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Donnerstag, 13. April 2017

Ostern

Warum feiern wir Ostern?

Wir feiern Ostern, da Ostern im Christentum das Fest der Auferstehung von Jesu Christi ist.

Die Auferstehung geschah nach dem Neuen Testament am “dritten Tag” nach Jesu Christis Kreuzigung. Daraus entstand die kirchliche Karwoche mit Karfreitag als Todestag, Karsamstag als Tag der Grabesruhe, auf die der Ostersonntag als Tag der Auferstehung von Jesu Christi folgt. Kreuzigung und Auferstehung sind Fundamente christlichen Glaubens. Damit wird der Tod nicht als Ende, sondern als Neubeginn eines neuen Lebens gesehen.

In der Osternacht findet vom Karsamstag auf dem Ostersonntag der Gottesdienst statt. Symbolisch wird die Auferstehung durch ein Licht dargestellt.  Zunächst ist es in der Kirche dunkel, was den Tod von Jesus Christus widerspiegelt. Durch das Anzünden von Kerzen wird die Auferstehung dargestellt. Nach diesen Gottesdienst erklingen wieder die Glocken, die seit Karfreitag, dem Todestag von Jesus Christus, verstummt waren.

Die Osterfeiertage werden am Ostersonntag und Ostermontag in der Familie gefeiert. Dabei gibt es weltweit viele außerchristliche Brauchtümer.  Hier in Deutschland ist es ein alter Brauch, dass die Kinder am Ostersonntag Ostereier suchen, die der Osterhase ganz früh am Morgen, bevor die Sonne aufgegangen ist,  im Garten oder im Haus versteckt hat.


Warum gibt es zu Ostern Ostereier?

Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Erstmalig tauchte die Bezeichnung Osterei 1615 auf. Vermutlich geht die Tradition des Ostereier Verschenken auf einen alten Brauch - der Abgabe von Zins- und Antlaßeiern - im Mittelalter zurück. Hier mussten die Bauern den Grundherren (auch Lehensherren genannt) die Steuern und Abgaben am Gründonnerstag mit Eiern bezahlen.

Die Begriffe “Eierzins” oder “Eierwiese” als Bezeichnung für Grund und Boden erinnern an diese Pflicht. Mit der Reformation im 16./17. Jahrhundert änderte sich diese Tradition des “Eierverschenkens”. Von hier an wurden nicht nur die Grundherren mit Eiern bedacht, sondern auch Kinder und Freunde, denen man die im Ei innewohnende Fruchtbarkeit und Lebenskraft übertragen wollte.

Die Farben der Eier spielten früher eine besondere Rolle.
Zunächst wurden die Eier nur rot gefärbt, um an das Leiden von Jesu Christi zu erinnern, der sein Blut für die Erlösung der Menschheit vergossen hat. Mit der Zeit wurden die Eier immer kunstvoller mit immer neuen Techniken verziert. So werden heute die Ostereier in allen möglichen Arten bemalt, beklebt oder geätzt. 

Bedeutung der Ostereier - Farben:

Rot: Opfertod von Jesu Christi
Weiß: Reinheit
Grün: Unschuld
Gelb: Erleuchtung
Orange: Kraft, Ausdauer und Wärme
Grün: Jugend und Unschuld

Warum bringt der Osterhase die Ostereier?

Im deutschen Raum wurde der Osterhase erstmals im Jahre 1678 genannt. Tatsächlich ist dieser Brauch bei uns nicht älter als 100 Jahre. Noch im vorigem Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands völlig unbekannt.

So kam dieser Aufgabe im westfälischen und hannoverschen Raum lange dem Fuchs zu, in Schleswig-Holstein, Oberbayern und Österreich dem Hahn, in Thüringen dem Storch und in der Schweiz dem Kuckuck.

In neuerer Zeit hat sich der Osterhase als Eierbringer überregional durchgesetzt.
Warum sich der Osterhase durchgesetzt hat, dafür gibt es verschiedene Begründungen.

Der Hase ist das erste Tier, dass im zeitigem Frühjahr seine Jungen bekommt. So wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol.

Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.

Eine weitere Version besagt, dass die Verbindung vom Ei mit dem Hasen durch das Osterbrot gekommen ist. Dem Brot, in dem ein Ei eingebacken wurde, wurde zusätzlich ein Hasenbild aufgeprägt. Dadurch entstand die Vorstellung vom eierlegenden Hasen.

In Byzanz galt der Hase als Tiersymbol für Christus.

Weiterhin steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen Frühlings-und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.

Der Hase kommt im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Durch sein ungewöhnliches
Verhalten, sich in Menschennähe aufzuhalten, wird ihm gleichzeitig das Ablegen der Ostereier angedichtet. Eine Henne kann schließlich keine bunten Eier legen - das wissen längst alle Kinder

Warum gibt es mehrere Osterfeiertage?

Das Osterfest gilt als das erste unter den christlichen Festen und wird hochfeierlich begangen. Es beginnt mit der Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag und endet am Pfingstsonntag, dauert also 50 Tage lang. Die 40-tägige Vorbereitung auf dieses große Fest beginnt am Aschermittwoch.

Aschermittwoch

Der Aschermittwoch beendet die Fastnachtzeit, in der ausgelassen gefeiert wurde. Die Fastnacht oder auch Fasching oder Karneval genannt,
( lat. “carne vale”  = “Fleisch, lebe wohl” ) ist der Vorabend vom Aschermittwoch.

Aschermittwoch ist der erste Tag der 40 tägigen Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Er ist der Beginn der öffentlichen Buße (österliche Bußzeit). Diese Zeit wird auch Fastenzeit oder im kirchlichen Passionszeit genannt. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karsamstag.

Die 40 Tage der Passionszeit gehen auf die 40 tägige Fasten - und Gebetszeit von Jesu Christi nach der Taufe im Jordan zurück. Die Zahl 40 kommt noch in vielen anderen Bibeltexten vor. So verbringt Mosel 40 Tage auf dem Berg Sinai, der Prophet Elia wandert 40 Tage durch die Wüste und das Volk von Israel verbrachte 40 Jahre in der Wüste.
Streng genommen dürfen die Katholiken in dieser Fastenzeit weder Fleisch noch Alkohol verzehren. Im Mittelalter durfte in dieser Zeit fast gar nichts gegessen werden, Sonntage zählen nicht als Fastentage. Heute sind nur noch der Aschermittwoch und der Karfreitag so genannte strenge Fastentage, an der die Katholiken auf Fleisch verzichten und nur eine Mahlzeit zu sich nehmen. Als Brauchtum ist heute am Aschermittwoch in einigen Gebieten in Deutschland das Heringessen üblich.
In christlichen Gegenden wird als Symbol der Buße und Reinigung am Aschermittwoch das Aschenkreuz vom Priester auf die Stirn der Gläubiger gezeichnet. Diese Asche stammt  aus den verbrannten Palmwedeln oder Buchsbaumzweigen, welche am vorjährigen Palmsonntag gesegnet wurde.

Karwoche

Die letzte Woche vor Ostersonntag wird Karwoche genannt. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Das Wort  Kar stammt vom althochdeutschem Wort “chara” oder “kara” und bedeutet Kummer , Trauer, sich sorgen, klagen. Daher wird die Woche vor Ostern auch Karwoche genannt.
Zu den Feiertagen der Karwoche gehören: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, auch Ostersamstag genannt.

Palmsonntag

Der erste Tag der Karwoche ist der Palmsonntag. Dieser Tag ist dem feierlichem Einzug Jesu Christis in Jerusalem gewidmet, bei dem die Volksmenge Palmwedel auf die Straße legte. In der katholischen Kirche werden am Palmsonntag Palmwedel oder Buchsbaumzweige für die Christen gesegnet.

Gründonnerstag

Am Vorabend seines Todestages hat Jesus Christus noch einmal mit seinen Jüngern zu Abend gegessen. Diesen Donnerstag nennen wir Gründonnerstag. Warum dieser Tag diesen Namen trägt, ist bis heute nicht bekannt.

Karfreitag

Karfreitag ist der Todestag, die Kreuzigung, von Jesus Christus. Es werden zu Ehren diesen Tages viele verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die evangelischen Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr. In der katholischen Kirche findet am Karfreitag keine Messe statt, es wird nur ein einfacher Wortgottesdienst gehalten.

Karsamstag

Am Karsamstag endet die Fastenzeit (Passionszeit). Mit der Osternachtfeier, welche bei Einbruch der Dunkelheit stattfindet, erreicht die heilige Woche (Karwoche) ihren Höhepunkt. Zu dieser Feier werden im Freien ein Feuer und Osterkerzen entzündet. Die Osterkerzen stehen sinnbildlich für den auferstandenen Jesus Christus. Die Osternacht am Karsamstag ist die Nacht, an der das Kreuz, das Leiden und der Tod überwunden ist. Mit der Osternachtfeier beginnt die Osterzeit, die 7 Wochen bis Pfingsten andauert.  In dieser Zeit brennen in jedem Gottesdienst die Osterkerzen.

Ostersonntag

Der Ostersonntag ist ein sehr bedeutsamer Tag der gesamten Osterfeiertage, denn an diesem Tag freut sich die christliche Gemeinde über die Auferstehung von Jesu Christi. Damit wird der Hoffnungslosigkeit wieder ein Ziel gegeben, die dem Menschen durch die Auferstehung wieder Hoffnung gibt. Neben dem ausführlichen Frühstück in den Familien gibt es weltweit viele verschiedene Brauchtümer. Bei uns in Deutschland ist das Ostereier suchen ein bekannter Osterbrauch.

Ostermontag

Der Ostermontag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. In der katholischen Kirche steht der Ostermontag als zweiter Feiertag ganz im Zeichen des Osterfestes. In der Geschichte sind zwei Jünger am 3. Tag nach der Kreuzigung Jesu (also am Ostermontag) aus Jerusalem fortgegangen, um wieder nach Emmaus zurück zu kehren. Auf diesem Weg schließt sich ihnen ein dritter, unbekannter Mann an. Dieser hinterfragt die Trauer der beiden Heimkehrer und er erläutert ihnen, dass der Messias all das erleiden musste, wie es die alten Schriften vorhergesagt hatten. In Emmaus angekommen, laden die Jünger den Unbekannten zum Essen ein. Dieser bricht am Tisch das Brot und in diesem Moment erkennen die Jünger den auferstandenen Jesus Christus, der dann aber vor ihren Augen verschwindet.  Sie kehren sofort wieder nach Jerusalem zurück und erzählen allen Jüngern von ihrem Erlebnis. Durch diese Überlieferung sind einige Bräuche entstanden. Zu Ehren des Emmausganges findet heute beispielsweise ein Osterspaziergang von der Pfarrkirche zur Kapelle statt.

Das Osterfest ist heute ein Fest der Familie und der Kirche. In der Familie trifft man sich mit der Verwandtschaft, um dieses Fest zu feiern. Die Kinder tragen Ostergedichte vor und suchen die Ostereier.