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Montag, 29. Mai 2017

So reagieren Sie auf Kritik im Job


10 Dinge die Sie zun sollten:

Zuhören
Fehler kommen vor. Anstatt abzuwiegeln, sollten Sie deshalb erstmal wahrnehmen, was Ihr Vorgesetzter überhaupt zu kritisieren hat. Wenn der Chef auf 180 ist, bringt es ohnehin nichts, gleich dazwischenzufahren und zu sagen: „Ja, aber..." Das macht alles nur noch schlimmer.

Reflektieren
Richtig zuhören ist außerdem der erste Schritt, um Fehler künftig zu vermeiden. Versuchen Sie, den Sachverhalt zu klären, indem Sie genau nachfragen und sich vergewissern, dass Sie richtig verstanden haben, was Ihr Chef genau meint und will.

Urteilskraft
Viele Mitarbeiter reagieren nach einer deutlichen Ansage vom Chef geknickt („Der hat mich doch auf dem Kieker"). Im beruflichen Umfeld ist Kritik aber nur selten persönlich gemeint. Meist bezieht sie sich auf Ihr Verhalten oder Ihre Arbeitsergebnisse. Auch wenn Sie innerlich unwillkürlich mit Ärger, Schreck oder Gekränktsein reagieren, aktivieren Sie Ihre nüchterne Beurteilungskraft und schauen Sie auf das, was die Kritik erreichen soll.

Ihre Qualitäten
Wenn andere Sie kritisieren, heißt das nicht, dass sie Sie nicht mögen. Auch Menschen, die sie als Person sehr schätzen, können Grund dazu haben, mit ihren Arbeitsergebnissen oder einzelnen Verhaltensweisen unzufrieden zu sein.

Meinung oder Argument?
Unterscheiden Sie zwischen Meinung und Argument: Wenn Ihr Chef Sie mit Meinungen abspeisen will, anstatt zu argumentieren, ist das der erste Hinweis auf fehlende Sachlichkeit. Manchmal ist es jedoch nicht ganz einfach, Meinung und Argument 100-prozentig voneinander zu trennen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen vier Angriffs-Techniken und wie sie reagieren können.

Angriff 1
Ihr Chef unterstellt, Ihre aufgestellte Behauptung sei ungewöhnlich, anstößig, falsch auf jeden Fall nicht erwünscht, z.B.:

"Sie wollen doch nicht etwa behaupten, dass...?“

Ihre Antworten:
„Doch, das tue ich."
„Doch, das behaupte ich, und zwar weil...“

Oder Ihr Chef fragt: „Wie können Sie nur ...?“

Ihre Antwort:
„Sie scheinen das verwunderlich zu finden.“

Angriff 2
Der Chef unterstellt Ihnen gemeinsame Interessen, Meinungen oder Werte:

„Wir wissen doch alle, dass ...“

Ihre Antwort:
„Nein.“

Angriff 3
Ihr Chef gibt Meinungen oder Allgemeinplätze als Tatsachen aus, z.B.:

„In Wirklichkeit haben wir es doch mit ... zu tun.“

Antwort: „Können Sie das belegen?“

Oder: „Das zeigt doch der gesunde Menschenverstand ...“

Antwort: „Bitte nennen Sie Argumente.“

Oder: „Es ist doch klar, dass ...“

Antwort: „Was genau ist klar und warum?“

Angriff 4
Ein Mangel an Argumenten wird durch vage Hinweise auf unterstellte gemeinsame Maßstäbe, Vorbilder oder Autoritäten kaschiert:

„Die professionellen Standards erfordern doch, dass ...“

Antwort: „Bitte sagen Sie präzise, worauf Sie sich beziehen.“

Training
Sie können sich mental auf unvorhergesehene Kritiksituationen vorbereiten, wenn Sie diese einige Male im Kopf durchspielen:
Stellen Sie sich noch einmal ganz detailliert eine Situation vor, in der Sie kritisiert werden. Wenn Sie Ihre üblichen inneren Reaktionen auf Kritik lebhaft spüren, verweilen Sie einen Moment dabei und nehmen Sie sie genau wahr. Schalten Sie jetzt ein neues inneres Denkprogramm ein, zunächst nur eine Haltung innerer Neugier, die beispielsweise sagt: „Aha, so fühlt sich das also an.“ Und nun stellen Sie sich vor, Sie schieben alle diese Gedanken sanft zur Seite, etwa mit dem inneren Satz: „Okay, das erschreckt mich jetzt. Aber ich will doch erst einmal wissen, um was es genau geht.“ Gehen Sie diese vier Schritte mehrmals innerlich durch.

Quelle: www.bild.de vom 20.06.2011 von Anja von Kahnitz und Christine Scharlau