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Dienstag, 17. Oktober 2017

Selbstwertgefühl stärken: Mit 10 einfachen Schritten



Victor Fleming ist der Regisseur des vielleicht bekanntesten Kinofilms aller Zeiten: Vom Winde verweht mit Clark Gable und Vivien Leigh. Dabei überstrapazierte der kreative Kalifornier, der seine Karriere übrigens als Autorennfahrer begann, nicht nur die Geduld mancher Kollegen am Set, sondern auch das Budget: Eines Tages fragte ihn sein dem Herzinfarkt bereits naher Produzent, David O. Selznick, warum es denn bitteschön nötig sei, dass Scarlett und ihre Schwestern fuderweise Unterröcke aus kostbarer, handgeklöppelter belgischer Spitze tragen müssten. Im Kinosessel und unter den Kleidern sähe das hinterher schließlich niemand. "Aber die Schauspielerinnen wissen es", soll Fleming geantwortet haben. "Und weil sie wissen, dass die Unterröcke sündhaft teuer sind, fühlen sie sich als die, die sie spielen sollen: verwöhnte, reiche Gutsherrentöchter." Alles eine Frage des Selbstwertgefühls...

Wie Selbstwertgefühl funktioniert

Natürlich war es Verschwendung, doch diese Geschichte zeigt, dass es für eine selbstbewusste Ausstrahlung, eine bestimmte Einstellung zu sich selbst braucht.
"Von allen Urteilen, zu denen wir im Leben kommen, ist keines so wichtig, wie das, das wir über uns selbst fällen", schreibt die Autorin Gerlinde Unverzagt. Die Art und Weise, wie wir uns selbst beurteilen, der Bezug zur eigenen Person wirkt sich darauf aus, ob wir im Job erfolgreich sind, ob wir eine glückliche Beziehung führen und wie wir mit Herausforderungen umgehen.
Das Selbstwertgefühl funktioniert dabei wie ein innerer Schutzschild. Es ist untrennbar verbunden mit dem Glauben an die eigenen Möglichkeiten.
Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl sind davon überzeugt, sich selbst und ihre Umwelt beeinflussen zu können. Dieser Glaube versorgt mit Kraft und Energie und er macht es überhaupt erst möglich, Schwierigkeiten und Herausforderungen zu bewältigen.
"Wenn wir nicht an uns selbst glauben, weder daran, dass wir wirksam, noch grundsätzlich gut, noch liebenswert sind, ist die Welt in der wir leben, ein furchterregender und kalter Ort", schreibt der kalifornische Psychotherapeut Nathaniel Branden.
Anerkennung von außen beeinflusst das Selbstwertgefühl, denn für das, was der Mensch gibt und leistet, wünscht er sich Wertschätzung.
Das beginnt bereits in frühster Kindheit.
Oftmals liegen die Gründe für ein schwaches Selbstwertgefühl in der Kindheit, wenn die eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Den Eltern kommt in der Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls eine besonders wichtige Rolle zu: Sie sind die ersten, die einem vermitteln können, dass man ein wertvoller Mensch ist, der geliebt wird. Das stärkt von innen heraus und verleiht Sicherheit.
Aber auch der Umgang der Eltern mit dem Kind spielt eine Rolle. Fehlte ein respektvoller Umgang und man wurde als Kind verspottet oder bloßgestellt, nimmt das Selbstwertgefühl schaden. Man entwickelt dann die Überzeugung, dass man so wie man ist, nicht richtig ist.
Diese Überzeugung bleibt auch als Erwachsener.

Wer den Beruf zur Selbstverwirklichung nutzt, riskiert eine Sinnkrise

Mein Haus, mein Auto, mein Job – für viele Menschen sind das wichtige Werte, über die sie sich definieren. Daran machen sie ihren Status, ihren Rang in der Gesellschaft fest.
Natürlich steht es jedem frei, worüber er sich definiert. Aber in turbulenten Zeiten, in denen solche Dinge leicht ins Wanken geraten, schwankt bei vielen dann auch das persönliche Selbstwertgefühl erheblich mit.

  • Aus der Jobkrise wird dann schnell eine veritable Persönlichkeitskrise.
  • Der Jobverlust avanciert zum Gesichtsverlust, zur gesellschaftlichen Blamage.
Welche Demütigung, wenn man auf gesellschaftlichen Anlässen auf die Frage "Und was machen Sie so?" plötzlich nur noch mit Achselzucken antworten kann.
Wiederholter Erfolg, jahrelanger Aufschwung, stetiges Wachstum – so glücklich einen Prosperität und Wohlstand machen können: Sie stellen auch eine Gefahr dar. Dann nämlich, wenn daraus übersteigerte Erwartungen erwachsen. Wenn wir annehmen, das alles, das Geld, der Erfolg die Anerkennung, sei selbstverständlich und müsse immer so weitergehen.
Der Denkfehler, den viele dabei begehen: Sie sehen diese Dinge nicht mehr als Resultat, als Kollateralerzeugnis ihrer eigentlichen Bemühungen und Ziele, sondern erheben sie zum selbstverständlichen Niveau, zum Standard, den sie auf keinen Fall wieder unterschreiten wollen.
Je mehr wir unseren Beruf zur Selbstverwirklichung nutzen, desto mehr avanciert er auch zum Gradmesser der Selbstbestätigung. Und das kann in die Irre leiten: Kein Job, keine Selbstverwirklichung, kein Selbstwert. Endstation Sinnkrise.

Selbstzweifel verstehen

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl werden von ihren Selbstzweifeln zerfressen. Ihre innere Stimme ist wie ein strenger Elternteil, das das eigene Kind erbarmungslos runtermacht für eine schlechte Leistung.

  • Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, hält sich unentwegt die eigenen Schwächen und Fehler vor. Ihnen fällt es schwer Komplimente anzunehmen und glückliche Momente zu genießen.
  • Oftmals fühlen sie sich auch unwohl dabei im Mittelpunkt zu stehen. Sie erwarten von ihrer Umwelt Ablehnung zu erfahren, beispielsweise beziehen sie einen ausbleibenden Rückruf von Freunden und Bekannten auf sich und denken automatisch etwas falsch gemacht zu haben.
  • Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, der sucht unbewusst nach Beweisen, die das mangelhafte Urteil über die eigene Person stützen.
  • Oftmals fehlen diesen Menschen Erfahrungen, in denen sie sich als erfolgreich erlebt haben; Momente, in denen sie feststellen konnten, dass sie in der Lage sind, Herausforderungen zu meistern.

Die Folgen von geringem Selbstwertgefühl:


  • Man bleibt unter seinen Möglichkeiten.
  • Man befindet sich in einem Teufelskreis, denn man traut sich nicht zu ein Ziel zu erreichen und weil man es sich nicht zutraut, erreicht man es am Ende wirklich nicht.
  • Man vermeidet Situationen, die neu und ungewohnt sind.
Mehr noch: Menschen, die sich nach außen selbstsicherer geben, als sie in Wahrheit sind, machen sich das Leben unnötig schwer, so eine Studie der Universität von Georgia in Athens: "Menschen mit geheuchelter Selbstsicherheit kompensieren ihre Selbstzweifel, indem sie übertriebene Verteidigungsstrategien entwickeln", sagt Forschungsleiter Michael Kernis. Das wiederum wird von anderen als heuchlerisch und unsympathisch wahrgenommen. Eine Abwärtsspirale entsteht.
Viele sind damit Opfer einer Gehirnwäsche, der sie sich selbst unterzogen haben: "Im Zeitalter der Massenmedien vergleichen wir uns ständig mit dem Unvergleichlichen – und das spornt uns nicht an; das macht uns neidisch, träge, böse, missgünstig", sagte zum Beispiel Norbert Bolz, Medienprofessor an der TU Berlin.
Dahinter steckt nicht selten auch die Angst vor Ablehnung. Wir wollen wenigstens mithalten, um nicht hinterher zu hecheln. Aber letztlich tun wir genau das. Denn unser Selbstwert ist dabei maßgeblich abhängig vom Zuspruch anderer. Ein mehr als fragwürdiges Fundament.
Für unser Selbstwertgefühl sind wir – wie der Name schon sagt – selbst verantwortlich. Damit ist Selbstwert eine Frage des (eigenen) Maßstabs. Bis dahin muss man allerdings erst einmal kommen. Geschrieben ist das leichter als gelebt. Aber vielleicht helfen die folgenden Empfehlungen...

Selbstzweifel überwinden: Wie Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken

Wer nicht an sich selbst und seine Fähigkeiten glaubt, nicht überzeugt ist, von dem was er oder sie tun und schaffen kann, was immer er oder sie sich vornimmt, der wird in seinem Leben längst nicht so viel erreichen, wie er könnte.
Erfolg strahlt man zwar auch aus, Glanz und Glorie beginnen aber immer im Inneren. Das klingt zwar entsetzlich nach esoterischem Li-La-Laune-Geschwurbel, ist es aber nicht. Man muss sich nur umsehen: Tatsächlich eint nahezu alle großen Persönlichkeiten der Geschichte, dass sie (uneingeschränkt) an sich glaubten. Und das war nichts, was ihnen in die Wiege gelegt wurde. Sie mussten es lernen. Und das kann jeder andere auch. Die wesentlichen Lektionen dazu:

1.    Nehmen Sie Komplimente mit Freude an.


Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, dem fällt das besonders schwer. In seiner berühmten Antrittsrede sagte Nelson Mandela 1994: "Es ist nicht unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten erschreckt. Wir fragen uns: Wer bin ich, um brilliant, großartig, talentiert und kraftvoll zu sein?" Eben diese Zweifel quälen viele Menschen. Erhalten sie ein Kompliment, erfolgt noch im gleichen Moment eine Abwehrreaktion. "Damit kann ich unmöglich gemeint sein". Das vernichtende Urteil, das man sich über die eigene Person gemacht hat, verhindert, das das Kompliment akzeptiert wird. Doch Mandela kannte auch die Lösung für dieses Problem: "Frage lieber: Was machst du eigentlich, um das alles nicht zu sein?" Stellen Sie sich diese Frage immer wieder. Es wird Ihnen dabei helfen, Komplimente zu akzeptieren.

2.    Hören Sie auf, sich mit anderen zu vergleichen.


Sich kontinuierlich mit anderen zu vergleichen macht auf Dauer unglücklich und fördert Selbstzweifel. "Warum kann ich nicht das haben, was er hat?", "Warum bin ich nicht so erfolgreich?" oder "Warum habe ich nicht so ein schönes Haus?" - letztendlich kommen die meisten zu dem Schluss, dass sie es nicht verdient haben oder irgendetwas falsch machen. Dabei tendieren wir dazu, den anderen zu überhöhen und sehen nicht das Gesamtbild. Ihr Selbstwertgefühl sollte von innen herauskommen und nicht davon abhängig sein, im Vergleich mit anderen besser abzuschneiden.

3.    Schauen Sie auf das, was Sie können – jeder kann etwas.


Vergegenwärtigen Sie sich Ihre Stärken und Erfolgen. Hier ist nicht die Rede davon, sich plump einzureden "Ich bin toll" oder "Ich bin stark", sondern sich ganz konkret Situationen vor Augen zu führen, in denen man stolz auf sich selbst war. Fällt Ihnen auf Anhieb nichts ein, denn viele Menschen neigen dazu, abzublocken und zu sagen, da gäbe es nichts, fragen Sie Ihre Familie und Freunde danach.

4.    Sorgen Sie für kleine Erfolgserlebnisse.


Stecken Sie sich realistische, erreichbare Ziele und dokumentieren Sie Ihren Fortschritt. Dadurch dass Sie Verantwortung übernehmen und Erfolge sehen, stärken Sie den Glauben in die eigenen Fähigkeiten. Zum Beispiel sich im Teammeeting zu Wort zu melden oder einen Vorschlag einzubringen. Machen Sie in einem solchen Moment die Erfahrung, vom Chef und von den Kollegen ernst genommen zu werden, motiviert Sie das dazu sich neuen Herausforderungen zu stellen, weil Sie daran glauben, diese auch bewältigen zu können.

5.    Wappnen Sie sich für kritische Situationen.


Jeder hat schon einmal eine Situation erlebt, die das Selbstwertgefühl ins Wanken gebracht hat, beispielsweise eine Kränkung oder die Ablehnung von einem Mitmenschen. Erinnern Sie sich an solche Situationen. Picken Sie sich jene heraus, die gehäuft aufgetreten sind und spielen Sie diese in Gedanken noch einmal durch. Beispielsweise ein Kunde, der häufig in seiner Kritik unter die Gürtellinie schlägt. Oftmals ist man in solchen Situationen unzufrieden mit der eigenen Reaktion. Wie hätten Sie gerne reagiert? Definieren Sie für sich eine Grenze, die keiner überschreiten kann. Legen Sie sich Worte für eine solche Situation zurecht. Das verleiht Sicherheit.

6.    Besänftigen Sie den inneren Kritiker.


Jedes Mal, wenn Sie wieder einmal mit sich selbst hart ins Gericht gehen und sich als Versager fühlen, versuchen Sie die Situation von außen zu betrachten. Wie würden Sie reagieren, wenn das Gleiche einem Freund passiert wäre? Bei anderen Menschen reagieren viele empathischer und sind weniger gnadenlos. Versuchen Sie sich so zu behandeln, wie Sie auch einen Freund behandeln würden.

7.    Helfen Sie Ihren Mitmenschen.


Die Psychologin Jennifer Crocker von der Universität Michigan führte ein Experiment durch, in dem sie Studienanfänger, die sich eine Wohnung teilten, beobachtete. Ein Mitbewohner hatte die Aufgabe den anderen gezielt zu unterstützen, ihn zu ermutigen. Schon bald entwickelte sich daraus eine Wohngemeinschaft, die sich gegenseitig half und unterstützte. Sie fand heraus, dass diese Erfahrung das Selbstwertgefühl enorm steigert. Verantwortlich dafür, sei ihrer Meinung nach das Geben. Denn anderen etwas Gutes zu tun, führt dazu, dass man sich selbst gut fühlt.

8.    Pflegen Sie Kontakte zu Menschen, die mit ihrer positiven Haltung anstecken.


Wer sich ständig mit Nörglern umgibt, wird selbst zu einem, denn schlechte Laune steckt an. Je mehr gemeckert und genörgelt wird, desto mehr steigern Sie sich in die Situation hinein. Sie konzentrieren sich ganz und gar auf die schlechten Aspekte einer Sache und verlieren dadurch die Fähigkeit, das Ganze zu relativieren und im Kontext zu sehen. Aus einer kleinen nervigen Angelegenheit wird auf diese Weise eine unendliche Qual. Umgeben Sie sich stattdessen mit positiven Menschen.

9.    Belohnen Sie sich und Ihr Tagwerk. Feiern Sie Erfolge.


Viel zu selten wird das, was man erreicht hat, zelebriert. Insbesondere Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl konzentrieren sich auf die negativen Dinge in Ihrem Leben. Nehmen Sie sich gezielt vor, das zu ändern und feiern Sie die schönen Momente.

10. Machen Sie möglichst oft das, was Sie lieben.


Das was Sie lieben und das was Ihnen Spaß macht erfüllt Sie und sorgt für eine innere Zufriedenheit. Vor allem wenn Sie dabei im Einklang mit Ihren eigenen Wertvorstellungen sind. Denn die Kluft zwischen dem, was wir tun und zwischen dem, was wir wollen, ist das, was uns unglücklich macht.

Die emotionale Achterbahnfahrt in Krisen

"Wenn das Selbstwertgefühl angeknackst ist, trauen viele ihren Gefühlen, Gedanken und körperlichen Signalen nicht mehr", sagte der Psychotherapeut und Buchautor Bernd Sprenger. Das Ergebnis ist ein Stress, "der langfristig körperlich krank machen kann, weil er unter anderem die Abwehrkräfte schwächt".
Tatsächlich folgen solche Sinn- oder Lebenskrisen meist einem typischen Muster - es reicht von Paralyse und Trauer bis hin zu Zorn oder Depression. Psychologen kennen diese Phasen auch als sogenannten Roller Coaster Ride - als Achterbahnfahrt der Gefühle, je nachdem wie viele Anstrengungen und Niederlagen folgen. Das macht es für die Betroffenen zwar nicht unbedingt leichter, und ein wirkliches Rezept, Traumata zu vermeiden, ist das auch nicht. Aber Krisen lassen sich so zumindest etwas abmildern: Wer sich bewusst macht, welche Phase er selbst oder ein guter Freund gerade durchleidet, sieht sich selbst in einem anderen Licht und kann (sich) besser helfen (lassen).

Die typischen Krisenphasen (siehe Grafik) sind:

 Gefühlsachterbahn-Roller-Coaster-Ride


  • 1. Vorahnung: Der Betroffene antizipiert eine bevorstehende Kündigung und kalkuliert mögliche Reaktionen, aber auch seine finanzielle Situation durch.
  • 2. Kündigungschock: Die Kündigung wurde ausgesprochen, jetzt ist es amtlich. Unmittelbar danach setzt meist erst einmal ein Schock ein. Der Betroffene braucht Zeit, seine Situation vollständig zu erfassen und zu bewältigen.
  • 3a. Erholungsphase: Es setzt eine leichte Erholung, manchmal auch Erleichterung ein. Der Betroffene nimmt sich die Auszeit, erledigt bislang Liegengebliebenes, kommt zur Ruhe.
  • 3b. Neue Anstrengungen: Jetzt werden neue Pläne gemacht. Wie geht es weiter? Üblicherweise werden jetzt Stellenanzeigen in Jobbörsen durchsucht: Was wird angeboten? Was bin ich auf dem Arbeitsmarkt wert?
  • 4a. Leugnung: Bleiben die ersten spontanen Versuche zurück zur Arbeit zu finden erfolglos oder ist die Marktlage desolat, wird die Situation gerne schön geredet – vor allem im privaten Umfeld.
  • 4b. Wut: Es geht nicht voran. Das frustriert. Noch einmal wird die Kündigung reflektiert. Jetzt kommen ungute Gefühle zum Tragen: Der Chef, die Kollegen – wie unfair haben sie sich verhalten? Die Kündigung wirkt wie gemeiner Verrat – "und das ausgerechnet mir!"
  • 4c. Erneutes Handeln: Geht nicht, gibt’s nicht. Bloß nicht aufgeben! Der Betroffene macht sich Mut, strengt sich erneut an. Passt sich dem Markt an, bildet sich vielleicht weiter. Und bei Erfolg geht es weiter zu Punkt 6.
  • 4d. Akzeptanz: Nichts hilft. Egal, was der Betroffene auch unternimmt, er bleibt arbeitslos. Bewerbungen kommen zurück, Absagen folgen. Irgendwann resigniert er und gibt sich auf.
  • 4e. Depression: Je nachdem welchen Stellenwert die Arbeit und Karriere vorher hatten, ist daran viel Selbstwertgefühl geknüpft. Langfristige Arbeitslosigkeit kann deshalb in die Depression führen.
  • 5. Gedämpfte Hoffnung: Ein Lichtblick – vielleicht macht ein Freund Mut, er könnte einen Job vermitteln oder der Betroffene hat selbst eine Aussicht auf einen Job entdeckt. In diesem Fall werden wieder neue Kräfte mobilisiert und Anstrengungen unternommen.
  • 6. Enthusiasmus: Es sieht gut aus – der neue Job ist zum Greifen nah. Also wird alles auf Vordermann gebracht: Lebenslauf, Outfit, Auftreten, Familienleben.
  • 7a. Neue Beschäftigung: Es ist geschafft, der neue Vertrag ist unterschrieben. Der Job kann losgehen...
  • 7b. neuer 4er-Zyklus: Doch nichts! Im letzten Moment verglimmt der Docht der die zweite Karriere zünden sollte. Umso tiefer ist jetzt der Absturz: Bin ich ein Versager?
  • 8. Depression oder gar Apathie: (wie 4e – oder schlimmer)

Quelle: Von Jochen Mai am 08. April 2015, http://karrierebibel.de/selbstwertgefuehl/

Montag, 16. Oktober 2017

Kleider machen Leute


Schon immer drückte Kleidung aus, wer zu einer gesellschaftlichen Gruppe gehört – und wer nicht. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden solche Kleiderordnungen für die jeweiligen Stände durch Landsherren, Reichstage oder Stadträte erlassen. Heute dagegen sind moderne Dresscodes nur noch Konventionen, stillschweigende Übereinkünfte seitens eines Gast- oder Arbeitgebers. Dennoch sollte man sich mehrheitlich daran halten. Andernfalls riskiert man den Ruf eines Kleiderrebellen oder Kretins. Deshalb heute:

Kleiderordnungen und gesellschaftliche Anlässe

Casual
Bedeutet gehobene Freizeitkleidung. Also: gebügelte Baumwollhose, Polohemd und Jackett. Oder offenes Hemd (nie mehr als zwei Knöpfe) und Pullover über der Schulter. In den USA, insbesondere an der Westküste, sind zu Casual auch Jeans und T-Shirts erlaubt, an der Ostküste dagegen eher Khakis, Poloshirt und Blazer. Manhattans Version des New York Casual sowie des Smart Casual sind wiederum eleganter: Hier sollte das Poloshirt gegen ein farbiges Button-down-Hemd eingetauscht werden. Beim Business Casual sollten sich die Gäste noch etwas mehr herausputzen: Frauen tragen ein Kostüm oder Hosenanzug; Männer eine Kombination, die Krawatte kann dafür im Schrank bleiben. Die verwandte, aber gehobene Variante des Business Attire erlaubt den Männern farblich zwar auch blau oder braun – hier ist der Anzug allerdings ein Muss. Ebenso die Krawatte. Manschettenknöpfe werden dazu ebenfalls angelegt, sind aber kein Muss. Frauen tragen in beiden Varianten Kostüme. Die Schuhabsätze sollten nicht zu hoch sein und die Zehen nicht sichtbar.

Smart Casual
Meist bei Einladungen, die unmittelbar nach der Arbeit beginnen, zum Beispiel Empfänge, Vorträge, Ausstellungen, Geschäftsessen. Hier ist konservative Geschäftskleidung erlaubt. Also keine Brauntöne (auch nicht bei den Schuhen). Sie kann dazu auch einen Hosenanzug tragen. Große Handtaschen mit Schulterriemen sind dazu allerdings ein Fauxpas. Zu Hosenanzug oder Kostüm gehen ausschließlich Clutchbags – kleine Handtäschchen, ohne Riemen. Und bei der Rocklänge gilt im Business: Nie kürzer als eine Handbreit über dem Knie. Der Kostümrock sollte zudem nicht zu eng sitzen und beim Stehen keine Falten werfen.

Informal
Wird gerne zu Abendveranstaltungen gewählt, sollte aber keinesfalls wörtlich genommen werden. Im Klartext heißt das: Für Damen sind halblange, elegante Kleider angezeigt, für die Herren dunkelgraue oder schwarze Anzüge.

Black Tie
Wird oft bei offiziellen Abendanlässen oder Dinner verlangt. Er trägt dann schwarzen Smoking, Hemd mit verstärktem Kragen und Doppelmanschetten, Kummerbund und Einstecktuch, schwarze Fliege, schwarze Schuhe. Sie trägt eine schwarze lange Robe, Abendtasche (kleiner als der Kopf). Die Accessoires dürfen farbig sein.

White Tie
Gilt meist bei hochoffiziellen Abendanlässen und Bällen. Er trägt dabei schwarzen Frack und Hose, weiße Weste mit tiefem Ausschnitt, Stehkragenhemd mit umgebogenen Ecken und verdeckter Knopfleiste, weiße Fliege, Lackschuhe. Sie: Bodenlanges Abendkleid in Schwarz, Weiß oder Grau (Schultern bei der Ankunft bedeckt). Zu dem langen Ballkleid trägt Sie geschlossene Schuhe sowie Seidenstrümpfe. Findet der Ball im Hochsommer statt, kann Sie auch hohe Sandaletten tragen – dann allerdings ohne Seidenstrümpfe. Die Faustregel: geschlossene Schuhe immer mit Strümpfen!

Cocktail
Selten, kommt aber bei eleganten Partys und Vernissagen ab 16 Uhr vor. Er: Hochgeschlossener dunkler Anzug, Hose mit Bügelfalte, Hemd, dunkle Krawatte und lässigen Schnürschuh. Sie: Das kleine Schwarze. Schultern, Dekolleté und Bein (erst ab Knie) dürfen gezeigt werden.

Cut
Wird manchmal noch zu Hochzeiten und festlichen Empfängen bis 16 Uhr verlangt. Der Mann trägt dabei ein schwarzes Schoßsakko mit durchlaufend geschwungener Vorderkante (Cut), Streifenhose ohne Umschlag, weißes Kragenhemd, graue Weste und Krawatte. Sie: Kostüm in dezenter Farbe mit langem Arm und Knie bedeckendem Rock. Schuhe: hoch, möglichst geschlossen.
Herrenhemden

Bei Herrenhemden gibt es ein paar Qualitätsmerkmale, an denen das geschulte Auge sofort erkennt, wie viel Klasse der Träger besitzt. Das geht schon bei den Nähten los: Gute Hemden haben rund acht Stiche pro Zentimeter. Zudem ist der Übergang von der Manschette zum Ärmel mehrfach gefaltet und es gibt einen kleinen zusätzlichen Knopf oberhalb der Manschette, der ein Auseinanderklaffen verhindert. Die Spitzen eines perfekt geschnittenen Hemdes berühren die Hemdbrust und heben sich auch in der Bewegung nicht ab. Männer mit langem, schlankem Hals wählen möglichst einen hohen Kragen; Männer mit dickem, kurzem Hals eher schmale Kragen. Einfarbige weiße oder blaue Hemden werden zu offiziellen Anlässen getragen. Gestreifte Hemden sind fürs Business, Karos oder andere Muster eher für die Freizeit gedacht.
Anzüge und Jacketts

Fauxpas passieren manchmal an Stellen, an denen Mann sie gar nicht vermutet: Beim Jackett und dessen Knöpfen zum Beispiel. Oft werden diese falsch geschlossen. So ist es richtig:

Zweireiher Werden immer geschlossen, egal wie heiß es ist.
Jackett mit zwei Knöpfen: Ein Knopf geschlossen, wahlweise der untere oder der obere.
Drei-Knopf-Sakko Zwei Alternativen: Die beiden oberen Knöpfe geschlossen oder nur der mittlere.
Vier-Knopf-Sakko Die beiden mittleren oder die drei oberen Knöpfe werden geschlossen.
Fünf-Knopf-Sakko Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben geschlossen.
Frack Wird immer offen getragen.
Weste Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben immer (!) geschlossen.

Beim Hinsetzen – etwa zu Lunch oder Dinner – können alle Knöpfe geöffnet werden. Ausnahme: Zweireiher – der bleibt immer zu! Beim Aufstehen, wenn Sie jemanden begrüßen wollen, werden die Knöpfe vorher aber wieder geschlossen. Das gilt auch für Blazer bei den Damen. Und unter Sakkos werden niemals (!) kurzärmlige Hemden getragen. Die Hemdmanschette muss unter dem Ärmel herausschauen. Die perfekte Länge ist erreicht, wenn die Ärmel des Sakkos knapp über dem Handrücken an der Daumenwurzel enden und die Hemdmanschette circa einen Zentimeter herausschaut. Der Hemdkragen liegt eng am Hals an und ragt ebenfalls einen Zentimeter aus dem Anzugkragen heraus. In Gegenwart einer Dame gilt es nach wie vor als stillos das Jackett abzulegen.

Wer seinen Anzug durch ein Einstecktuch und eine Krawatte ergänzt, sollte folgendes beachten: Das Einstecktuch ist klassisch aus weißer Bauwolle oder moderner aus farbiger Seide oder Cashmere. Es hat niemals (!) dasselbe Muster wie die Krawatte, passt aber farblich harmonisch dazu. Die Krawatte wiederum reicht exakt bis zur Gürtelschnalle – nicht länger, nicht kürzer. Ebenso wichtig für das Bindegwebe: Der Knoten darf nie so dick werden, dass er den Kragen vom Hemd abdrückt. Selbst wenn man(n) seinen Kopf dreht, müssen die Kragenecken liegen bleiben. Zudem sollten Sie bei Anzügen mit Gürtelschlaufen immer einen Gürtel tragen. Dessen Farbe ist identisch mit der der Schuhe. Die Schnalle ist möglichst schlicht und kaum breiter als der Gürtel. Unnötig zu erwähnen, dass Sie unter Anzügen dunkle Kniestrümpfe (farblich passend zu den Schuhen) tragen. Ansonsten besteht die Gefahr, im Sitzen weiße Stoppelbeine zu entblößen. Das will keiner sehen.
Schuhe

Schuhe sind Verräter. Ausgelatschte, ungepflegte oder schmutzige Galoschen enttarnen jedes noch so perfekte Outfit als pure Verkleidung. Ungepflegtes Schuhwerk kann ein echter Stolperstein für die Karriere sein (bei der Partnerwahl übrigens auch – Frauen achten besonders darauf!). Das Beste ist ein Maßschuh aus Pferdeleder. Das kann sich allerdings nicht jeder leisten. Zur Standardausstattung, die gibt es auch als Konfektionsware, gehören zumindest aber: Ein Paar schwarzer Schnürschuhe. Besonders geeignet ist der Oxford, der geht im Büro zu Nadelstreifenanzug genauso wie zu Staatsempfängen, zu Cut oder Casual. Er ist glatt und hat eine schlichte lederne Kappe. In Braun passt er auch sehr gut zu Sportjacketts oder Tweedanzügen. Der Semi-Brogue wiederum eignet sich gut zu gemusterten Anzügen oder weicheren Anzugstoffen. Auch er hat eine Kappe, die weist aber bereits dezente Lochmuster wie beim Brogue auf. Der Full-Brogue oder auch Budapester genannt, ist der Klassiker unter den Business-Schuhen. In Schwarz passt er ideal zu Anzügen aller Art, wirkt aber auch immer etwas konservativ. Das typische an ihm ist das Lochmuster auf der geschwungenen Kappe und an den Seitenflügeln. In Braun passt er auch gut zu Sportanzügen, Tweed, Flanell, Cord und Moleskinhosen. Doch Vorsicht: In konservativen Kreisen wird Braun nur bis 18 Uhr getragen. Sportlicher ist der Derby: Er hat eine offene Schnürung, die Seitenteile sind auf das Vorderteil genäht, das Vorderblatt geht in die Zunge über. Er ist in Südeuropa sehr beliebt. Die jugendliche Variante des Derby ist der Norweger. Ausschließlich in die Freizeit dagegen gehört der Loafer. Das ist ein Halbschuh, in den man bequem hineinschlüpfen kann (wie Slipper oder Mokassin).

Der Monk wiederum ist ein Schuh mit Schnallen. Er sollte konservativen Treffen möglichst fern bleiben. Im Büro aber ist er völlig okay.

Die richtige Schuhpflege gehört ebenfalls zum Dresscode wie die Wahl der richtigen Treter. Das Wichtigste sind dabei Schuhspanner – sowohl für Herren- wie für Damenschuhe. Jeder Schuh sollte nach dem Tragen sofort eingespannt werden, damit sich keine Falten bilden. Idealerweise sind die Spanner aus unbehandeltem Zedernholz. Dann nehmen sie unangenehme Gerüche und Feuchtigkeit auf. Gut ist auch, wenn sie eine Nummer kleiner sind als die Galoschen, damit sie diese beim Ausspannen nicht weiten. Und: Nach dem Tragen braucht jedes Paar Lederschuhe 48 Stunden Ruhe. Leder wird durch das Tragen immer etwas feucht. Jeder Fuß sondert Körperflüssigkeit ab, deshalb hat man noch lange keine Schweißfüße. Im Normalfall reicht dafür der hölzerne Spanner. Wer stärker geschwitzt hat, sollte die Puschen gründlich austrocknen lassen. Aber nicht auf der Heizung! Dann wird das Leder nachhaltig beschädigt. Am besten stopft man nasse Schuhe mit Zeitungspapier aus, Schuhe mit Ledersohle werden zum Trocknen schräg aufgestellt. Und Schweißflecken am Außenleder kann man mit Zitronensaft entfernen. Bei hellem und empfindlichem Leder eignet sich stattdessen Trinkmilch.

Lackschuhe wiederum dürfen nicht mit Schuhcreme eingerieben werden, sonst werden sie blind. Auch hier hilft Milch. Glycerin hält das Lackleder zudem elastisch. Abgestoßene Absätze und Schuhspitzen sind natürlich ein Fauxpas. Bei schwarzen Schuhen kann man diese Stellen zwar kurzfristig mit Schuhcreme einreiben, dauerhaft hilft aber nur ein so genannter Ausputzer oder Farbcreme. Vorsicht: Gute Farbcremes haben es in sich: Sie färben so ziemlich alles dauerhaft, was damit in Berührung kommt: Hände, Böden, Textilien. Daher besser alte Kleidung und Latex-Handschuhe tragen. Kleinere Kratzer in schwarzen, glänzenden Highheel-Absätzen lassen sich auch mit schwarzem Nagellack kaschieren. Ideal zum Polieren von Schuhen ist übrigens ein zusammengeknüllter Nylonstrumpf. Durch die Reibungshitze schmilzt die Oberfläche der Pflegemittelschicht leicht an – es entsteht ein besonders schimmernder Glanz.

Quelle karrierebibel.de

Freitag, 13. Oktober 2017

Schlagfertigkeit ist erlernbar letzter Teil

Schlagfertig reagieren wie Thomas Gottschalk, Harald Schmidt oder Kanzler Gerhard Schröder? Davon träumen viele! Oft fällt einem die ultimative Antwort erst viel später ein.Doch schlagfertigkeit ist erkernbar. Heute  können Sie eine Schlagfertigkeitstechnik erlernen. Üben Sie es ist zu Ihrem Vorteil.

Schlagfertigkeitsstrategie: “Die Kunst Ja zu sagen”

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass Sie bei jeder Bitte immer Nein sagen sollen. Aber wenn Sie zögern, dann gibt es nur ein ganz klares Nein oder aber ein ganz klares Ja. Wenn Sie Nein sagen, dann tun Sie es klar und ohne Weichmacherformulierungen wie “eigentlich” oder “ich finde”. Dasselbe machen Sie aber auch, wenn Sie helfen wollen, dann bitte immer mit einem klaren Ja aus vollem Herzen, selbst wenn Sie schwanken. Sagen Sie noch zusätzlich: “…Mach ich gerne für dich”.

Das Schlimmste, was Sie machen können ist: “Eigentlich nicht so gerne, aber ich mach’s trotzdem”. Jetzt hat der Bittsteller schlechte Laune, Sie haben schlechte Laune und Sie erledigen die Arbeit mit Missmut und mit entsprechend vielen Fehlern.

Wenn Sie dem Bittsteller nachgeben wollen, dann sagen Sie Ja mit vollem Herzen und ohne Einschränkungen. Sagen Sie anschließend auch, dass Sie es gerne machen, denn dann machen Sie es erstaunlicherweise auch viel lieber, weil Sie sich ihren eigenen Worten verpflichtet fühlen. Beide haben ein besseres Gefühl dabei.

(von M.Pöhm)
Quelle www.schlagfertigkeit.com

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Schlagfertigkeit ist erlernbar 4

Schlagfertig reagieren wie Thomas Gottschalk, Harald Schmidt oder Kanzler Gerhard Schröder? Davon träumen viele! Oft fällt einem die ultimative Antwort erst viel später ein.Doch schlagfertigkeit ist erkernbar.
Heute und morgen können Sie jeweils eine Schlagfertigkeitstechnik erlernen. Üben Sie es ist zu Ihrem Vorteil.


Schlagfertigkeitsstrategie: “Die Kunst Nein zu sagen”

“Du, ich muss heute Abend noch dringend wichtige Erledigungen machen. Könntest du nicht ausnahmsweise für mich heute bis acht Uhr im Büro bleiben?”
Der bettelnde Blick ihres Kollegen trifft Sie. Ihre Gedanken laufen: “Schon WIEDER. Der soll sein Zeug gefälligst wie alle anderen dann erledigen, wenn er keinen Spät-Dienst hat.” Sie sagen jedoch: “Eigentlich nicht so gern, aber wenn’s denn sein muss mach ich’s halt für dich”.
Die ganze Zeit, die Sie bis 20 Uhr gegen Ihren Willen absitzen, grämt Sie der Gedanke, wieder mal Ja gesagt zu haben, obwohl Sie sich doch vorgenommen hatten, beim nächsten Mal einfach Nein zu sagen.

Jeder Mensch hat solche Situationen schon einmal erlebt. Nein zu sagen ist eigentlich einfach, man muss es sich zunächst nur vornehmen. Folgenden Tipp gebe ich Ihnen: Treffen Sie jetzt die Entscheidung, beim nächsten Mal, wenn Sie wieder so eine Situation erleben, einfach Nein zu sagen, auch entgegen Ihrer Unsicherheit. Sagen Sie mit Bestimmtheit “Nein” und danach geben Sie eine Begründung. Das simple Nein, ohne Begründung klingt sehr schroff.

Im Falle des netten Kollegen könnten Sie etwa sagen: “Nein, ich werde nicht bis 20 Uhr dableiben. Mir ist mein Feierabend wichtig. Du musst eine andere Lösung finden”.
Haben Sie bemerkt, dass ich nicht gesagt habe: “Tut mir Leid, ich würd’s ja tun, aber ich habe auch schon heute Abend was vor” das wäre nämlich in neun von zehn Fällen gelogen. Das ist das, was die meisten tun. Das ist feige und macht Sie nicht zufrieden. Sagen Sie die Wahrheit und keine erfundenen Ausreden. Das verhindert erstens, dass der andere beim nächsten Mal wieder kommt und hat zweitens erstaunlicherweise für beide eine bessere Wirkung als die (meistens sowieso durchschaute) Ausrede.

Ich habe verschiedene Formulierungen getestet und bin auf folgenden einleitenden Satz gestoßen, mit dem Sie höflich und trotzdem bestimmt wirken. Sagen Sie: “Nein, und ich sag dir auch warum,….” Und dann ergänzen Sie die Begründung, die der Wahrheit entspricht.

Extra-Tipp

Testen Sie das doch bitte jetzt gleich mal mit einem Menschen Ihres Vertrauens. Der soll Sie um etwas bitten, wo Sie normalerweise widerwillig Ja sagen würden, aber diesmal sagen Sie mit klarem Blick “Nein, und ich sag dir auch warum…” Sie werden sehen, das fühlt sich gut an.

(von M.Pöhm)
Quelle www.schlagfertigkeit.com