noch Alkohol verzehren. Im Mittelalter durfte in dieser Zeit fast gar nichts gegessen werden, Sonntage zählen nicht als Fastentage. Heute sind nur noch der Aschermittwoch und der Karfreitag so genannte strenge Fastentage, an der die Katholiken auf Fleisch verzichten und nur eine Mahlzeit zu sich nehmen. Als Brauchtum ist heute am Aschermittwoch in einigen Gebieten in Deutschland das Heringessen üblich.
In christlichen Gegenden wird als Symbol der Buße und Reinigung am Aschermittwoch das Aschenkreuz vom Priester auf die Stirn der Gläubiger gezeichnet. Diese Asche stammt  aus den verbrannten Palmwedeln oder Buchsbaumzweigen, welche am vorjährigen Palmsonntag gesegnet wurde.

Karwoche

Die letzte Woche vor Ostersonntag wird Karwoche genannt. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Das Wort  Kar stammt vom althochdeutschem Wort “chara” oder “kara” und bedeutet Kummer , Trauer, sich sorgen, klagen. Daher wird die Woche vor Ostern auch Karwoche genannt.
Zu den Feiertagen der Karwoche gehören: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, auch Ostersamstag genannt.

Palmsonntag

Der erste Tag der Karwoche ist der Palmsonntag. Dieser Tag ist dem feierlichem Einzug Jesu Christis in Jerusalem gewidmet, bei dem die Volksmenge Palmwedel auf die Straße legte. In der katholischen Kirche werden am Palmsonntag Palmwedel oder Buchsbaumzweige für die Christen gesegnet.

Gründonnerstag

Am Vorabend seines Todestages hat Jesus Christus noch einmal mit seinen Jüngern zu Abend gegessen. Diesen Donnerstag nennen wir Gründonnerstag. Warum dieser Tag diesen Namen trägt, ist bis heute nicht bekannt.

Karfreitag

Karfreitag ist der Todestag, die Kreuzigung, von Jesus Christus. Es werden zu Ehren diesen Tages viele verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die evangelischen Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr. In der katholischen Kirche findet am Karfreitag keine Messe statt, es wird nur ein einfacher Wortgottesdienst gehalten.

Karsamstag

Am Karsamstag endet die Fastenzeit (Passionszeit). Mit der Osternachtfeier, welche bei Einbruch der Dunkelheit stattfindet, erreicht die heilige Woche (Karwoche) ihren Höhepunkt. Zu dieser Feier werden im Freien ein Feuer und Osterkerzen entzündet. Die Osterkerzen stehen sinnbildlich für den auferstandenen Jesus Christus. Die Osternacht am Karsamstag ist die Nacht, an der das Kreuz, das Leiden und der Tod überwunden ist. Mit der Osternachtfeier beginnt die Osterzeit, die 7 Wochen bis Pfingsten andauert.  In dieser Zeit brennen in jedem Gottesdienst die Osterkerzen.

Ostersonntag

Der Ostersonntag ist ein sehr bedeutsamer Tag der gesamten Osterfeiertage, denn an diesem Tag freut sich die christliche Gemeinde über die Auferstehung von Jesu Christi. Damit wird der Hoffnungslosigkeit wieder ein Ziel gegeben, die dem Menschen durch die Auferstehung wieder Hoffnung gibt. Neben dem ausführlichen Frühstück in den Familien gibt es weltweit viele verschiedene Brauchtümer. Bei uns in Deutschland ist das Ostereier suchen ein bekannter Osterbrauch.

Ostermontag

Der Ostermontag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. In der katholischen Kirche steht der Ostermontag als zweiter Feiertag ganz im Zeichen des Osterfestes. In der Geschichte sind zwei Jünger am 3. Tag nach der Kreuzigung Jesu (also am Ostermontag) aus Jerusalem fortgegangen, um wieder nach Emmaus zurück zu kehren. Auf diesem Weg schließt sich ihnen ein dritter, unbekannter Mann an. Dieser hinterfragt die Trauer der beiden Heimkehrer und er erläutert ihnen, dass der Messias all das erleiden musste, wie es die alten Schriften vorhergesagt hatten. In Emmaus angekommen, laden die Jünger den Unbekannten zum Essen ein. Dieser bricht am Tisch das Brot und in diesem Moment erkennen die Jünger den auferstandenen Jesus Christus, der dann aber vor ihren Augen verschwindet.  Sie kehren sofort wieder nach Jerusalem zurück und erzählen allen Jüngern von ihrem Erlebnis. Durch diese Überlieferung sind einige Bräuche entstanden. Zu Ehren des Emmausganges findet heute beispielsweise ein Osterspaziergang von der Pfarrkirche zur Kapelle statt.

Das Osterfest ist heute ein Fest der Familie und der Kirche. In der Familie trifft man sich mit der Verwandtschaft, um dieses Fest zu feiern. Die Kinder tragen Ostergedichte vor und suchen die Ostereier.

Mittwoch, 12. April 2017

Der Wettlauf der Frösche

Eines Tages entschieden die Frösche des großen Teichs ein Wettrennen zu veranstalten. Als Ziel legten sie den höchsten Punkt eines großen Turms fest.

Am dem entscheidenden Tag versammelten sich einige wenige Sportler, die den Versuch wagten und viele schaulustige Frösche um zuzusehen.

Und los geht’s! Eigentlich glaubte keiner der zuschauenden Frösche, dass auch nur ein einziger Teilnehmer tatsächlich das Ziel erreichen könne. Statt die Läufer anzufeuern, riefen sie deshalb "Oje, sie werden es nie schaffen!" Oder "das ist einfach unmöglich!" Und auch "das schafft ihr nie!"

Wie es schien sollte das Publikum Recht behalten. Nach und nach gaben immer mehr teilnehmende Frösche auf. Das Publikum fühlte sich bestärkt und schrie weiter: "Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!"

Tatsächlich gaben bald alle Frösche auf: Alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen den steilen Turm hinaufkletterte - und der als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von dem Gewinner wissen, wie er das schaffen konnte. Doch keiner bekam eine Antwort und so merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

Was Sie glauben oder auch nicht, bestimmt zum Beispiel der Pygmalion Effekt.

Der Pygmalion Effekt

Pygmalion war in der griechischen Mythologie ein König, der auf Zypern lebte und dieses regierte. Als begnadeter Künstler schuf er eine Statue aus reinem Elfenbein. Diese stellte nicht irgendein Mädchen dar, sondern die Frau seiner Träume.

Der Künstler verliebte sich so sehr in seine Traumfrau, das leider nur ein lebloses Werk war, dass sich Aphrodite seiner erbarmte und die elfenbeinerne Jungfrau zum Leben erweckte.

Dieser Effekt, wie das Glaubenssystem auf die Ergbnisse einwirkt, ist gut untersucht. Unter anderen gilt die Studie des amerikanischen Psychologen Rosenthal als wegweisend:

Für ein Lernexperiment mit Ratten unterzog Rosenthal zwölf Psychologie-Studenten und 60 Albino Ratten einem Versuch.

Die Versuchstiere sollten lernen, in einem einfachen Labyrinth den richtigen Weg zur Futterstelle zu wählen. Robert Rosenthal erläuterte seinen studentischen Versuchsleitern, dass die Hälfte der Versuchstiere aufgrund von Zuchtwahl besonders lernfähig, die andere Hälfte besonders "dumm" sei. Die Ratten wurden den Versuchsleitern streng nach dem Zufall zugeteilt. Sechs Versuchsleiter waren jedoch im Glauben, dass ihre Tiere zum Stamm der "klugen" Ratten gehörten, die anderen sechs, dass sie mit "dummen" Ratten experimentieren würden.

Jeder Versuchsleiter hatte die Aufgabe, mit einer Gruppe von fünf Ratten an fünf Tagen je zehn "Trainingsläufe" im Labyrinth durchzuführen und zu notieren, ob die Tiere den richtigen Ausgang wählten.

Was glauben Sie, wer gewonnen hat? Ja, genau: Die klugen Ratten! Warum? Bei der Befragung der Studenten nach dem Experiment ergab sich, dass die Versuchsleiter mit vermeintlich "klugen" Ratten ihre Versuchstiere wesentlich positiver beurteilten und diese Tiere dementsprechend viel aufmerksamer und liebevoller behandelten, als die Versuchsleiter mit vermeintlich "dummen" Ratten.

Wirkt auch bei Menschen

Noch wesentlich wirksamer als im Tierexperiment wirkt der "Rosenthal-Effekt" oder "Pygmalion-Effekt" bei menschlichen "Versuchsobjekten". Rosenthal unterzog zu Beginn eines Schuljahres alle Kinder der 18 Klassen einer Schule einigen psychologischen Tests, darunter auch einem Leistungstest. Danach gab er den Lehrern die Namen einzelner Schüler (insgesamt 20% der getesteten Schüler), die dem Testergebnis zufolge eine "ungewöhnlich gute schulische Entwicklung" nehmen würden. Doch die Namen der "Hochbegabten" waren keineswegs diejenigen der Schüler, die durch besonders positive Tests herausragten sondern wurden wiederum streng nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

In den höheren Schulklassen hatte die Erwartung Lehrer nur einen geringen Einfluss auf die Leistung der Schüler. Doch in den unteren Klassen war der Effekt dramatisch: Am Ende des Schuljahres hatten die vermeintlich "Hochbegabten" nach dem Ergebnis eines Schulleistungstests einen großen Vorsprung gegenüber den anderen Schülern.

Quelle: Legewies & Ehlers 1992, 10f und Stangl

Quelle 2: http://management-coaching.org/toolbox/merkwuerdiges/wettlauf-der-froesche

Dienstag, 11. April 2017

5 Tipps für einen freundlicheren Umgang mit dir selbst

Es gibt viele Artikel und Bücher zum Thema „Miteinander“ – also darüber, wie wir  am besten mit anderen Menschen umgehen, um z.B. Konflikte zu vermeiden oder besser miteinander auszukommen.
Aber hast du dir schon einmal überlegt, wie du eigentlich mit dir selbst umgehst? Vielleicht hört sich das jetzt etwas seltsam für dich an, aber tatsächlich behandeln wir uns selbst ja auch auf die eine oder andere Art. Und es lohnt sich, da einmal genauer hinzuschauen.
Vom Umgang mit sich selbst
Zum Umgang mit sich selbst gehört:

  • wie wir auf das reagieren, was wir tun oder lassen, z.B. indem wir uns für Fehler beschimpfen, uns selbst kritisieren oder im positiven Fall trösten oder aufbauen,
  • welche Botschaften wir uns in unseren Gedanken selbst mitteilen,
  • wie wir uns aufbauen oder auch entmutigen,
  • wie gut oder schlecht wir für uns sorgen
  • u.a.


Nun ist es ein weit verbreitetes Phänomen, dass Menschen sich selbst oft am schlechtesten behandeln. Wir sind manchmal zu wildfremden Menschen oder selbst zu Personen, die wir gar nicht leiden können, netter als zu uns selbst – und sind uns dessen nicht einmal bewusst.
Das kann einen doch schon nachdenklich machen, oder?
Wie wir uns selbst behandeln …
Die Art, wie wir mit uns selbst umgehen, zeigt sich oft schon zu Beginn des Tages: Was geht dir als Erstes durch den Kopf, wenn du aufwachst? Fällt dir da ein, was du heute alles vorhast und treibst du dich selbst an, endlich aufzustehen, weil du schon wieder zu spät dran bist?
Überleg mal, wie du den Tag beginnen würdest, wenn du dich liebevoll begrüßen und dich positiv für den Tag motivieren würdest …
Und wie geht es dann weiter? Der erste Blick in den Spiegel ist für die meisten Menschen der nächste Anlass, sich selbst mies zu behandeln: „Wie seh‘ ich denn schon wieder aus?“ oder „Mensch, habe ich Augenränder.“
Aber was wäre, wenn du dich selbst mit einem Kompliment verwöhnen würdest?
Diese Beispiele ließen sich nun für den gesamten Tagesablauf weiterführen.
Da sich aber die wenigsten mal ausdrücklich Gedanken darüber machen, wie sie mit sich selbst umgehen, passiert das meistens ganz automatisch. Und diese Programme sind bei sehr vielen Menschen alles andere als förderlich oder motivierend.
… beeinflusst, wie wir uns fühlen
Die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen, hat einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen.
Sehr viele Menschen, die über ein geringes Selbstwertgefühl klagen, nörgeln ständig an sich selbst herum und lassen kein gutes Haar an sich. Bestimmt kennst du auch Menschen, die gerade etwas Tolles erreicht haben und die, wenn man sie lobt, dann so etwas sagen, wie: „Ach, das war doch nichts.“ oder „Ne, so gut war das wirklich nicht, ich hätte mich noch mehr anstrengen müssen.“
Vielleicht gehörst du ja selbst dazu?
Achte doch einmal ganz bewusst auf Folgendes:

  • Was sind Sätze, die du häufig über dich selbst sagst – für dich allein, aber auch vor anderen?
  • Wie reagierst du auf Lob von anderen? Was antwortest du darauf?
  • Wie fühlst du dich, wenn du eine Aufgabe erledigt hast?
  • Was denkst du über dich, wenn du einen Fehler gemacht hast oder wenn du einen Misserfolg erleidest?
  • Was geht dir durch den Kopf, wenn du etwas vergessen hast, wenn du zu spät gekommen bist oder wenn du etwas nicht so durchziehst, wie du es dir vorgenommen hast?
  • Was denkst du, wenn du dich im Spiegel betrachtest?
  • Was sagst du, wenn jemand Fotos von dir gemacht hat und du sie dir anschaust?
  • Was würdest du antworten, wenn jemand dich bitten würde, dich kurz selbst zu beschreiben?

Geh diese Fragen einmal ganz ehrlich durch und spür nach, was die Antworten in dir auslösen. Auf diese Weise kannst du einen guten Eindruck davon bekommen, wie du mit dir selbst umgehst – und in vielen Fällen wird das leider alles andere als nett sein :-(
Warum es gut ist, netter zu sich selbst zu sein
Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe, warum wir netter zu uns selbst sein sollten:
·         Nett zu sich selbst zu sein, steigert die Lebensqualität – genauso wie es sich besser anfühlt, wenn unsere Mitmenschen gut zu uns sind, ist es auch viel schöner, wenn wir nett zu uns selbst sind
  • Wir fühlen uns besser – ganz automatisch.

  • Es ist förderlich für das Selbstbewusstsein – wer nett zu sich selbst ist, baut sich auf, statt sich fertig zu machen und das steigert das Selbstwertgefühl.

  • Wir gewinnen viel Kraft und Energie, wenn wir uns selbst gut behandeln – denn wir sparen die Energie, die wir sonst darin investiert haben, mit uns zu schimpfen.

  • Wir trauen uns mehr zu – denn wir können uns selbst motivieren und Mut machen.

  • Misserfolge machen uns viel weniger aus – weil wir, wenn wir gut für uns sorgen, uns aufbauen statt uns noch eins oben drauf zu geben.

  • Wir werden auch zu anderen netter – weil wir, wenn wir uns selbst gegenüber liebevoller sind, genau das auch anderen geben können.

  • Wir lachen mehr – weil wir lockerer werden und auch mal die komischen Seiten sehen können, wo wir vorher nur streng waren.

Sicher findest du noch viele weitere, gute Gründe, wenn du erst einmal damit beginnst, netter zu dir selbst zu sein. Und wie du das tun kannst, das zeige ich dir hier.
Tipp 1: Analysiere, wie du mit dir selbst umgehst – und das immer wieder
Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie schlecht sie sich selbst behandeln.
So wissen viele, dass es wichtig ist, sich selbst zu mögen und sie denken, sie tun das auch. Die Botschaften, die wir uns ständig selbst geben, finden aber häufig ganz unbewusst statt. Und deshalb ist es so wichtig, hier einmal genau hinzuschauen.
Halt deswegen ab sofort mehrmals am Tag inne (stellen dir doch am besten einen stündlichen Erinnungspiepser ein) und frag dich:

  • Was denke ich gerade über mich?
  • Welche Botschaft sende ich mir gerade selbst?
  • Tue ich mir gerade etwas Gutes oder eher etwas, was mir icht gut tut?
  • Wie behandle ich mich gerade?
  • Und: Wie würde ich mich vielleicht viel lieber behandeln?

Um klarer zu sehen, wie du dich selbst behandelst, kannst du auch hin und wieder einmal überlegen, ob du so, wie du mit dir selbst umgehst, auch einen sehr lieben Freund behandeln würdest.
Tipp 2: Lern dich selbst besser kennen und verstehen
Relativ eng mit dem ersten Punkt verbunden ist dieser Tipp: Lern dich selbst besser kennen, denn je besser du dich selbst verstehst, desto besser kannst du auch für dich sorgen.
Wenn wir Freundschaften schließen oder eine neue Beziehung eingehen, investieren wir viel Zeit und Energie darin, den anderen wirklich kennenzulernen. Das schafft viel Nähe und auch eine gemeinsame Basis. Wir lernen die Stärken und die Schwächen des anderen kennen und können sein Verhalten deutlich besser einschätzen.
Und genau das gilt auch für uns selbst!

  • Wie gut kennst du dich eigentlich selbst?
  • Kannst du z.B. realistisch einschätzen, was deine Stärken sind?
  • Was dich ausmacht?
  • Was andere an dir bewundern?
  • Und weißt du, wo deine persönlichen Schwächen liegen?
  • Was du brauchst, um glücklich zu sein?
  • Oder was du dir wirklich vom Leben wünschst?

All dies und noch vieles mehr sind Fragestellungen im Rahmen des weiten Felds der Selbsterkenntnis.
Zugegeben: Es ist nicht immer leicht, sich mit sich selbst zu befassen. Aber es ist unendlich lohnenswert. Denn wenn wir damit beginnen, uns selbst besser zu verstehen, fällt es uns auch viel leichter, nett zu uns selbst zu sein. Wir begreifen dann, warum wir uns manchmal so „blöd“ verhalten und wir müssen uns dafür nicht mehr verachten oder mit uns schimpfen. Wir können uns selbst Verständnis entgegenbringen und gewinnen so, wenn nötig, Kraft dafür, uns zu ändern.
Sich selbst kennenzulernen, heißt:
  • Bewusst wahrnehmen, wie man in welchen Situationen reagiert und vor allem warum.

  • Persönliche Verhaltensmuster erkennen und verstehen, warum wir diese anwenden.

  • Herausfinden, was man braucht und was einem gut tut.

  • Herausfinden, was einem nicht gut tut und wo man besonders auf sich aufpassen muss.

Und all das hilft dir dabei, immer besser für dich zu sorgen.

Tipp 3: Sei nachsichtiger mit dir selbst
Kernstück eines netten Umgangs mit sich selbst, ist zu lernen, nachsichtiger mit sich zu sein.
Oft sind wir mit uns selbst unendlich streng. Bei anderen Menschen können wir vieles verzeihen und nachsehen, doch wenn wir z.B. nur einen winzigen Fehler machen, beschimpfen wir uns oder hadern mit uns. Auf diese Weise senden wir uns selbst permanent Botschaften. Und es ist wirklich erschreckend, wie viele Menschen sich in ihren Gedanken selbst ständig beschimpfen und klein machen …
Wer sich aber selbst andauernd so etwas sagt wie „Ich tauge einfach zu nichts.“ oder „Du blöde Kuh, schon wieder hast du das falsch gemacht.“, muss sich nicht wundern, wenn das Selbstbewusstsein im Keller ist und man sich zu nichts motivieren kann. Achte einmal darauf, was du dir selbst sagst, vielleicht wirst du geschockt sein, wie unfreundlich du mir dir selbst umgehst.
Warum nur? Glauben wir damit zu erreichen, „besser“ zu werden? Glauben wir auf diese Weise uns besser in den Griff zu bekommen und mögliche Fehler zu vermeiden?
Meine Erfahrung ist, dass Menschen die sehr streng mit sich selbst sind, eine große Portion Lebensqualität einbüßen. Denn wir können vor uns selbst genauso viel Angst entwickeln wie vor anderen. Das ist dann so, wie sich Kinder von überstrengen Eltern fühlen, die eigentlich keine Chance haben, es ihnen recht zu machen: Sie haben vor allem Eines: Angst. Und wenn du nun selbst wie ein überstrenger Elternteil alles vernichtend kommentierst, was du anpackst, wirst du immer weniger Mut und Kraft haben, Neues zu beginnen.
Menschen, die lernen, nachsichtiger mit sich selbst zu sein und die sich ermutigen, statt fertig zu machen, gewinnen damit ein großes Motivationspotential. Genauso wie es uns gut tut, wenn andere an uns glauben, tut es uns auch gut, wenn wir uns selbst gut zureden und bei Fehlern oder Niederlagen nicht noch in die Wunde stechen.
Erlaub dir also deine Fehler – sie gehören zum Leben dazu. Viele Fehler sind nötig, damit wir etwas lernen können. Es reicht, wenn du wahrnimmst, was du falsch gemacht hast, und dann daraus lernst. Sag dir, dass du immer dein Bestes gibst – Du vergeudest nur Energie, wenn du dich selbst fertig machst.
Tipp 4: Lass dich hin und wieder auch einfach mal in Ruhe
Gerade Menschen, die sich sehr viel mit den Fragen und Themen einer aktiven Lebensgestaltung befassen, tun manchmal ein bisschen zu viel des Guten in Sachen Persönlichkeitsentwicklung. Geht dir das vielleicht auch manchmal so?

  • Neigst du dazu, dich ständig selbst zu analysieren?

  • Liest du viele Bücher, die dir dabei helfen sollen, noch „besser“ (effizienter, selbstbewusster, sportlicher, erfolgreicher oder was auch immer) zu werden?

  • Findest du andauernd etwas, was du an dir ändern willst?

Wenn du hier nickst, dann ist dieser Tipp besonders wichtig für dich: Nett zu sich selbst zu sein, heißt auch, sich einfach mal in Ruhe zu lassen.
Du musst nicht ständig an dir arbeiten. Du bist ok, wie du bist – ganz egal, was es alles noch zu verbessern gäbe. Erlaub dir immer wieder ganz bewusst das, was man „die Seele baumeln lassen“ nennt: Auszeiten, Ruhephasen, Entspannung und Erholung.
Tipp 5: Steh für dich selbst ein
Ganz wichtig ist es auch, anderen Grenzen zu setzen. Nett zu sich selbst zu sein und gut für sich zu sorgen, heißt unter Umständen auch, anderen Menschen klarzumachen, dass sie zu weit gehen oder dass sie sich unangemessen verhalten.
Nehmen wir an, du hast eine schwierige Phase im Job. Deine Kollegin versucht, dich auszubooten und du musst dir Einiges einfallen lassen, damit dein Chef keinen schlechten Eindruck von dir bekommt. Wenn nun dein Partner zu Hause auch noch Witze darüber macht, dass deine Karriere ins Stocken gekommen ist, steht an, ihm klarzumachen, dass das jetzt weder hilfreich noch erwünscht ist. Sag ihm deutlich, was du dir wünschst und was dir jetzt nicht gut tut. Damit gibst du dem anderen die Chance, etwas für dich zu tun, viel wichtiger aber noch: Du sorgst auf diese Weise gut für dich selbst.
Für sich selbst einstehen heißt auch, zu den eigenen Werten zu stehen und nichts mitzumachen, was einem gegen die eigene Natur geht. Offenheit und Toleranz in allen Ehren, es ist aber auch wichtig, sich selbst treu zu bleiben.
Ich hoffe, dass die Anregungen und Tipps aus diesem Artikel dir dabei helfen, dich selbst etwas mehr zu mögen – sei es dir selbst wert!

Quelle: Von Tania Konnerthhttp://www.zeitzuleben.de/sind-sie-eigentlich-nett-zu-sich/

Montag, 10. April 2017

Selbstachtung: Wenn alles andere wichtiger ist als der Respekt vor dir selbst

Am Freitag ergab es sich durch Zufall, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben die Dschungelsendung, die derzeit wieder läuft, gesehen habe. Und ehrlich gesagt war ich ziemlich schockiert über das, was ich gesehen habe. Die Teilnehmenden tun dort Dinge, die ihnen eigentlich zuwider sind. Sie werden von der Kamera in Positionen dargestellt, die man als Zuschauer im Grunde noch nicht mal sehen möchte. Aber viele eben doch, denn dann kann man sich ja köstlich darüber amüsieren. Und die Moderatoren legen auch noch mal eine Portion drauf, indem sie sich über die Teilnehmenden lustig machen.

Mich hat das wirklich richtig erschreckt. Und ich fragte mich: Wie muss es eigentlich um den Respekt gegenüber sich selbst bestellt sein, wenn man sich so zum Affen machen lässt? Was muss eigentlich passiert sein, damit ich bereit bin, Dinge zu tun, die mir widerstreben? Wo ist da die Selbstachtung geblieben?

Dieses Thema hing mir dann noch ein paar Tage nach und ich habe mich irgendwann weitergefragt: Geht es uns nicht allen eigentlich ein bisschen so wie den Teilnehmenden im Dschungel? Geht es nicht vielen Menschen wie dir und mir im Alltag oft so, dass wir uns selbst keinen Respekt zollen? Uns und unsere Wünsche nicht genügend achten? Dass Menschen wie du und ich Dinge tun oder auch Dinge zulassen, die wir eigentlich nicht wollen oder die uns nicht guttun? Wo wir uns sozusagen auch ein bisschen zur Schau stellen als jemand, der wir in unserem Kern vielleicht gar nicht sind? Wo wir es also selbst zulassen, dass wir oder andere über unsere eigene Schmerzgrenze hinausgehen?
Wenn du von einer anderen Person tief verletzt wirst und du nimmst das einfach so hin. Denkst vielleicht sogar noch: „Na ja, da bin ich auch selbst schuld, weil …“
Wenn du krank bist und du dich trotzdem noch zur Arbeit schleppst.
Wenn du „ja“ sagst, obwohl du „nein“ meinst.
Wenn du dich über etwas, das jemand anderes getan hat und das mit dir selbst zu tun hat, tierisch ärgerst oder wütend bist. Und diesen Ärger einfach in dich hineinfrisst, anstatt die Angelegenheit zu klären.
Wenn du dir in Gedanken selbst den ganzen Tag böse Sachen sagst wie: „Das schaffst du eh nicht“, „Bist du doof, das hättest du doch merken müssen“, „Die Präsentation wird bestimmt ein Reinfall“ etc.
Wenn du nicht auf die Signale des eigenen Körpers hörst: Nicht ins Bett gehst, obwohl du müde bist. Deinen Körper stundenlang joggend durch den Wald schickst, obwohl die Muskeln schon nach Erholung schreien …
Wenn du in einer unglücklichen Beziehung bleibst, obwohl es dir alles andere als gut geht.
Wenn Mitmenschen dich unter Druck setzen und du gezwungenermaßen mitmachst, obwohl du es eigentlich nicht willst.
Wenn du dich nicht traust, deine Meinung zu sagen, weil du vielleicht meinst, sie sei eh nicht wichtig.
Wenn du einen Termin nach dem nächsten in deinen Kalender schreibst, so dass keine Zeit mehr für deine Erholung bleibt.

In all diesen Momenten achten wir uns selbst nicht genug. Wir nehmen uns und unsere Schmerzgrenzen sozusagen nicht wichtig, denn etwas anderes scheint noch wichtiger: das Gegenüber, die Arbeit, die Freunde, der Eindruck auf andere, die zu erbringende Leistung, die Anerkennung, … Alles wichtiger als wir selbst.

Das ist traurig. Verdammt traurig. Weil wir uns selbst schwächen, wenn wir nicht für das einstehen, was uns wichtig ist. Weil wir uns selbst nicht wichtig genug nehmen, wenn wir andere mit uns umspringen lassen, wie es ihnen lieb ist. Da sinkt unser Selbstbewusstsein Stück für Stück. Oder unser Körper wird immer schwächer, wenn wir ihn immer übergehen und ihm keine Ruhe gönnen. Und dann ist er irgendwann vielleicht zu müde, um noch aufzustehen.

Wie ist das bei dir? Wie steht es um deine Selbstachtung? Gehst du immer respektvoll mit dir selbst um? Oder gibt es Momente, in denen dir das nicht gelingt? Was sind das für Momente?

Respektvoll mit sich selbst umgehen, die eigenen Grenzen achten und sich dafür einsetzen, dass sie nicht überschritten werden. Nicht einfach, aber so unheimlich wichtig für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben.


Quelle: Von Barbara Pötter , http://www.zeitzuleben.de/selbstachtung-wenn-alles-andere-wichtiger-respekt-dir-selbst/




Freitag, 7. April 2017

Facebook-Profilbild: Wie es Ihre Jobchancen verbessert

So ein Facebook-Profil sagt über einen Menschen eine ganze Menge aus. Aus Firmensicht wäre es geradezu fahrlässig, freiwillig auf diese Informationen zu verzichten, wenn man Näheres über einen Bewerber erfahren will. Ja, schon der Blick aufs Profilbild vermittelt einem Sympathie, Vertrauen, Kompetenz - oder eben nicht. Die Universität Gent hat untersucht, ob sich Facebook-Profilbilder tatsächlich auf die Jobsuche auswirken können. Erstaunliches Ergebnis: Ja, das können sie, sogar sehr. So verbessert Ihr Facebook-Profilbild Ihre Aussichten auf den Traumjob.

Facebook-Profil: A oder B?

Natürlich, Facebook ist kein Business-Netzwerk, das man im Normalfall für die eigene Jobsuche einspannt. Kommentieren, liken, Katzencontent genießen - alles ganz harmlos. Ganz außer Acht lassen sollte man den Nützlichkeitsaspekt aber vielleicht doch nicht - vor allem dann nicht, wenn man sich gerade um eine neue Stelle bemüht. Darauf deutet eine Studie der Universität Gent in Belgien hin. Demnach hat das Profilbild eines Bewerbes auf Facebook großen Einfluss auf die Personalentscheidung eines Unternehmens.

Die Autoren um Stijn Baert behaupten vollmundig, dass ihre Studie die erste ihrer Art sei. Die erste, die den Zusammenhang zwischen Facebook-Profilbild und Jobsuche genauer unter die Lupe nehme. Zu diesem Zweck führten sie in Belgien folgendes Experiment durch:

Bewerbung: Das Facebook-Experiment

Die Wissenschaftler sammelten zunächst über 1000 Stellenanzeigen, von denen rund die Hälfte speziell an Uni-Absolventen mit Master-Abschluss gerichtet war. Nun verschickten sie Bewerbungen von mehreren fiktiven Personen, deren fachliche Qualifikationen sich nicht voneinander unterschieden. Berufserfahrung, EDV-Kenntnisse, Fremdsprachen, Führerschein, Hobbys, alles identisch.

Den Pseudo-Bewerbern wurden dabei unterschiedliche Profilfotos aus einer Datenbank zugeordnet. Foto 1 zeigt eine Person, die man in einer vorherigen Studie als attraktiv, extrovertiert, freundlich, emotional stabil und offen beschrieben hatte, allerdings nicht als gewissenhaft. Bei der Person auf Foto 2 war es genau umgekehrt: die Person machte einen gewissenhaften Eindruck, erhielt aber in den anderen Punkten weniger gute Noten. Die Person auf Foto 3 bekam in allen Kategorien Durchschnittswerte und die auf Foto 4 durch die Bank schlechte Benotungen.

Ein Teil der Bewerbungen wurde nun ohne Fotos versandt, dafür bauten die Forscher die Profilbilder aber in eigens erstellte Fake-Facebook-Profile ein. Durch eine kurze Google-Suche ließen sich die Bewerber leicht aufspüren und auch unmissverständlich diesen Fake-Profilen zuordnen. Entscheidend dabei: Die Privatsphäre war jeweils so eingestellt, dass man als Außenstehender ausschließlich den Namen und das Profilbild zu sehen bekam, aber nicht Hobbys, sonstige Vorlieben oder Likes.

Facebook-Profilbild: Die Reaktionen

Ergebnis: Die Bewerber mit Facebook-Profilfoto A erhielten in 9,8 Prozent der Fälle eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, die mit Foto B in 7,6 Prozent der Fälle, Foto C führte ebenfalls in 7,6 Prozent der Fälle zu einem positiven Feedback und die Bewerber mit Foto D konnten sich nur in 5,3 Prozent der Fälle über eine Einladung freuen. Verstärkt wurde der positive Effekt für Bild 1 noch, wenn es sich um Stellen für Hochqualifizierte handelte und wenn der Rekruter weiblich war. Schlussfolgerung 1: Unternehmen scannen ihre Bewerber auf Facebook. Schlussfolgerung 2: Es macht für die Jobsuche einen großen Unterschied, ob man bei Facebook ein ansprechendes Profilfoto eingestellt hat oder nicht - auch wenn man diesen Kanal in keiner Weise zur beruflichen Kontaktaufnahme, sondern ausschließlich zum Privatvergnügen nutzt.

Was die Ergebnisse allerdings nicht sagen: Sie können nicht Aufschluss darüber geben, wie groß der Anteil der Unternehmen ist, die ihre Bewerber tatsächlich auf Facebook gescannt haben. Professor Stijn Baert von der Uni Gent verweist außerdem auf weitere Studien, nach denen die meisten Menschen sich auf Facebook keineswegs selbst idealisieren, sondern ihren wahren Charakter zeigen würden. Sie posten, zeigen und liken also in der Regel das, was sie wirklich mögen, zeigen sich so, wie sie sind - und nicht, wie sie gerne sein würden. Für Personaler ein klarer Vorteil.

Die belgische Studie hat aber - selbstverständlich - noch weitere Limitationen. Sie spielt ein Szenario durch, in dem die Bewerber im Netz mit Ausnahme des gefälschten Facebook-Fotos nicht präsent sind. Was aber, wenn es noch weitere Accounts gibt - auf Xing, Linkedin, Twitter oder Instagram? Verfügt man noch über viele weitere Netz-Auftritte, dann schwindet vermutlich die Bedeutung des Facebook-Fotos. Aber: Ist ein Bewerber tatsächlich nur auf Facebook unterwegs - und das ist ja nicht so selten - dann wiegt sein Profilbild umso schwerer.

Facebook-Profilbild: Tipps

Daher noch mal der grundlegende Ratschlag: So lange Sie auf Jobsuche sind, achten Sie auf ein ansprechendes Profilbild bei Facebook - selbst wenn Sie dort nur eine Karteileiche sein sollten.

Für Jobsuchende sind außerdem diese Tipps wertvoll:

Ein Bild, das Sie im Ganzen zeigt, lässt Sie inkompetent wirken. Am besten ist ein Foto, auf dem Kopf und Schultern zu sehen sind.
Lächeln und dabei Zähne zeigen - das wirkt sympathisch und kompetent. Aber nicht zu herzhaft lachen und den Mund zu weit aufreißen, das lässt die Kompetenz wieder absinken.
Wer die Augen verdeckt, wirkt auf den Betrachter weniger sympathisch. Daher keine Sonnenbrille auf die Nase setzen.
Augen leicht zukneifen und den Kopf leicht zur Seite neigen. Das macht sie - zumindest dem Anschein nach - selbstbewusster und kompetenter.


Quelle: Von Sebastian Wolking am 26. Januar 2016, http://karrierebibel.de/facebook-profilbild-wie-es-ihre-jobchancen-verbessert/

Donnerstag, 6. April 2017

Ganz einfach aus der Masse herausstechen – Bewerbungsdesign und Farben

Für Bewerber ist die Bewerbung bei Unternehmen leicht mit einem Speed-Dating zu vergleichen. Sie haben nur wenige Sekunden Zeit, um einen Personalverantwortlichen von sich zu überzeugen – da kann jedes Detail entscheidend sein!

Bleiben wir einmal bei dem Beispiel mit dem Speed-Dating:

Der Bewerber geht in einen großen Saal mit vielen kleinen Tischen für zwei Personen und weiß ganz genau, dass ihm nur dreißig Sekunden bleiben, um das Gegenüber kennenzulernen und diese Person gleichsam von sich zu überzeugen. 30 Sekunden sind dabei nicht viel. Neben dieser Herausforderung bleibt noch eine andere bestehen: Die Konkurrenz. Diese schläft in den seltensten Fällen und hat ebenfalls ihre verschiedenen Argumente, um zu überzeugen.

Um die ganze Szenerie noch grauenhafter zu gestalten: Sie können sich mühelos zu den Mitbewerbern gesellen, ohne groß aufzufallen. Alle tragen die gleiche Kombination aus grau/weiß, haben die Haare ordentlich frisiert, die gleichen Brillen werden getragen usw. Willkommen im Land der grauen Mäuse – Auffälligkeiten werden vergeblich gesucht. Wie soll bei dieser Masse denn der geeignete Kandidat gefunden werden, wenn sich alle doch so sehr ähneln?

Gleiches gilt für die Bewerbung:

Obwohl sich viele fragen, wie sie ihre Bewerbungen optisch ansprechender gestalten können, bleiben sie hinterher doch in ihren einheitlich weißen Blättern mit den farblich abgesetzten Überschriften und der schwarzen Textfarbe gefangen. Entweder es fehlt die Zeit, die Kreativität oder die Angst übermannt den Aspiranten urplötzlich: Was ist, wenn das zu kitschig ist? Was passiert, wenn ich nicht die Lieblingsfarbe des Personalers treffe? Wenn ich eine falsche Form wähle – werde ich dann nicht genommen? Welche Farben eignen sich denn überhaupt?

Die Panik ist dabei ganz unbegründet! Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich die eigene Bewerbung ganz leicht gestalten – vom Deckblatt über das Anschreiben, bis hin zum Lebenslauf.

Zunächst einmal gilt es, sich folgende Fragen zu stellen

Was möchte ich über mich selbst aussagen mit Farben und Formen?
Gibt es eine dominante Farbwahl auf meinem Bewerbungsbild?
Welche Farben hat das Unternehmen zur eigenen Repräsentanz gewählt?
Auf welche Position möchte ich mich bewerben?
Jede Farbe hat ihre ganz eigene Bedeutung und beeinflusst ganz unbewusst unsere Wahrnehmung. Für die eigene Karriere kann sich eben diese Wahrnehmung äußerst positiv auswirken – insofern sie richtig genutzt wird.

Wer sich an die Fragen hält, jedoch nicht auf jede direkt eine Antwort parat hat, der kann nach dem Auswahlverfahren arbeiten. Zum Beispiel: Das Unternehmen selbst hat kein eigenes Farbbranding, sondern lediglich einen schwarzen Schriftzug. Jedoch vertritt die Firma eine ökologische Umweltpolitik und ist ansonsten sehr gradlinig strukturiert. Das heißt, dass sich eine Gestaltung mit Grüntönen anbietet, da diese nicht nur mit Vitalität, sondern auch mit Natur in Verbindung gebracht werden.

Das eigene Bewerbungsfoto besticht unterdessen durch Blautöne (beispielsweise durch einen hellblauen Hintergrund, eine blaue Bluse/ein blaues Hemd etc.). Die Farben Blau und Grün lassen sich zusammen gut kombinieren. Eine Möglichkeit für das Bewerbungsdesign wären zum Beispiel schmale Linien am Rand des Blattes, die in einem Farbverlauf von Grün zu Blau wechseln. Ebenso können sich diese Farben dann in den Überschriften der Bewerbung wiederfinden, sodass eine einheitliche Gestaltung gegeben ist.

Weitere Tipps für die farbliche Gestaltung der eigenen Bewerbung

Recherchieren! Es ist bekannt, dass es im Internet verschiedenste Vorlagen und Muster für Bewerbungen kostenlos zum Download gibt. Achtung: Diese sollten niemals einfach so verwendet werden!!
Dennoch können diese Vorlagen hilfreich sein, um sich einfach einmal daran zu orientieren, was bereits bekannt ist und wie umfangreich die Gestaltung sein kann.
Der Kreativität freien Lauf lassen! Wer nicht auf Anhieb weiß, was er selbst optisch ansprechend findet, kann sich zunächst erste Entwürfe aufzeichnen und dort mit verschiedenen Farben spielen. Manche Ideen sehen einmal aufgezeichnet schon ganz anders aus, als am PC.
Freunde und Verwandte fragen: Wer sich selbst nicht sicher ist, wie die Farben der eigenen Bewerbung wirken, der sollte sich Meinungen von Außenstehenden einholen. Außenstehend meint in diesem Fall, dass sich die besagte Person nicht intensiv mit den Unterlagen beschäftigt hat und vollkommen unvoreingenommen einen Blick darauf werfen kann.
Folgen einer designten Bewerbung

Wer mit seinen Bewerbungsunterlagen ein bisschen spielt und seiner Kreativität bis zum letzten Schliff hin freien Lauf lässt, der muss natürlich ebenfalls mit den Konsequenzen rechnen. Gehen wir einmal zurück zum Speed-Dating. Zuvor befand sich der Kandidat in einer einheitlich grauen Masse von Mitbewerbern. Jetzt kommt der Kandidat vom Umstyling und alle Augen richten sich direkt auf ihn. Dabei wurde lediglich das grau durch ein ansprechendes Marineblau ersetzt und ein paar dezente Accessoires hinzugefügt.

Was weiter passieren wird: Der Kandidat hinterlässt einen vertrauensvollen Eindruck (die Farbe blau steht u. a. für Vertrauen) und bleibt im Gedächtnis des Gegenübers – obwohl nur 30 Sekunden Zeit für einen ersten Eindruck (beim Speed-Dating) bleiben. Dadurch kann es dazu kommen, dass dieser Speed-Dater eine Runde weiter kommt und dort persönlich von seinen Stärken erzählen kann.

Übertragen auf den Bewerber heißt das, dass ein positiv auffallendes Design dazu führen kann, dass der Personaler ihn zum Vorstellungsgespräch einlädt.

Zu guter Letzt

Dadurch, dass die Bewerbungsmappe leicht verändert und an den Kandidaten sowie das Unternehmen angepasst wird, kann positiv Aufmerksamkeit generiert werden. Wer es jedoch übertreibt, erzielt genau den gegenteiligen Effekt. Daher sollte sich ein jeder folgende Don’ts vor Augen halten:

Nicht übertreiben! Zu viele Farben überfordern den Betrachter. Sie wirken, je nach Farbe, nicht nur zu bunt, sondern ebenfalls kitschig. Wer möchte schon wie ein Paradiesvogel erscheinen?
Neon- und Signalfarben vermeiden! Natürlich fällt so eine Colorierung direkt ins Auge, aber nicht positiv.
Niemals, absolut niemals, die Farben der Konkurrenz für das eigene Bewerbungsdesign verwenden! Wer sich bei der Deutschen Bank zum Beispiel bewerben möchte, der sollte nicht das knallige Rot der Sparkasse für die Farbgebung nutzen, sondern bei einem Blauton bleiben.


Quelle: Lisa  20. März 2015, http://www.karriereblog.net/