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Freitag, 30. Juni 2017

Überlegen sie sich in Rente zu gehen, und diese dann aufzubessern?

Oder wann sich der Zuverdienst für Rentner rechnet – und wann nicht

Senioren, die ihre Rente aufbessern wollen, sollten genau nachrechnen, welcher Zuverdienst sich für sie lohnt. Denn sie müssen bestimmte Verdienstgrenzen beachten – jedenfalls bis sie die Regelalterszeit erreicht haben, sonst droht eine Rentenkürzung. Mitunter haben arbeitende Frührentner sogar weniger als ohne Job.

Finanzielle Sorgen, ein gleitender Übergang in den Ruhestand oder schlicht Freude an der Arbeit — es gibt viele Gründe, neben der Rente zu arbeiten. Doch ob sich der Nebenverdienst lohnt, hängt von vielen Faktoren ab: Beim Zuverdienst zur Rente sind zahlreiche Unterschiede zu beachten:

zwischen Über-65-Jährigen und Unter-65-Jährigen, zwischen Ost und West sowie zwischen den verschiedenen Rentenformen.

Am einfachsten liegt der Fall bei Rentnern, die die Regelaltersgrenze erreicht haben. Die liegt derzeit bei 65 Jahren und einem Monat und wird schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Danach dürfen Sie soviel dazuverdienen, wie Sie wollen. Ein Zuverdienst von mehr als 400 Euro wird in der Regel gemeinsam mit der Rente versteuert und erhöht entsprechend den Einkommenssteuersatz. „Einnahmen bis zu 400 Euro zählen als Mini-Job und werden pauschal mit zwei Prozent versteuert.

Für Unter-65-Jährige gelten dagegen bestimmte Zuverdienstgrenzen: Wer eine volle Altersrente bezieht, aber das Rentenalter noch nicht erreicht hat, darf nur 400 Euro im Monat dazuverdienen. Liegt der Verdienst darüber, wird die Rente gekürzt: je nach Höhe des Zuverdienstes um ein Drittel, um die Hälfte oder um zwei Drittel. Schon bei einem Zuverdienst von 401 Euro werden die Rentenbezüge um ein Drittel gemindert. Das kann dazu führen, dass der Rentner am Ende weniger hat als ohne Zuverdienst. Liegt die Vollrente zum Beispiel bei 1500 Euro, wird sie um 500 Euro
gekürzt. Für die Zuverdienstgrenzen bei der Altersrente ist der Bruttoverdienst der letzten drei Jahre maßgeblich. Für einen Durchschnittsverdiener, der vor dem Ruhestand ein Gehalt von etwa 2700 Euro im Monat hatte, bedeutet das:

Bis zu einer Grenze von 1023,75 Euro im Westen und 908,87 in den neuen Bundesländern wird die Rente nur um ein Drittel gemindert. Liegt der Zuverdienst darüber, wird die Hälfte der Bezüge gestrichen.

Zweimal pro Kalenderjahr dürfen Frührentner das Doppelte der Zuverdienstgrenze verdienen, ohne Abstriche befürchten zu müssen. Erst wenn die Hinzuverdienstgrenze öfter überschritten wird, hat das Konsequenzen. Statt des 400-Euro-Minimums können also in zwei Monaten auch 800 Euro dazuverdient werden.
Werden alle Zuverdienstgrenzen überschritten, fällt die Rente komplett weg“. Danach muss ein neuer Rentenantrag gestellt werden. Mitunter kann es sogar vorkommen, dass die Voraussetzungen für die Rente nach der Arbeitsaufnahme vollständig entfallen. Wer mehr als 400 Euro zur Rente dazuverdienen möchte, soll sich daher unbedingt vorher beraten lassen.

Auch bei den Sozialabgaben gibt es Unterschiede: Bei Rentnern unter 65 Jahren müssen grundsätzlich alle Sozialabgaben paritätisch abgeführt werden – wie bei jedem anderen Arbeitnehmer. Wer nach der Regelaltersgrenze noch arbeitet, ist von den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung und zur Rentenversicherung befreit – nicht jedoch von der Kranken- und Pflegeversicherung. Der Arbeitgeber muss seinen Teil der Sozialabgaben in jedem Fall wie gewohnt abführen.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 07.12.2012 von dpa-Mitarbeiter Peter Neitzsch

Donnerstag, 29. Juni 2017

Richtig kündigen


Das müssen Sie beim Jobwechsel beachten

Wer den Arbeitgeber wechselt, sollte im alten Job keine „verbrannte Erde“ hinterlassen, sondern im Guten gehen und sich bis zum Schluss professionell verhalten.

Man sieht sich immer zweimal im (Arbeits-)Leben ...

Wenn Sie Ihren ungeliebten Job kündigen, weil sie die Zusage für eine neue, bessere Stelle in der Tasche haben, sehen Sie besser davon ab, dem alten Chef noch mal gehörig die Meinung zu sagen. Mit dem Motto „nach mir die Sintflut“ fahren Sie wahrscheinlich dauerhaft nicht gut.

Freundlicher Abschied

Man sollte immer im Guten gehen. Meistens bringt es nichts, am Ende noch ‚reinen Tisch’ zu machen. Denn das könnte „zum ‚Nachtreten’ im Schlusszeugnis führen – viele Arbeitgeber rufen auch beim früheren Arbeitgeber an“.

Wer bei der Kündigung verbrannte Erde hinterlässt, tut sich selbst keinen Gefallen. Um sich einen guten, professionellen Ruf zu erhalten, sollte man souverän vorgehen und fair bleiben. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Wer seinem Ärger unbedingt doch noch Luft machen will, kann den Arbeitgeber bei Arbeitgeberbewertungsportalen wie Kununu.com oder Meinchef.de im Schutze der Anonymität negativ bewerten – sollte dabei aber bei der Wahrheit bleiben, denn sonst begeht man Rufmord!

Tabu ist öffentliches Lästern auf Facebook oder wer-kennt-wen, das kann unter Umständen Unterlassungsansprüche nach sich ziehen.

Vier-Augen-Gespräch vor dem Kündigungsschreiben

Einer schriftlichen Kündigung sollte ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Chef vorausgehen. Darin können die Beweggründe für den Jobwechsel dargelegt werden. Allerdings ist davon abzuraten, schlecht über den Arbeitgeber zu sprechen.

Einfach ein Kündigungsschreiben an die Personalabteilung schicken und dem Vorgesetzten nicht Bescheid sagen – das geht gar nicht.

Man sollte sich für die Zusammenarbeit bedanken und betonen, dass man nicht aus Unzufriedenheit kündigt. Dabei kann man erklären, welche Chancen und Perspektiven man von der neuen Stelle erwartet.

Kündigung immer schriftlich

Die Übergabe der Kündigung sollte man sich immer auf einem Doppel quittieren lassen (Nachweis des rechtzeitigen Zugangs). Sie sollte immer schriftlich erfolgen, sonst ist sie unwirksam. E-Mail, Fax oder gar SMS reichen nicht.

Am besten sollte man rechtzeitig vor der Kündigung ein Zwischenzeugnis beantragen. Am allerbesten holt man regelmäßig im Job schriftliche Bewertungen und Beurteilungen ein.

Vorsicht auch bei der Kündigungsfrist: Viele denken, sie könnten früher raus aus dem Vertrag. Meistens verlängert sich aber auch die Kündigungsfrist des Arbeitnehmers mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Wer zu früh wechselt, riskiert Vertragsstrafen (wenn im Vertrag geregelt) oder ein Arbeitsverbot beim neuen Arbeitgeber (wenn es ein Wettbewerber ist) durch einstweilige Verfügung.

Kündigen erst, wenn der neue Job fest ist

Kündigen sollte man erst, wenn der neue Job wirklich in trockenen Tüchern ist. Aber wann hat man die neue Stelle wirklich in der Tasche?

Eine mündliche Zusage ist zwar grundsätzlich bindend, da ein Arbeitsvertrag nicht schriftlich geschlossen werden muss. Naturgemäß wird der ‚Beweis’ aber schwierig, außerdem handelt es sich meistens noch nicht um eine Einigung, weil viele Vertragsdetails noch nicht besprochen wurden. Mündliche Zusagen, wenn sie denn nachweislich (Zeugen!) erfolgt sind, können aber Schadensersatzansprüche auslösen.

Eine E-Mail ist besser, weil sie den Nachweis erleichtert. Allerdings reicht keine E-Mail vom Pförtner, es sollte schon jemand sein, der zu Einstellungen berechtigt ist (Personalchef, Geschäftsführer etc.). Und die „Essentials“ – also die wesentlichen Vertragsdetails (z. B. ab wann, als was, für wie viel, welche Arbeitszeit) – sollten auch fixiert sein.

Am besten ist ein von beiden Seiten unterzeichneter Arbeitsvertrag. Allerdings ist selbst der nicht hundertprozentig sicher: Nach der Rechtsprechung kann jeder Arbeitsvertrag auch vor Dienstantritt gekündigt werden. Und zwar mit der gesetzlichen, tariflichen oder arbeitsvertraglich vereinbarten Kündigungsfrist, d.h. mindestens mit der für die Probezeit vereinbarten Frist (häufig 14 Tage oder ein Monat). Wer das ausschließen will, muss das vereinbaren – z. B. durch einen Ausschluss der Kündigung vor Dienstantritt und durch Vereinbarung einer längeren Kündigungsfrist auch schon für die ersten Monate des neuen Jobs.

Übergabe an den Nachfolger

Man sollte das bisherige Arbeitsverhältnis sauber beenden und seine Aufgaben gut an den Nachfolger übergeben. Dazu gehört es, laufende Projekte möglichst noch abzuschließen. In dieser Zeit sollte man alles zur Verfügung stellen, was der Nachfolger oder die Kollegen brauchen, um die Arbeit fortzuführen.

Dabei ist es wichtig, bis zum Schluss mit Engagement bei der Sache zu sein und sich nicht (schein-)krankschreiben zu lassen.

Darf man sofort zur Konkurrenz wechseln?

Vertragsklauseln, die besagen, dass man für eine gewisse Zeit nicht bei einem Unternehmen derselben Branche, d.h. beim Konkurrenten anfangen darf, nennt man ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot.

Sie sind häufig unwirksam, weil sie zu weitgehend sind (faktisches Berufsverbot) und damit das Grundrecht der Berufsfreiheit verletzen. Ein solches Verbot darf maximal 24 Monate nach dem Ausscheiden dauern. Es setzt außerdem voraus, dass in der Klausel eine sogenannte Karenzentschädigung vorgesehen ist.

Dann muss der Arbeitgeber während der Dauer des Wettbewerbsverbots – wenn der Arbeitnehmer sich daran hält – ihm 50 Prozent des bisherigen Gehaltes zahlen. Meistens verzichtet der Arbeitgeber dann doch lieber auf den Konkurrenzschutz. In jedem Fall sollte man Vertragsstrafen und Wettbewerbsverbote vor einem Wechsel durch einen versierten Arbeitsrechtler prüfen lassen. Manche Unternehmen zahlen auch eine Abfindung, um sich von dem Verbot zu lösen.

Sollte man einen Ausstand machen?

Ein abendlicher Ausstand z. B. in einer Kneipe ist eine Frage der Üblichkeit im Unternehmen und wie „nah“ man sich war.

Kollegen, auf die man sich verlassen konnte und/oder die für die spätere Karriere oder eine etwaige Rückkehr relevant sein könnten, kann man auch zum Mittagessen zu einer persönlichen Verabschiedung einladen. Auch hier sollte man aber vorsichtig mit "Nachrede" über den Arbeitgeber sein. Auch die "Abwerbung" von Kollegen während der Kündigungsfrist kann wegen der fortbestehenden Treuepflicht unter Umständen zu arbeitsrechtlichen Problemen führen.

Zulässig ist auf jeden Fall, sich per E-Mail freundlich zu verabschieden und dabei auch etwas (sachlich) über die zukünftige Tätigkeit zu sagen.

Quelle: www.bild.de vom 01.03.2013

Mittwoch, 28. Juni 2017

Alt und Jung Teil 2

Die von uns am Dienstag erarbeiteten
Vor- und Nachteile zwischen älteren 
und jüngeren Arbeitnehmern:

Ältere Arbeitnehmer                                    

+ haben mehr Pflichtbewusstsein              
+ sind unempfindlicher                    
+ sind sozial kompetenter                           
+ haben keine Tendenz zum Blaumachen
                                              
                           
- sind körperlich nicht fit                             
- kommen schlecht mit moderner Technik zurecht                                 
- können sich schlechter Verkaufen
- sind geistig unfitter
- können schlechter lernen

Jüngere Arbeitnehmer

+ können sich besser Verkaufen
+ kommen gut mit moderner Technik zurecht
+ sind körperlich fit
+ sind geistig fitter
+ können besser lernen

- haben kein Pflichtbewusstsein
- sind sozial inkompetenter
- sind empfindlicher
- sind nicht so ausdauernd

Dienstag, 27. Juni 2017

Alt und jung Teil 1

Gründe (z. Teil auch Vorurteile) gegen ältere AN im Vergleich zu jüngeren AN:

  • I.d. R. zu höhere Lohn/Gehaltskosten
  • höheres Erkrankungsrisiko
  • schwerer steuerbar als jüngere AN
  • abnehmende Belastbarkeit
  • abnehmende Reaktionszeit

Gründe (z. Teil auch Vorurteile) für ältere AN im Vergleich zu jüngeren AN:

  • höhere Erfahrung, effektivere Arbeitserledigung,    Bereicherung fürs Team, Vermeidung "erlernter" Fehlerursachen
  • höhere Gelassenheit in Stresssituationen, positive Ausstrahlung aufs Team
  • höheres Verantwortungsbewusstsein
  • private Verpflichtungen, höhere Abhängigkeit zum AG

Als älterer AN sollte man die Vorteile, die man besitzt, nach Vorne bringen.

Was Sie auf alle Fälle beachten sollten:

Sie müssen unbedingt:

  • Bewusst vom alten Berufsstatus Abschied nehmen
  • Ihre Kompetenzen überdenken und Perspektiven neu bestimmen
  • Ihre Bewerbungsunterlagen aktualisieren
  • Dringend Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in der Bewerbung deutlich machen
  • Ihre eigenen Netzwerke nutzen (ehrenamtliche Arbeit, Verbände, gewachsene berufliche Kontakte)
  • Die Angebote für Ältere beispielsweise die Kooperationspartner der regionalen Beschäftigungspakte Perspektive 50 plus nutzen.

Montag, 26. Juni 2017

Wann müssen Kinder für ihre Eltern zahlen?

Kinder müssen die Kosten für die Pflege ihrer Eltern übernehmen, auch wenn sie jahrzehntelang keinen Kontakt hatten! Das urteilte der Bundesgerichtshof (Az.: XII ZB 607/12).

Der Fall: Ein Mann muss 9000 Euro Heimkosten für seinen vor zwei Jahren verstorbenen Vater zahlen – und das, obwohl der Vater vor 40 Jahren den Kontakt zu seinem Sohn abgebrochen und ihn bis auf den Pflichtteil enterbt hatte.

Wann müssen Kinder bezahlen?
Wird ein Elternteil arbeitslos und bezieht Hartz IV, zahlt das Jobcenter. Das Einkommen der Kinder wird nur berücksichtigt, wenn sie mit ihren Eltern in einer Bedarfsgemeinschaft leben.

► Reicht die Rente oder das Einkommen der Eltern nicht für Strom, Miete oder Lebensmittel, zahlt der Staat eine Grundsicherung (Miete, Nebenkosten, Heizung). Das Kind muss nicht aufkommen – außer es hat ein jährliches Gesamteinkommen von über 100 000 Euro (Brutto abzüglich Werbungskosten).

► Wenn ein Elternteil pflegebedürftig wird und kommt deshalb in ein Heim, zahlt die Krankenkasse dafür maximal 1550 Euro in der Pflegestufe 3 (Pflegestufe 1: 1023 Euro, Stufe 2: 1270 Euro). Meist reicht das nicht – können die Eltern die Mehrkosten nicht durch Rente, Vermögen oder Versicherungen abdecken, müssen die Kinder aushelfen.

Wie viel Geld muss ich bezahlen?
Vom Netto-Einkommen des Kindes (wichtig: nicht das Familieneinkommen!) werden ein Freibetrag (1600 Euro für Alleinstehende, 2280 Euro für Ehepaare) und die unvermeidbaren Ausgaben (z. B. Unterhalt für Kinder) abgezogen. Von dem, was danach übrig bleibt, muss das Kind die Hälfte für den Unterhalt der Eltern aufbringen.

Ist jedes Kind zur Zahlung verpflichtet?
Ja, sowohl ehelich als auch unehelich geborene Kinder. Laut Paragraf 1601 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind Verwandte, die in gerader Linie voneinander abstammen, unterhaltspflichtig.

Wie ist es bei Geschwistern – wenn eines mehr Geld hat?
Jedes Kind muss zahlen, soviel es kann. Beispiel: Ein Kind hat ein verbleibendes Nettoeinkommen von 2000 Euro. Es muss also bis zu 1000 Euro für den Unterhalt der Eltern zahlen. Dem anderen Kind bleiben dagegen nur 200 Euro – es muss bis zu 100 Euro zahlen. Den Rest übernimmt das Sozialamt. Die Kosten werden im Verhältnis des Einkommens unter den Geschwistern geteilt.

Können sie mir mein Haus wegnehmen?
Nein. Wenn Sie Immobilien vermieten, wird die Miete bei den Einnahmen angerechnet.
Aber: Niemand kann Sie zwingen, Immobilen zu verkaufen. Lebensversicherungen müssen dann aufgelöst werden, wenn sie nicht für die Alterssicherung notwendig sind.

Bin ich verpflichtet, meine Eltern zu Hause zu pflegen, wenn kein Geld fürs Heim da ist?
Nein.

Können die Eltern ein teures Heim aussuchen und ich als Kind muss es zahlen?
Finanzieren Sie als Kind das Heim mit, können Sie bei der Heimsuche mit entscheiden.

Muss ich auch zahlen, wenn meine Eltern ihr ganzes Geld verprasst haben?
Wenn die Eltern in Luxus gelebt und die Kinder z. B. auch bei der Ausbildung nicht unterstützt haben, ist Anspruch auf Unterhalt in der Regel verwirkt. Das sollten Sie aber gegebenenfalls mit Rechnungen und Zeugen belegen können.

Zahle ich auch für die Schwiegereltern?
Nicht direkt. Aber Ehepartner ohne eigenes Einkommen haben gegenüber ihrem Partner einen Taschengeldanspruch (5 bis 6 % des Netto-Einkommens). Davon nimmt sich das Sozialamt die Hälfte.

Muss ich auch zahlen, wenn meine Eltern mich misshandelt oder weggegeben haben?
Nicht im vollen Umfang. Aber: Laut Urteil des Oberlandesgerichts Celle (Az.: 15 UF 272/09) darf es eine komplette Unterhalts-Streichung nicht geben, weil sonst der Steuerzahler voll mit den Aufwendungen belastet wird, obwohl unterhaltspflichtige Angehörige da sind.

Erwachsene Kinder müssen auch dann für Heimkosten ihrer Eltern aufkommen, wenn sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatten.

Kann ich mich von meinen Eltern „scheiden“ lassen?
Nein. Sie bleiben das Kind Ihrer Eltern und damit auch unterhaltspflichtig.

Was ist mit medizinischen Leistungen (z. B. teuren Operationen)?
In dem Fall müssen Kinder nicht für ihre Eltern zahlen.

Wie kann ich mich gegen Unterhaltsansprüche wehren?
Haben Sie Zweifel an den Forderungen, dann zahlen Sie die vorerst nicht! Sprechen Sie persönlich beim Sozialamt vor. Gibt es weiter Streit, wird das Sozialamt klagen.
Wichtig: In diesem Fall ziehen Sie einen Anwalt zu Rate.

Infos zu außergerichtlicher Rechtsberatung gibt es beim Bundesjustizministerium unter: www.bmj.bund.de

Fachliche Beratung: Rechtsexperte Wolfgang Büser


Quelle: 12.02.2014 – Bild.de von A. SELL, E. STEINBRECHER und F. ESSER

Freitag, 23. Juni 2017

Die Kathedrale

Vor langer Zeit, an einem feuchtheißen Nachmittag, verlässt ein einzelner Reisender die sicheren Mauern einer mittelalterlichen Stadt. Als er etwa eine Meile vom Stadttor entfernt ist, sieht er in der Ferne drei Männer langsam auf sich zukommen. Alle drei schieben eine Schubkarre vollgepackt mit Steinen vor sich her.

Als der erste Mann herankommt, fragt ihn der Reisende: “Was machst du da?” Verärgert über diese überflüssige Frage, antwortet der müde und durstige Mann: “Ich schiebe eine mit Steinen beladene Schubkarre!”

Als der zweite Mann näher kommt, stellt ihm der Reisende dieselbe Frage. Er erhält jedoch eine andere Antwort: “Ich habe eine Frau und kleine Kinder, sie müssen essen, und ich muss arbeiten, damit sie etwas zu essen haben.”

Der Reisende geht auf den dritten Arbeiter zu und fragt ihn: “Was machst du da?” Dieser bleibt stehen, stellt die Schubkarre ab und schaut den Fragenden an. In seinen Augen sieht der Reisende nicht nur Erschöpfung und Müdigkeit. Er entdeckt einen Anflug von Stolz und Würde. “Was ich mache? Ich baue eine Kathedrale!”

Welche der drei Antworten würden wir geben, wenn uns jemand nach unserer eigenen Berufsarbeit fragt? Ich vermute, je nach Situation, nach unserem körperlichen Zustand bei der Last und Hitze des Tages und nach unserer Stimmung werden wir uns in den Antworten aller drei Männer wiederfinden.

In jedem Beruf gibt es Momente, in denen man übermüdet ist, es einfach satt hat, dass man vor lauter Kleinkram den Überblick verliert. Entscheidend aber ist: Welche innere Grundeinstellung habe ich zu meinem Beruf und meiner Arbeit?

Sehe ich einen Sinn in meiner Tätigkeit, oder ist sie nur ein Job, den ich für meinen Lebensunterhalt brauche? Bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage mit ihrer großen Arbeitslosigkeit werden viele nicht größere Ansprüche stellen: Sie sind froh, dass sie überhaupt eine Arbeit haben, die einigermaßen entlohnt wird. Auf die Dauer kann das aber nicht befriedigen.

Die Antwort des zweiten Mannes in unserer Geschichte zeigt schon eine Dimension auf, die tiefer ist: Die soziale Verantwortung. Er kann die Last des Tages tragen, weil er an seine Familie denkt.

Der dritte Arbeiter sieht ein großes Ziel in seiner Tätigkeit. Wenn auch sein Anteil an dem großen Werk nur der ist, Stein für Stein herbeizukarren, ist sie doch wichtig und sinnvoll.

Und so kann er die Last und Mühe leichter ertragen.


Fabel

Donnerstag, 22. Juni 2017

Wann darf ich meine Wohnung untervermieten?

Wenn Ihre Gründe vernünftig und nachvollziehbar sind, muss Ihr Vermieter einen
Untermieter in der Regel dulden.

Ein Mieter darf einen Teil seiner Wohnung untervermieten, wenn er unvorhergesehen in Geldnot gerät und die Miete nicht mehr zahlen kann. Das entschied das Münchner Amtsgericht (AZ.: 422 C 13968/13). Aber was ist grundsätzlich bei der Untermiete erlaubt, was muss ich beachten?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten: Entweder man vermietet die ganze Wohnung unter und zieht aus. Oder man bleibt in der Wohnung und vermietet ein oder mehrere Zimmer.

Muss mein Vermieter immer zustimmen?

Ziehen Sie (vorübergehend) ganz aus der Wohnung aus, müssen Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Es steht ihm völlig frei, ob er bei der Untervermietung zustimmt.

Anders ist die Lage, wenn Sie einzelne Zimmer untervermieten. Dann müssen Sie den Vermieter nur informieren. Wenn Ihre Gründe vernünftig und nachvollziehbar sind, muss er einen Untermieter in der Regel dulden. Gute Gründe sind z. B. Geldsorgen (nach Trennung, Jobverlust), Einzug einer Pflegekraft oder Haushaltshilfe bei Pflegebedarf und soziales Leben (Schutz vor Einsamkeit).

10 Regeln für ein friedliches Zusammenwohnen

❶Nie auf einen Handschlag verlassen! Schreiben Sie alles Wichtige in einen Mietvertrag (Miete, Kündigungsfrist, Regeln zur Wiederbelegung freier Zimmer etc.).

❷ Stellen Sie eine Putzfrau ein. Die Kosten verrechnen Sie als Teil der Miete.

❸ Legen Sie fest, ob und wo geraucht werden darf.

❹ Organisieren Sie mehrere Telefonleitungen – oder Handys. Vermeidet Streit, wenn abends alle telefonieren wollen.

❺ Regeln Sie die Nutzung des Internets. Sonst haftet der, auf den der Account angemeldet ist (Runterladen von illegaler Musik etc).

Messie oder Putzfimmel? Klären Sie in einer WG vor dem Einzug, welche Vorstellung Sie von „sauber“ haben. Kaufen Sie einen Geschirrspüler.

❼Klären Sie Besuchs- und Übernachtungsregeln.

❽Machen Sie einen Zeitplan fürs Bad. Und: Fischen Sie immer Ihre Haare aus der Dusche!

❾Klären Sie, ob alle Gäste/WG-Mitglieder Vorräte (Nudeln, Öl etc.) verbrauchen dürfen und wer was wann nachkauft.

Fangen Sie nie, nie, nie eine Affäre mit einem WG-Partner an.

Wann darf der Vermieter ablehnen?

Wenn er aus nachvollziehbaren Gründen etwas gegen den Untermieter hat. Beispiel: Der Vermieter hat dem Neuzugang schon einmal wegen Randale oder Lärmbelästigung gekündigt. Gleiches gilt, wenn die Wohnung deutlich überbelegt wäre.

Was passiert, wenn ich ohne Zustimmung untervermiete?

Der Vermieter kann Sie auffordern, Ihrem Untermieter wegen Vertragswidrigkeit sofort zu kündigen. Wenn Sie das nicht tun, kann er Ihnen kündigen!

Ab wann gelten „Besucher“ als Untermieter?

►Faustregel: Nach rund sechs Wochen beginnt ein Untermietverhältnis. Zumindest kann dann nicht mehr von Besuch gesprochen werden.
►Ausnahme: Ihre Eltern oder Kinder dürfen Sie immer aufnehmen. Sie gelten nicht als Untermieter.

Bleibt ein Freund oder ein Geschwisterteil länger in Ihrer Wohnung, hängt es auch davon ab, ob sie noch an anderer Stelle gemeldet sind (keine Untermiete) oder z. B. Möbelstücke mitgebracht haben (dann ist es Untermiete).

DARF ICH FERIENGÄSTE AUFNEHMEN?
Wohnung oder Zimmer an Touristen vermieten – ist das erlaubt?

Nur, wenn Ihr Vermieter diesen vielen, schnell wechselnden Feriengästen explizit zustimmt! Es reicht nicht, wenn er grundsätzlich ein Untermietverhältnis erlaubt hat. Denn damit gestattet er in der Regel einen Mieter, der über einen längeren Zeitraum bleibt, und nicht ständig wechselnde Gäste.

Quelle: bild.de 12.02.2014 - von ANTONIA SELL


Mittwoch, 21. Juni 2017

Erzählen Sie doch mal von Ihren Schwächen …

… ist eine (vielleicht sogar die) klassische Frage in einem Bewerbungsgespräch. Jede(r) weiss, dass diese Frage im Interview kommen wird und fast jede(r) befürchet, hier ins Straucheln zu kommen. Warum?

Geprägt durch unsere (Geschäfts-)Kultur gehen wir davon aus, dass Stärken gut und Schwächen schlecht sind. Das ist natürlich grundsätzlich richtig.
In der Folge gehen wir im Einstellungsgespräch davon aus, dass wir die Stelle z.B. wegen unserer Kompetenzen erhalten, bzw. sie nicht erhalten, weil wir Schwächen haben. Das ist aber nur bedingt richtig: wenn uns eine Kernkompetenz, die im neuen Job gefordert ist, fehlt, dann werden wir sicher keine Zusage erhalten – klar. Wenn wir aber etwas nicht oder nicht besonders gut können, diese Fähigkeit aber für den Job gar nicht gefragt ist, kann’s durchaus klappen.
Eine Volksweisheit sagt: “Aus Fehlern wird man klug.” – das ist ebenso richtig. Fehler sind immer auch kleine Krisen. Und Krise bedeutet Irritation, Orientierungslosigkeit, Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und vieles mehr. Aber Krise bedeutet immer auch Entwicklung!
Es ist vergebliche Müh’, sich seine Schwächen abtrainieren zu wollen (siehe auch Stärken und Schwächen). Entscheidend ist nämlich, a) dass man seine Schwächen (er-)kennt und b) was man aus dieser Erkenntnis macht – wie man also die Chance zur eigenen Weiterentwicklung nutzt.

Die Frage nach Ihren Schwächen ist also in Wirklichkeit die Frage nach Ihrem Umgang mit den Schwächen. Ob Sie diese überhaupt erkennen, ob Sie Strategien entwickelt haben, um die Auswirkungen zu minimieren und ob sich Ihr adaptiertes Verhalten in Ihrem Joballtag bewährt.

Ein konkretes Beispiel:
X ist ein überdurchschnittlich engagierter Mitarbeiter, er ist stets “mit Herzblut dabei”. Ab und zu kommt es aber vor, dass trotz seines Einsatzes etwas misslingt. Und das frustriert ihn derart, dass seine Motivation sich nullkommaplötzlich in eine tiefe Lustlosigkeit verwandelt. Und in diesem Tief hängt er dann stunden- oder sogar tagelang. Das ist eine Schwäche, keine Frage. Nun hat X aber (mit der Hilfe eines Coachs?) eine clevere Handlungsalternative entwickelt: immer dann, wenn seine Motivation in Frustration umschlägt, zieht er für eine gewisse Zeit eine andere, einfach zu bewältigende Aufgabe vor. Dort holt er sich das Erfolgserlebnis und nutzt dieses positive Gefühl, um sich wieder mit dem altbekannten Elan an die ursprüngliche Aufgabe zu machen.

Im Bewerbungsinterview würde er also sagen: “Mein grosses Engagement ist eine meiner Stärken. Es kann aber manchmal auch zu einer Schwäche werden, wenn mir ein kleiner Misserfolg fast die ganze Energie zum Weiterarbeiten raubt. Als ich das realisiert habe, habe ich eine neue Strategie entwickelt: in solchen Situationen packe ich vorübergehend eine andere Aufgabe an und nutze das Erfolgsgefühl aus dieser Arbeit, um mich wieder voller Energie an die ursprüngliche Aufgabe zu machen. Das hat zwei positive Effekte: aus meinem vorübergehenden ‘Durchhänger’ kann ich mich selbst schon nach kurzer Zeit wieder herausholen und gleichzeitig habe ich – fast nebenbei – eine andere Aufgabe erledigt.”

Brilliant, oder?

Wenn Sie sich also über Ihre Schwächen Gedanken machen und Erfolg versprechende Handlungsalternativen entwickeln, dann haben Sie einen weiteren Trumpf in der Hand und werden diese Klippe im Bewerbungsgespräch souverän meistern – und wären womöglich enttäuscht, wenn die Frage nicht gestellt würde.

Quelle: www.jobblog.ch von Marcel Widmer am 30. Dezember 2008 

Dienstag, 20. Juni 2017

Die stolzen Mütter

Nach Leo N. Tolstoi, russ. Schriftsteller, 1828-1910

Es waren einmal drei Frauen, die am Brunnen standen, um Wasser zu schöpfen. Ein alter Mann saß ebenfalls dort und hörte den Frauen zu, wie sie über ihre Söhne sprachen:

„Mein Sohn ist der geschickteste und wendigste Junge im ganzen Dorf!“ ließ die erste Frau die anderen wissen.
„Und meiner kann singen wie eine Nachtigall, dass jedem warm ums Herz wird.“
Die dritte Frau schwieg. „Warum sagst du nichts?“, wollten die anderen zwei wissen.
„Mein Sohn ist ein ganz gewöhnlicher Junge, ohne außergewöhnliche Talente. Aber ich hoffe, dass er zu einem guten Menschen heran wächst.“

Nachdem die drei Frauen ihre Eimer gefüllt hatten, machten sie sich auf dem Rückweg. Der alte Mann spazierte hinter ihnen her. Aufgrund der schweren Last legten die Frauen schon nach kurzer Zeit eine Pause ein.
Da kamen ihnen ihre Söhne entgegen. Der erste stellte sich auf die Hände und schlug Rad um Rad.„Was für ein geschickter Junge!“ riefen die zwei anderen Frauen.

Der zweite Junge mit der Stimme einer Nachtigall sang ein wunderschönes Lied, und die Frauen lauschten ihm mit Tränen in den Augen.

Der dritte Junge ergriff wortlos die beiden Eimer seiner Mutter und trug sie heim.

Die Frauen sahen den alten Mann und fragten ihn: „Was sagst du zu unseren Söhnen?“ „Eure Söhne? Ich habe nur einen einzigen Sohn gesehen!“

Und was will uns Tolstoi mit dieser Geschichte wohl sagen?
Das nicht nur ein besonderes Talent eines Menschen bewundernswert ist, sondern vor allem auch ein guter Charakter.

Fabel

Montag, 19. Juni 2017

12 einfache Dinge die wir viel zu selten sagen

Hast du schon einmal darauf geachtet, wie viele Wörter du durchschnittlich am Tag sagst? Ich meine nicht die nächste SMS, E-Mail oder Floskeln, die du im Chatroom verwendest. Ich spreche über Wörter die tatsächlich über deine Lippen kommen. Die erstaunliche Durchschnittszahl liegt bei 16000 Wörtern. Nicht schlecht, oder?

Trotzdem sagen wir eine Menge bedeutende Dinge viel zu selten. Was ich damit meine? Hier sind 12 Beispiele, die wir alle sagen könnten, wenn wir es nur öfter wollen.

Während du das liest, denkst du vielleicht, dass diese Liste ziemlich einfach umzusetzen ist. Hmm … das denke ich eben nicht.

Wie auch immer, die positive Wirkung der folgenden Wörter und Sätze ist enorm und deswegen sollten sie auch viel öfter gebraucht werden.

1. „Hallo”
Wie oft sitzt du neben jemanden im Zug, in der U-Bahn oder im Wartezimmer, und denkst dir: „Mann, wäre jetzt eine kleine Unterhaltung nett”. Wie oft tappst du in einer Warteschlange im Postamt oder in der Bank mit deinem Fuß nervös am Boden und beobachtest dich dabei auch noch selbst? Nur einfach „Hallo” oder „Hey” zu der Person neben dir zu sagen und ein Lächeln zu opfern, kann die Totenstille schlagartig zerstören und eine angenehme Atmosphäre schaffen.

2. „Danke”
Es ist oft sehr schwierig „Danke” zu sagen. Selbst wenn dir jemanden „nur” einen Gefallen tut, sollte man zumindest aus Anstand „Danke” sagen, denn das Danken bewirkt, dass sich sowohl der eine als auch der andere gut fühlt. Wie wäre es, einfach wieder einmal zu deinen Mitarbeitern, Kollegen oder Familienmitgliedern „Danke” zu sagen, wenn diese etwas für dich erledigen. Auch wenn es dir wie eine Selbstverständlichkeit vorkommt, bedanke dich! „Danke” dem Mädchen an der Kasse im Supermarkt, wenn sie dir einen schönen Tag wünscht, „Danke” dem Kellner der dir das Essen serviert, “Danke” deiner Frau, wenn sie dir Essen gemacht hat … Dieses eine Wort hat so viel Kraft und kann so viel bewirken.

3. „Bitte”
„Bitte” ist ein Wort, das wir meistens mit „Danke” in Verbindung bringen. Möglicherweise, weil uns beide Wörter als Kind gelehrt wurden. Dieses Wörtchen verwandelt einen Befehl in eine Anfrage (eine Bitte), und macht Menschen viel glücklicher diese Anfrage zu erledigen. Wenn du dich für einen Kaffee bei Mac Donalds anstellst, verlange nicht nur „einen kleinen Cappuccino” sondern hänge ein „Bitte” an. Wenn du deinen Partner beim Abendessen fragst, dir das Salz zu reichen, verwende „Bitte”. Es hat nicht nur eine große Vorbildfunktion für Kinder, es spiegelt auch einen Akt der Höflichkeit und ein grundlegendes Maß an Respekt wieder.

4. „Sie können meinen Platz haben”
Die meisten von uns können sich glücklich schätzen, körperlich und geistig fit zu sein und einwandfrei in Zügen und Bussen einen Stehplatz einzunehmen, ohne dem Risiko zu unterliegen, hinzufallen. Wenn du also jemand Älteren, Schwangeren  oder körperlich Behinderten stehen siehst, biete dieser Person deinen Platz an. Bist du darüber besorgt, dass du die betroffene Person beleidigen könntest, dann rechtfertige dich damit, dass „du ohnehin gleich aussteigen musst” oder mit etwas neckischem wie, dass  „du dir die Füße vertreten willst”.

5. „Die Rechnung geht auf mich”
Du gehst mit einem Freund oder einer Bekannten aus und übernimmst ohne Vorwarnung einfach mal die Rechnung. Das Gefühl der Großzügigkeit ist ein sehr schönes, und für deinen Freund eben auch das Gefühl ein Geschenk zu bekommen. Verlange aber bloß nicht, dass sich dein Freund das nächste Mal dafür erkenntlich zeigen muss. Dann hast du nämlich den Sinn nicht verstanden.

6. „Kann ich dir helfen?”
Wenn du jemanden in Schwierigkeiten siehst, biete ihm deine Hilfe an, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Manche mögen dich zurückweisen, aber die meisten werden gerührt und dankbar sein. Du wirst ihnen den Tag versüßen, was wiederum etwas Freude in deinen bringen wird. Ein positiver Kreislauf der Nächstenliebe. Du kannst Hilfe an bieten, z.B.:

bei einer Frau mit Kinderwaagen
wenn jemand schweres Gepäck in den Zug bringt
falls jemand orientierungslos scheint
sollte wer Schwierigkeiten beim Lesen einer Notiz oder einer Karte haben
7. „Wir kennen uns zwar nicht, aber mein Name ist…”
Viele von uns sind nicht wirklich gut darin, sich selbst vorzustellen. Wenn du jemand Neuen triffst, stotter nicht nur über das Wetter oder sage nicht nur „Hallo”; stell dich bei deinem Namen vor, und erkundige dich über den der anderen Person. Es ist schon etwas peinlich mit jemanden für 10 Minuten zu sprechen, bevor du nicht gesagt hast „ es tut mir leid, ich kenne nicht mal ihren Namen”. Sei selbstbewusst und offenherzig, wenn du jemand Neuen triffst. Durch eine schnelle Vorstellung mit deinem Namen kann rasch eine persönliche Verbindung hergestellt werden. Dies kann durchaus der erste Schritt in eine zukünftige Freundschaft werden.

8. „Ich habe eine wahnsinnige Leidenschaft für…”
So oft drehen sich Unterhaltungen um Angelegenheiten geringerer Bedeutung, sowohl für den Sprecher als auch für den Zuhörer. Wenn du glaubst, dass alles was du sagst nur „Smalltalk” ist, versuche ein bisschen tiefer zu gehen. Das heißt natürlich nicht, dass du wie Forrest Gump deine gesamte Lebensgeschichte offenlegen musst. Aber wenn du jemanden kennen lernst, kann es nicht schaden einige Hobbies, Leidenschaften und Interessen mit dem Gesprächspartner zu teilen. Dadurch, dass du dich zu privaten Passionen bekennst, steigerst du unbewusst dein Selbstvertrauen und außerdem kannst du nie wissen, ob du nicht einen Gleichgesinnten vor dir hast.

9. „Ich wünsche dir einen schönen Tag”
Obwohl eine Phrase wie „Einen schönen Tag noch” oft von Verkäufern verwendet wird, ist es immer noch sehr viel wert. Sage es von Herzen und meine es ehrlich. Am Abend, wenn du deine Firma verlässt, oder am Morgen wenn du das Haus verlässt. Sage es mit aufrichtigem Enthusiasmus und du wirst beinahe sicher ein Lächeln ernten und ein „Danke, dir auch”. Es ist ebenfalls ein großartiger Weg, um eine Unterhaltung mit beispielhafter Höflichkeit zu beenden.

10. „Es tut mir Leid”
Wenn du einen Fehler gemacht hast, dann stehe dazu. Das tut auch deiner Seele gut. Es lässt sich nicht mehr ändern. Fehler gehören nun mal dazu und sie passieren jedem. Ein Sprichwort sagt: „Dumme Menschen machen immer die gleichen und kluge Menschen immer neue Fehler”. Wichtig ist nur, daraus zu lernen und dich weiter zu entwickeln.

11. „Ich vergebe dir”
Verzeihen und Vergeben befreit von negativen Gedanken. Vergeben heißt auch „loslassen” können. Das Alte hinter sich lassen und in die Zukunft blicken. Wer das nicht kann, kann sogar krank werden, da das innere Gleichgewicht so sehr zerstört werden kann, dass du seelische Schäden erleidest. Wenn wir anderen also nicht vergeben können, schaden wir uns zwangsläufig nur selbst damit. Ohne verzeihen kann keine Art der zwischenmenschlichen Beziehung funktionieren. Darum sagt man auch: “Glücklich ist, wer vergessen kann.”

12. „Ich liebe dich”
Zu guter Letzt, die drei wichtigen Wörter „Ich liebe dich”. Sagst du diese oft genug zu den Menschen die du liebst? Denkst du nicht nur an deinen Partner, sondern auch an deine Kinder, deine Eltern oder deine Großmutter? Es ist leicht anzunehmen, dass Menschen einfach wissen, dass wir sie lieben, aber manchmal kann der Klang dieser Worte einen Tag wirklich bedeutend machen.

Es gibt sicher ein paar Dinge, die dir noch einfallen. Teile sie doch mit uns, als Kommentar oder im Forum.

Schöne Sachen kann man nicht oft genug sagen und hören!

Quelle: www.hafawo.at  von Coach Rainer 02.03.2013

Freitag, 16. Juni 2017

Tipps zum Vorstellungsgespräch

So wirst du der Bewerber, den sich jeder Arbeitgeber wünscht

Der Arbeitsmarkt wird immer brutaler und deshalb werden auch die Ansprüche an die Bewerber immer höher. Die Anzahl der Stellenausschreibungen in Zeitungen und  Internet sind zwar hoch, doch genauso groß ist die Anzahl deiner Konkurrenten, welche sich um denselben Job bewerben. Umso wichtiger wird es für dich, durch eine perfekte Bewerbung zu glänzen um dich von dieser Masse abzuheben. Schließlich bist du nicht irgendwer, sondern genau der richtige Mann/die richtige Frau für den Job.

Doch wie bringt man das jetzt dem Personalchef bei?

9 erstklassige Tipps gibt’s sofort hier von uns:

1. Sage nicht nur, dass du kreativ bist!
Zeige dem Interviewer, was du getan hast und präsentiere deine Resultate. Wie hast du ein Problem gelöst, wie hast du deiner Firma geholfen Geld zu sparen oder hast du sogar eine neue Abteilung geschaffen? Sei spezifisch!

2. Vermeide sinnlose namentliche Erwähnungen!
Du hast vermutlich schon zig Chefs und 100te Mitarbeiter gehabt. Diese Leute müssen nicht alle namentlich erwähnt werden. Namen sind nur dann sinnvoll, wenn sie wirklich bekannt sind. (z.B. als Projektleiter habe ich mit Herrn Dietrich Mateschitz zusammengearbeitet).

3. Beschreibe wie (genau) du Wertvolles in die Firma einbringen kannst.
Kenne deinen zukünftigen Arbeitgeber gut genug um zu wissen, wo seine Probleme liegen. Dann mache klar, dass du die Lösung für dieses Probleme bist und nicht ein weiteres.

4. Vermeide schlechtes Reden über deinen derzeitigen Boss.
Das ist äußerst hirnlos. Was wird sich der zukünftige Arbeitgeber wohl denken, wie du über ihn hinter seinem Rücken reden wirst. Versuche dich also immer diplomatisch auszudrücken.

5. Vermeide politische Anspielungen
Jedes Unternehmen hat ein eigenes Klima und seine eigene Kultur. Politik ist omnipräsent und du willst vermutlich nicht über eine beistimme Sichtweise definiert werden, es sei denn, es ist Teil deiner Arbeit und du wirst deshalb eingestellt.

6. Präsentiere dein Netzwerk
Dies zeigt deine Fähigkeiten Beziehungen aufzubauen und Einfluss zu erlangen – ein  gute Fähigkeit, die dein zukünftiger Arbeitgeber an dir schätzen wird. Aber Vorsicht: Mache keine Aufzählung von anscheinend “einflussreichen” Menschen, wenn du diese nicht wirklich sehr gut kennst. Ein Netzwerk kann beeindrucken .. ok .. aber auch nur dann, wenn die Kontakte direkt mit dir in Verbindung stehen. Falsche Protzerei kann hier ordentlich daneben gehen.

7. Übe das Bewerbungsgespräch, bevor es stattfindet!
Sich seiner Fähigkeiten und Talente bewusst zu sein ist entscheidend, aber mache deine Hausübung für deinen zukünftigen Arbeitgeber oder neuen Boss ordentlich. Du sollst die Fragen voraussehen und deine Antworten sollten sitzen.

8. Sprich über Gruppenarbeiten, an denen du bereits gearbeitet hast!
Konzentriere dich auf die Herausforderungen, denen du dich mit anderen gestellt hast, und nicht auf die Führungspositionen die du hattest. Du willst einem Teamplayer gleichgestellt werden, nicht einem Egoisten.

9. Unterstreiche deine umfangreichen Erfahrungen und Resultate
Demonstriere deine Fähigkeiten und Resultate anhand von Beispielen. Zeig auf, welche Ziele du erreichen konntest, indem du Kollegen und Mitarbeiter motiviert und starke Teams gebildet hast.

Quelle: www.hafawo.at von Coach Rainer on 4 Februar 2012